"#I Am" - Glaube neu denken, Verantwortunge gemeinsam leben

Das interkulturelle Projekt "#I Am" zu den "Ich bin ..."-Worten Jesu eröffnete neue Perspektiven darauf, wie christlicher Glaube heute Gestalt annehmen kann.

Anfang Dezember 2025 brachte das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) im Norden Deutschlands engagierte Christ*innen aus ganz unterschiedlichen Lebens- und Glaubenskontexten zusammen. Die Teilnehmenden – überwiegend junge Erwachsene – eint eine tiefe Verbundenheit mit ihrem Glauben und der Wunsch, diesen aktiv und verantwortungsvoll in Gesellschaft und Kirche zu leben. Viele von ihnen verfügen über eine theologische Ausbildung und kommen aus vielfältigen kulturellen Hintergründen: Sie sind in Ländern wie Ghana und Belarus, Botsuana und den USA, Brasilien und Kirgisistan, Indien und Südafrika, Malawi und Deutschland aufgewachsen.

Im Zentrum der intensiven Begegnungswoche standen die „Ich-bin-Worte“ Jesu aus dem Johannesevangelium. Sie dienten als geistliche Inspirationsquelle für gemeinsame Reflexionen über persönliche Glaubenswurzeln – und darüber, wie aus diesen konkrete Projekte entstehen können, die dem Gemeinwohl in den jeweiligen Herkunftsländern dienen.

Bereits seit dem Start des Projekts im April 2025 hatten sich die Teilnehmenden regelmäßig online getroffen. Das persönliche Zusammenkommen vor Ort vertiefte nun schnell das gegenseitige Vertrauen und die Wertschätzung – eine entscheidende Grundlage für eine Lern- und Glaubensgemeinschaft, die Menschen dazu befähigt, ihren Glauben kontextsensibel und wirksam zu leben.

Der interkulturelle Austausch – auch auf theologischer Ebene – eröffnete neue Perspektiven darauf, wie christlicher Glaube heute Gestalt annehmen kann. Gleichzeitig wuchsen Verständnis, Empathie und das Bewusstsein für die weltweite Gemeinschaft der einen Kirche Christi. Gemeinsam wurde musiziert, die Umgebung erkundet und die Bibel studiert – mit kreativen Methoden, die deutlich machten: Lernen geschieht nicht nur im Kopf, sondern mit Herz, Körper und Gemeinschaft.

„#I Am“ ist bewusst als offener Prozess angelegt. Die begleitenden Mitarbeitenden des ELM hielten dabei eine Balance zwischen sorgfältiger Planung und Offenheit für das, was aus der Gruppe selbst heraus entstehen wollte. In diesem Vertrauen zeigte sich die Überzeugung, dass Gottes Geist wirkt – manchmal gerade dann, wenn wir einander begegnen, ohne fertige Ergebnisse vorzugeben.

Auch nach dem Treffen geht der gemeinsame Weg weiter: Noch vor Weihnachten und im Laufe des Jahres 2026 werden sich die Teilnehmenden erneut online begegnen. Die Lern- und Glaubensgemeinschaft wächst – über Ländergrenzen hinweg und getragen von der gemeinsamen Hoffnung, Glauben kreativ, verantwortungsvoll und lebensnah zu gestalten.

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