Prävention sexualisierte Gewalt

Was ist sexualisierte Gewalt und wie steht das ELM dazu

„Sexualisierte Gewalt meint jedes Verhalten, das alters- und geschlechtsunabhängig die Intimsphäre verletzt und gegen den Willen der betroffenen Person geschieht oder auch unter Umständen, in denen diese aufgrund ihrer körperlichen, seelischen, sprachlichen oder geistigen Unterlegenheit und unter Ausnutzung einer Machtposition nicht zustimmen kann“. 

Im ELM achten wir in allen Arbeitsbereichen und in der Begegnung mit unseren internationalen Partnerkirchen, insbesondere aber in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen in Abhängigkeitsverhältnissen, darauf, dass Risiken für sexuelle Gewalt keinen Raum haben und treten entschieden gegen sexualisierte Gewalt ein. Das ELM geht jeden Hinweis auf sexualisierte Gewalt nach, unterstützt Betroffene in der Aufklärung und sorgt dafür, dass Täter und Täterinnen Konsequenzen tragen müssen, ggf. Ansprüche geklärt und Entschädigungen gezahlt werden. Das ELM zieht in solchen Fällen unabhängige Fachkundige hinzu.
Das ELM sorgt regelmäßig für Schulungen in der Mitarbeitendenschaft und informiert neue Mitarbeitende über die Haltung der Stiftung.

Mögliche Krisenfälle sexualisierter Gewalt können sein:

  • Sie können selbst von sexualisierter Gewalt betroffen sein.
  • Sie können Menschen kennen, die sexualisierte Gewalt erleiden mussten.
  • Sie kennen Menschen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben.
  • Sie sind vielleicht selbst Mitglied in der Gruppe, in der sich der Fall sexualisierter Gewalt ereignet hat.
  • Sie haben als Zeug*in etwas beobachtet.
  • Sie sind zur Ansprechperson einer betroffenen Person geworden.
  • Sie haben nur eine Vermutung, die zu einem Verdacht wird, dass "hier etwas nicht stimmt".
  • Möglicherweise meldet sich die Staatsanwaltschaft und informiert Sie über ein laufendes Ermittlungsverfahren.
  • Sie lesen in der Presse von einem Fall sexualisierter Gewalt in Ihrer Gruppe oder Institution.

In allen Fällen wird ein Krisenfall offenbar und es muss gehandelt werden. Dabei steht der Schutz der Betroffenen an oberster Stelle!

Ansprechpersonen

Wenn Sie von sexualisierter Gewalt im ELM betroffen sind und eine Person suchen, der Sie sich anvertrauen können oder Sie Kenntnis von Fällen sexualisierter Gewalt haben, auch wenn sie schon länger zurückliegen, gibt es für Sie verschiedene Möglichkeiten.

Bitte melden Sie sich in jedem Fall, wenn Sie Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen möchten. Ob Sie uns Ihren Namen nennen, entscheiden Sie selbst. Die Beratung und Begleitung sind davon unabhängig. 

Diese Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Direktor Michael Thiel (Telefon +49 (0)5052 69-200, M.Thiel(at)elm-mission.net)
  • In der Prävention geschulte Mitarbeiterin: Professorin Dr. Katharina Kleine Vennekate (Telefon +49 (0)5052 48 101 33, k.kleine-vennekate(at)fh-hermannsburg.de)
  • Die Fachstelle Sexualisierte Gewalt der Landeskirche Hannovers,Dipl.-Pädagogin und systemische Beraterin Sigrid Haynitzsch (Telefon +49 (0)511 1241-299, sigrid.haynitzsch(at)evlka.de)
  • Zentrale Anlaufstelle HELP - Telefon +49 (0)800 5040112: Kostenlos und anonym. Unabhängige Information für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie - https://www.anlaufstelle.help/
    Das Unterstützungsangebot der Zentralen Anlaufstelle.help wird von einer unabhängigen Fachberatungsstelle bei sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt durchgeführt. 
  • Darüber hinaus stehen unabhängige, kirchenexterne Berater*innen zur Verfügung, die Ihre Fragen beantworten und Sie begleiten können, zum Beispiel, wenn es um die Beantragung von Anerkennungs- oder Unterstützungsleistungen geht. Die Namen und Kontaktdaten erhalten Sie auf Anfrage entweder über „HELP“ oder über die Fachstelle Sexualisierte Gewalt.