Äthiopien: Frauen als Gegenüber in der Seelsorge
Abebech Kussa - derzeit mit Unterstützung des ELM im Promotionsstudium am Mekane-Yesus-Seminar in Äthiopien - betont in ihrer wissenschaftlichen Arbeit die entscheidende Rolle von gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen in der Seelsorge für Frauen.
Im Beispiel der Belastung äthiopischer Frauen durch schädliche kulturelle Praktiken, geschlechtsspezifische Gewalt und häusliche Gewalt wird klar, dass Frauen unverhältnismäßig stark herausgefordert sind. Darum suchen viele seelsorgerliche Beratung, um besser mit den Erfahrungen in ihrem Alltag umgehen zu können.
Von entsprechenden Mitarbeitenden der Kirche wird erwartet, dass sie dabei die jeweils geeignete Unterstützung bieten.
Leider gibt es in der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus weit weniger Frauen als Männer, die für solche Beratung ausgebildet sind. Dieses Ungleichgewicht hat schwerwiegende Folgen dafür, wie das Leiden von Frauen in der Seelsorge wahrgenommen und behandelt wird. Weibliche Seelsorgerinnen können aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrung oftmals besser eine sichere, einfühlsame und kultursensible Betreuung anbieten. Die Beratung von Frau zu Frau hilft, persönliche und schmerzhafte Themen in ihrer Tiefe anzusprechen.
Darum ist Abebech Kussa froh, dass derzeit mehr als 100 Frauen Theologie am Mekane-Yesus-Seminar in Addis Abeba studieren. Dies gibt Hoffnung für die Zukunft und ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der qualifizierten Beratungsarbeit von Frauen.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Ausbildung von gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Arbeit in den vielen rasch wachsenden Gemeinden der äthiopische Partnerkirche.
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