„Wir sollten unsere Stimme erheben“

Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Die Forderungen des 25. Novembers gelten aber das ganze Jahr hindurch. Bertha Munkhondya, die erste Pastorin und Generalsekretärin der Evangelisch-lutherischen Kirche in Malawi, hat aus diesem Anlass ein Statement formuliert:

Liebe Schwestern und Mitfrauen, der 25. November ist ein sehr wichtiger Tag, an dem wir weltweit der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen gedenken. Als Frauen sollten wir uns gegenseitig schützen. Wir sollten unsere Rechte als Menschen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, voll und ganz ausüben. Und wir wurden tatsächlich nach Gottes Ebenbild geschaffen, unabhängig von unserem Geschlecht. Aber manchmal ist es bedauerlich, dass wir so behandelt werden, als ob wir unsere Menschenrechte nicht in vollem Umfang ausüben dürften.

Dieser Tag weckt in mir traurige Erinnerungen an das, was geschehen ist oder gerade geschieht, denn die meisten Frauen und Mädchen sind diejenigen, die in vielerlei Hinsicht wirklich verletzt werden. In den meisten Fällen leiden sie unter Gewalt durch ihren Partner.

Hinzu kommt die finanzielle Gewalt, denn in jedem Land und in jeder Familie sind es immer Frauen und Mädchen, die am stärksten von Krisen, Konflikten und Kriegen betroffen sind. Aus diesem Grund kläre ich Frauen darüber auf, dass wir für unsere Rechte kämpfen sollten. Wir sollten unsere Stimme erheben.

Wir sollten uns nicht schlecht fühlen, wenn wir Dinge ansprechen, die wir sehen. Wenn unsere Rechte in irgendeiner Weise verletzt werden, ist es sehr wichtig, dass jede von uns Maßnahmen ergreift und mit den verantwortlichen Akteuren spricht. Wir sollten unsere Stimme erheben, damit wir Heilung finden. Und wir sollten immer bereit sein, gegen diese Art von Gewalt zu kämpfen.

Von Bertha Munkhondya, erste Pastorin und Generalsekretärin der Evangelisch-lutherischen Kirche in Malawi

 

Splashscreen