Internationale Kirche in floralem Ambiente
Im floralen Ambiente der Landesgartenschau 2026 in Bad Nenndorf gestaltete ein Team des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) am 16. August den Gottesdienst auf der Hauptbühne. Internationale Begegnung und Vernetzung, die das Herz des ELM sind, zogen sich inhaltlich als roter Faden durch die Veranstaltung.
Internationale Sichtweisen
Auch die personelle Besetzung der ELM-Mitarbeitenden war international: Mit Pastor Bradn Buerkle brachte ein US-Amerikaner seine Sichtweisen in die Dialogpredigt ein, die er gemeinsam mit Pastorin Dr. Vera C. Pabst gestaltete. Die beiden tauschten sich über einen Abschnitt im Lukas-Evangelium (18,9-14) aus. Sie beginnt mit dem Satz: „Jesus sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis…“
Es geht um einen Pharisäer, einen Schriftgelehrten, der Gott dafür dankt, dass er nicht ist „wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher…“. Demgegenüber betet ein Zöllner zur selben Zeit im Tempel: „Gott, sei mir Sünder gnädig“. Es geht um den - oft verstellten Blick - auf die eigene Selbstgerechtigkeit. Jesu‘ Fazit dazu lautet: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“
Prädikantinnen reflektierten ihre Erfahrungen
Im zweiten Teil reflektierten die Prädikantinnen Barbara Paschke und Dr. Johanna Gronau ihre Erfahrungen auf einer internationalen Veranstaltung des ELM in Südafrika, bei der die ehrenamtliche Verkündigung in den Kirchen des südlichen Afrikas und Deutschlands im Mittelpunkt stand. Die beiden ausgebildeten Prädikantinnen, Laienpredigerinnen der Landeskirche Hannovers, revidierten Vorurteile, reflektierten Unterschiede im internationalen kirchlichen Leben, vor allem aber die zahlreichen bereichernden Begegnungen mit Menschen aus der weltweiten Kirche.
Mit Musik unterschiedlichster Art lud dieser auf Englisch und Deutsch abgehaltene Gottesdienst die Besucher*innen vielfach zum Mitsingen ein. Moderne Kirchenlieder begleitete der Posaunenchor Bad Nenndorf. Waldemar Rausch stellte mit improvisierten Saxophonklängen sein Projekt „Waldklang“ vor, das Menschen in Deutschland mit den Bewohner*innen des brasilianischen Regenwalds in Verbindung bringen möchte. Ein Besuch dort hat den ELM-Referenten für Nachhaltigkeit tief beeindruckt und inspiriert seitdem seine Musik.
Im Anschluss gab es Gelegenheit, mit den ELM-Mitarbeitenden und den Prädikantinnen ins Gespräch zu kommen und sich über die Arbeit des ELM zu informieren.