Halt und Hoffnung in stürmischen Zeiten
Bibelarbeit, ein Blick in die indische Partnerkirche GSELC und eine Predigt von ELM-Direktor Holger Siebert prägten die Louis-Harms-Konferenz 2025.
Die diesjährige Louis-Harms-Konferenz führte unter dem Motto „Halt und Hoffnung in stürmischen Zeiten“ gut 40 Teilnehmende in den kleinen Ort Farven bei Bremervörde. Nach Begrüßung und Andacht durch den Ortspastor, Propst Burkhard Kurz, folgte eine Bibelarbeit zum Thema, die Pastor Markus Stamme aus Selsingen vorbereitet hatte. Der Referent behandelte die Erzählung von der Sturmstillung und Petrus, der hier wie Jesus versucht, übers Wasser zu gehen und in dem Moment zu versinken droht, als er von Angst übermannt nicht mehr glaubt (Matthäus 14, 22-33). Anhand eines Arbeitspapiers wurden Schlüsselworte der Erzählung erläutert. Die sehr sorgfältige Exegese ermöglichte die Einordung dieser Erzählung in die biblischen Schriften des Alten und Neuen Testaments wie auch Bezüge zur heutigen Lebenswelt.
Im Anschluss hörten die Teilnehmenden ein Referat von Diakon i. R. Hermann Brünjes aus Hanstedt, der gerade von einem Besuch der indischen Partnerkirche (Ev. luth. Kirche des Guten Hirten - GSELC) zurückgekehrt war. Er lud ein zu einem Perspektivwechsel: Ganz oben auf der Agenda der indischen Christinnen und Christen stehe derzeit die hindu-nationalistische Politik, die sowohl auf Christen als auch Muslime negative Auswirkungen habe. Hingegen werde über in Deutschland vieldiskutierte Themen wie die internationale Klimapolitik kaum gesprochen.
Nach dem Mittagessen und der Möglichkeit zur Gebetsgemeinschaft wurde ein Festgottesdienst abgehalten, der musikalisch sehr stimmig von einem Posaunenchor eingerahmt wurde. An dem Gottesdienst nahmen auch weitere Gäste und Gemeindeglieder teil. Nach einer Anmoderation durch Helmut Winkelmann hielt der neue Direktor des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM), Holger Siebert, die Predigt. Mit Schlusswort und Reisesegen fasste Bischof i. R. Erich Hertel den thematischen, aber auch geistlichen Ertrag des Tages zusammen. Zum Abschluss der geistig wie geistlich anregenden Tagung wurde zur gemeinsamen Kaffeetafel geladen. Sie bildete den geselligen Teil der gastfreundlichen Aufnahme durch die Pella-Gemeinde Farven.