Buchneuerscheinung: Pilgern zum Missionsfest
25 Jahre lang haben sich Menschen über mehrere Tage hinweg als Pilger auf den Weg gemacht zum Hermannsburger Missionsfest.
Heinrich Bammann, selbst ehemaliger Missionar und Mitorganisator der Pilgertouren, hat über diesen Teil der Missionsgeschichte jetzt ein Buch herausgegeben.
Alles begann 1999 anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Missionswerkes. Der damalige Leiter des Missionsseminars, Dr. Wolfgang Günther, brachte die Idee des Pilgerns zum Misisonsfest ein. Davon versprach man sich unter anderem, Mitglieder der niedersächsischen Kirchengemeinden, in denen man unterwegs Station machte, für die Mission zu begeistern. Gleichzeitig erinnerte man daran, dass schon Ludwig Harms, Gründer der Hermannsburger Mission, das Bild des Pilgers gern benutzt hatte. („Als ein Pilger und Fremdling lebst du hier auf Erden...“). Nicht zuletzt wollte man all die alten Wege ein Stück weit wiederbeleben, auf denen seit dem 19. Jahrhundert, tausende Menschen mit Pferdefuhrwerken oder zu Fuß zum Hermannsburger Missionsfest gekommen waren.
Aus sternförmigen Pilgerwanderungen aus sieben Richtungen ab 1999 entwickelten sich Fahrradtouren, an denen in den letzten Jahren meist um die 60 Christ*innen aus Niedersachsen, aber auch darüber hinaus, in zwei Gruppen teilnahmen. Viele von ihnen hat Heinrich Bammann angeschrieben, um Erinnerungen, Andachtsmanuskripte, Fotos und Zeitungartikel zusammen zu tragen. „Pilgern zum Missionsfest nach Hermannsburg ist vor allem am Anfang nicht kontinuierlich dokumentiert worden“, so der 87-Jährige, der diese Lücke nun geschlossen hat.
Das Buch „Pilgern zum Missionsfest nach Hermannsburg 1999 bis 2024 – ein Rückblick“ umfasst 218 Seiten, viele Farbfotos und lädt dazu ein, sich zu erinnern an Begegnungen, Besichtigungen unterwegs, Andachten, Ansprachen, kurz gemeinsam erlebten Glauben.
Das Buch ist im Buchhandel erhältlich unter der ISBN-Nr. 9783911032025, ist erschienen im Verlag Ludwig-Harms-Haus GmbH und kostet 40 Euro.