Podcasts, Partnerschaften, Schöpfung und Frieden

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) am 21. August auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf.

Früh am Freitagmorgen machten sich Mitarbeitende des ELM in Hannover und Hermannsburg auf den Weg, um das ELM im Kirchenpavillon der Landesgartenschau (LaGa) in Bad Nenndorf zu repräsentieren. Der Pavillon ist ein ökumenischer Begegnungsort der evangelischen und katholischen Kirchen und bietet Platz für Begegnungen. Jeden Tag um 14:30 Uhr findet das Mittagsgebet „kurz & heilig“ statt.

Mit dabei waren drei deutsch-brasilianische Partnerschaftsgruppen, die von Nina Roggenbuck-Bauer (ELM-Partnerschaftsreferentin), Cristina Scherer (Ökumenische Mitarbeiterin ELM) sowie Dr. Vera C. Pabst (Abteilungsleiterin Globale Gemeinde im ELM) begleitet wurden und sich im Pavillon vorstellten. Gesäumt von der brasilianischen Flagge sowie anderen Bannern, die Partnerschaften zwischen deutschen und brasilianischen Gemeinden symbolisierten, erläuterten die Gruppen mit sehr viel Engagement, ihre Partnerschaftsarbeit der interessierten Zuhörerschaft.

Mission out of Control

Außerdem waren Mitglieder der Partnerschaftsgruppen zu Gast im ELM-Podcast. Dirk Freudenthal (Redakteur ELM) und Holger Trocha (freier Radiomoderator und Filmemacher) zeichneten auf der Landesgartenschau zwei Sonderfolgen des ELM-Podcasts “Mission out of Control” auf. Die Partnerschaftsgruppen berichteten im Podcast, dass sie sich mit den Gemeinden in Brasilien treffen und austauschen. Dabei lernen sie viel über sich selbst und über die anderen Länder. Nicht alle Teilnehmenden der Partnerschaftsgruppen konnten Portugiesisch sprechen, was aber kein Problem war, da einige der Menschen in Brasilien auch Deutsch sprechen. Außerdem beschrieben sie den Kontakt zu den Menschen im Land als viel direkter als bei „normalen Urlaubsreisen“.

Außerhalb des Podcasts nutzte der Bassumer Pastor Julius Henkel die Möglichkeit, den Gästen des Kirchentags über eine Partnerschaftsreise in den brasilianischen Bundesstaat Matto Grosso zu berichten, an der er mit einer gemischten Gruppe - junge und alte Menschen - teilgenommen hat.

Wir müssen die Schöpfung auch wahrnehmen

Pastor Jefferson Schmidt aus Brasilien (IECLB) gestaltete an diesem Tag die Andacht „kurz & heilig“. Er lud die Gäste dazu ein, die Schöpfung mit all ihren Sinnen wahrzunehmen und dieses Geschenk Gottes zu bewahren.

 Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, [...].

 In den Mittelpunkt seiner Andacht stellte er die Frage:

An welchem Punkt haben wir uns so weit von der Schöpfung entfernt, dass wir sie nicht mehr als Teil von uns sehen?

Damit machte er deutlich, dass wir nur lieben und schützen wollen, was wir bewusst wahrnehmen. Er rief die Gäste mit den Worten des Apostel Paulus auf:

Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. 

Friedensort2GO: Hoffnung wachsen lassen

Etwas handfester ging es für die Gäste bei Ingrid Lüdemann (ELM Bildungsreferentin Friedensort2GO) zu, die den Hermannsburger Pilgerweg F2GO anhand von zwei Mitmachaktionen präsentierte. Gäste konnten Friedenstauben aus Papier ausmalen. Eine Aktion, die sie in der letzten Friedensdekade mit der St. Peter-Paul Kirche in Hermannsburg entwickelt hat. Außerdem konnten die Besucher*innen Hoffnungssteine gestalten. Wie eine Pflanze braucht Hoffnung Zeit, Pflege und gute Bedingungen. Die Steine waren so bunt wie der gesamte Tag auf der Landesgartenschau.

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