Kinderrechte: Zu Gast beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf
Gabriele De Bona und Bertha Munkhondya (Generalsekretärin der ELCM) haben mit Frederique Seidel vom Ökumenischen Rat der Kirchen über Kinderrechte gesprochen
Frederique Seidel leitet im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) das Kinderrechts-Programm, im Rahmen dessen sie eine Partnerschaft zwischen dem ÖRK und UNICEF entwickelt hat. Zuvor arbeitete sie unter anderem für UNICEF, die Vereinten Nationen und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE). Der ÖRK ist ein weltweiter Zusammenschluss von über 350 Kirchen in mehr als 120 Ländern auf allen Kontinenten dieser Erde.
Auf Betreiben vieler Mitgliedskirchen hat der ÖRK das Programm Engagement der Kirchen für Kinder entwickelt. Und da die globale Erwärmung Kinderrechten schadet und diese substantiell bedroht, betrachtet der ÖRK den Einfluss des Klimawandels auf Kinderrechte ganz genau.
In Matthäus 18,6 erklärt Jesus, wie wichtig es ist, Kinder zu schützen, und warnt davor, ihnen zu schaden. Doch die Klimakrise fügt Kindern weltweit bereits großes Leid zu.
Frederique Seidel als Verantwortliche für Kinder und Klima hat Gabriele De Bona und Bertha Munkhondya die Ansätze der Arbeit des ÖRK intensiv erläutert. Einer der vielen vielversprechenden Ansätze ist es, Finanzakteure zur Rechenschaft zu ziehen und diese zu klimagerechtem Handeln zu bewegen. Hier informiert der ÖRK seine Mitglieder zu Themen wie "Klimaklagen". Außerdem versucht der ÖRK die Kirchen bei klimafreundlichen Geldanlagen zu unterstützen.
Die Arbeit von Frederique Seidel ist so abstrakt wie konkret und absolut global. Zur Wirkung Ihrer Arbeit sagt sie:
Wenn diese Arbeit konkrete Hoffnung für Kinder bewirkt, dann sind wir auf dem richtigen Weg.
Und es sind wohl gerade die konkreten Maßnahmen, die Kindern und Erwachsenen einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft schenken können. Die direkte Verknüpfung der Themen Kinderrechte und Klimaschutz zeigt auf, dass jede und jeder durch aktiven Klimaschutz die Rechte von Kindern schützen und somit auch das Leben von Kindern verbessern kann.
Das sind auf der einen Seite natürlich die großen Finanzakteure, die einen riesigen Einfluss haben. Auf der anderen Seite kann auch jedes einzelne Kind das Klima schützen - z.B. mit folgenden und ähnlichen Maßnahmen:
- weniger Energie verbrauchen
- weniger Wasser verbrauchen
- weniger Abfälle produzieren
- Abfälle recyceln
- weniger kaufen und weniger wegschmeißen
Das können Menschen in der Schweiz, in Deutschland, in Malawi und allen anderen Ländern machen. Das können Katholik*innen, Reformierte (m/w/d), Lutheraner*innen und alle anderen machen. Damit leisten sie gleichzeitig einen Beitrag für unsere schöne Erde, die Gott uns geschenkt hat, und dafür, dass auch alle Kinder eine faire Chance haben.