Tausend Tauben für den Frieden
Über tausend bunte Papierfriedenstauben schwebten im Altarraum der Hermannsburger Peter-Paul-Kirche – ein starkes Bild dafür, dass Frieden im Kleinen beginnt.
Über tausend bunte Papierfriedenstauben schwebten im Altarraum der Hermannsburger Peter-Paul-Kirche – ein starkes Bild dafür, dass Frieden im Kleinen beginnt: „Im Frieden leben fordert nicht große Worte, sondern viele kleine Schritte.“ So hat es jemand auf seine Taube geschrieben.
Die kreative Idee für diese Installation anlässlich der Friedensdekade stammt von Phoebe Noetzel, die gemeinsam mit der Kreativ-Gruppe der St.-Peter-Paul-Gemeinde das Projekt entwickelt hat. Zusammen mit Ingrid Lüdemann, Referentin für den Friedensort2GO im Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen, hat sie dazu eingeladen, Tauben mit Wünschen und Hoffnungsworten zu füllen. Entstanden ist ein beeindruckender Schwarm – Ausdruck einer breiten Sehnsucht nach Frieden.
In allen Gemeindegruppen wurden Tauben gestaltet; auch andere Hermannsburger Kirchengemeinden beteiligten sich. Viele Schulen, Kindergärten, das Albert-Schweitzer-Familienwerk, die Kommunalverwaltung sowie zahlreiche Gemeindemitglieder und Privatpersonen – vom Krippenkind bis zum Senior – machten mit. Zusätzliche Tauben kamen sogar aus England und den USA.
„Mir geben die vielen Tauben Hoffnung, wenn ich die vielen schlechten Nachrichten höre und lese. Es tut der Seele gut, zu sehen, was möglich ist, wenn viele Menschen sich zusammentun“, sagt Phoebe Noetzel und Ingrid Lüdemann ist beeindruckt von der Resonanz: „Für mich ist die Wahrnehmung wichtig, dass Frieden ein Thema ist, das über einzelne Kreise hinausgeht“, betont Lüdemann.
„Es reicht nicht, für den Frieden zu beten, man muss auch über ihn nachdenken“, hat jemand auf seine Friedenstaube geschrieben. Sowohl das Beten als auch das Nachdenken liegt den Organisatorinnen am Herzen und zu beidem hoffen sie, mit dieser Aktion einen Anstoß gegeben zu haben, im Alltag immer wieder kleine Schritte Richtung Frieden zu gehen. Ein besonderer Moment entstand so bei den Abendandachten der Friedensdekade: Dann wurden die Tauben in buntes Licht getaucht und gaben ein besonders leuchtendes, friedvolles Bild ab.