EKD-Material zum Sonntag Reminiszere 2023: Unterstützung nach Flucht in Tigray (Äthiopien)
„Erst fielen Bomben. Dann kamen Soldaten und haben unser Haus genommen. Wir haben alles verloren und mussten einfach nur weg“, schildert Frau Brkti ihre Flucht aus Rama im Norden Äthiopiens.
Inzwischen lebt Frau Brkti mit anderen Geflüchteten in einer Schule in Mekelle. Von der äthiopischen Mekane-Yesus-Kirche haben sie Decken und Matten sowie Essen und Kochgeschirr bekommen.
Auch Frau Meron ist dort. Allein für die ersten 40 Kilometer von Rama nach Adwa brauchte sie eine Woche. Immer wieder gab es Menschen in den Dörfern auf dem Weg, bei denen sie etwas Injera (Fladenbrot) oder Kolo (geröstetes Getreide) bekam: „Sie gaben ab, obwohl sie selbst kaum etwas hatten. Manchmal hatte ich auch gar nichts zu essen.“ Immer wieder stockt sie und wischt ihre Tränen beiseite.
Nach längerer Suche fand sie endlich ihre Tochter und die 70-jährige Mutter wieder. Auf der Flucht waren sie getrennt worden. Beide hatten immer noch schwere Verletzungen an Händen und Füßen von den scharfen Felskanten, über die sie bei der Flucht in die Berge flüchten mussten. Die Sorge um die Mutter zerfrisst sie: „Den Alltag überstehe ich nur dank der Medikamente, die meine Sorgen überdecken.“
Beide Frauen werden von der Partnerkirche des ELM begleitet. Projektleiter Desta Hadera fasst zusammen: „Am dringendsten brauchen die Menschen medizinische Hilfe, Essen und Unterstützung für die Bewältigung des Leids, dass sie erfahren haben. Viele sind traumatisiert.“ Darum unterstützt das ELM die kurz- und langfristige Unterstützung von Geflüchteten im Norden Äthiopiens.
Mit Ihrer Spende sorgen Sie dafür, dass Menschen nach der Flucht vor Krieg und Gewalt mit notwendigen Lebensmitteln versorgt und begleitet werden, um neue Perspektiven zu erhalten.
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