Erika Hofmeister und Rüdiger Hofmeister vom Spielkreis Theater Matthiaskirche e.V. Hannover bei einer Aufführung von „Nachbarn - Sie waren Freunde, gute sogar“ in der Neuen Kirche Emden. Foto: Deike Miege

Szenische Lesung: "Nachbarn - Sie waren Freunde, gute sogar"

Eine Veranstaltung des Friedensort2GO und der Peter-Paul-Kirche Hermannsburg mit dem Spielkreis Theater Matthiaskirche e.V. Hannover.

Wann: Dienstag, 17. November 2026, 19 Uhr
Wo: Gemeindehaus der Peter-Paul-Kirche Hermannsburg, Billingstraße 18, 29329 Südheide
Eintritt frei.

Was können Demokrat*innen tun?

Neben Krieg und Frieden steht kaum ein Thema so stark im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion – nicht nur in Deutschland – wie der Umgang mit Populist*innen und Extremist*innen. Stellen diese Bewegungen und Regierungen eine Gefahr für die demokratischen Institutionen dar? Was können Demokrat*innen tun? Wie soll man reagieren, wenn gute Freunde oder Verwandte plötzlich populistische Parolen übernehmen oder Verschwörungserzählungen verbreiten?

Eine Geschichte “irgendwo in Europa”

Das Stück des deutsch-italienischen Autors Antonio Umberto Riccò – zwischen Lesung und Theaterstück – greift genau diese Fragen auf und erzählt eine Geschichte, die „irgendwo in Europa“ spielt. In einem Land, in dem die Nationalpopulisten die Wahlen gewonnen und auf demokratischem Wege die Macht erlangt haben, hat die Regierung schrittweise eine Veränderung des Staates hin zu einer sogenannten „autoritären Demokratie“ eingeleitet. Drei Jahre später, bei vorgezogenen Neuwahlen, befürchten viele, dass ein erneuter Sieg der Nationalpopulisten der Demokratie den endgültigen Todesstoß versetzen könnte. In dieser angespannten Lage begegnen sich zwei frühere Nachbarn und Freunde.

Handlung beleuchtet populistische Bewegungen

 Die Handlung ist fiktiv, aber die Inhalte spiegeln das Verhalten populistischer Bewegungen und Regierungen wider. Seit elf Jahren präsentiert die ehrenamtliche Theatergruppe „Spielkreis Theater Matthiaskirche e.V.“ aus Hannover Stücke von Antonio Umberto Riccò zu den Themen Flucht, Migration und Frieden. Die Zusammenarbeit begann 2013 mit der szenischen Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“, die mittlerweile über vierhundertmal aufgeführt wurde. Es folgten weitere Stücke desselben Autors zu den Themen Flucht, Migration und Frieden, in Kooperation mit zahlreichen Partnern, teils auch im professionellen Theaterbereich. Im Anschluss an die Lesung wird zu einem offenen Gespräch eingeladen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Friedensdekade 2026

Unter dem Motto „couragiert widerständig“ findet vom 8. bis 18. November 2026 die Ökumenische FriedensDekade statt.

In einer Zeit, die von Kriegen, gesellschaftlichen Spannungen, wachsender Ungleichheit und Sorgen um die Zukunft geprägt ist, lädt die FriedensDekade dazu ein, über Frieden, Gerechtigkeit und unsere Verantwortung in der Welt nachzudenken. Das Motto erinnert daran, dass Frieden nicht von selbst entsteht. Er braucht Menschen, die sich mutig für andere einsetzen, Unrecht widersprechen und die Hoffnung nicht aufgeben.

Die Ökumenische FriedensDekade wird seit 1980 von Kirchen und Friedensgruppen gestaltet und findet jedes Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Auch in diesem Jahr beteiligen sich zahlreiche Gemeinden, Gruppen und Initiativen mit Friedensgebeten, Gottesdiensten und Veranstaltungen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.friedensdekade.de

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