Weltweite Gemeinschaft und Austausch über den Glauben
Der Glaube an Gott umspannt die Welt
Die internationalen Partnerschaften der Landeskirche werden von vielen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen mit Leben gefüllt. Von den Standorten in Hermannsburg und Hannover aus begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachsen (ELM) Kontakte in Partnerkirchen in Europa, Lateinamerika, Afrika und Asien. Diese reichen vom informellen Austausch per Mail oder Telefon bis hin zu Reisen und dem Besuch von Projekten oder Veranstaltungen der Partnerkirchen in 22 Ländern, um sich vor Ort ein Bild zu machen und mit den Menschen direkt in Kontakt zu kommen.
"Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."
Die „Missio Dei“, meint die Sehnsucht Gottes nach den Menschen und er hat mit seiner Mission das "Leben in Fülle" (Johannes 10, 10) zum Ziel. Sie realisiert sich durch die Verkündigung des Wortes Gottes in Wort und Tat. Gott selbst ist Herr seiner Mission und beauftragt Menschen.
Das Gespräch über den Glauben, der Austausch über biblische Texte und der gemeinsam gefeierte Gottesdienst ist Ausgangspunkt und hilft zur Fokussierung auf gemeinsame Aufgaben in der Mission Dei.
Mission realisiert sich heute wenn theologische, diakonische und ökologische Projekte gemeinsam mit den weltweiten Partnerkirchen geplant und durchgeführt werden. Die Finanzierung wird in der Regel vom ELM und seinen Spenderinnen und Spendern sicher gestellt. Die Partner legen ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Menschen in den Projektangeboten ganzheitlich wahrgenommen werden. Das heißt zum Beispiel nicht allein Rechtsberatung für Geflüchtete anzubieten, sondern auch sonntägliche Gottesdienste in der Herkunftssprache der Geflüchteten oder nicht nur Hilfen zur Subsistenz, sondern auch friedensbildende Maßnahmen zwischen konkurrierenden Parteien.
Wie denkt man beispielsweise in Brasilien, Indien oder Malawi über Gender oder Klimaschutz? Was können Kirchen in Deutschland lernen von Kirchen, die einen starken Zuwachs an Mitgliedern verzeichnen, wie zum Beispiel in Äthiopien? Wie können Kirchen einen Beitrag leisten zum Frieden in der Welt oder als Anwalt benachteiligter Personen oder Gruppierungen? Welche Rolle spielt Bildung bei der Bekämpfung von Armut? Je mehr wir uns darin üben, diese Themen aus dem Blickwinkel von Menschen in anderen Teilen der Welt zu betrachten, desto eher können realitätsnahe Wege Wirklichkeit werden. Grundvoraussetzung dafür ist stets ein Dialog, der den oder die andere ernst und wichtig nimmt.
Im nächsten Schritt werden aus bilateralen Beziehungen multilaterale. Das ELM bringt Menschen aus verschiedenen Partnerkirchen zusammen und miteinander ins Gespräch. Im Rahmen von internationalen Akademien, Workshops oder Camps zu religiösen und gesellschaftlichen Themen, werden Menschen auf verschiedenen Kontinenten vernetzt.
Weltweite Partnerschaften zwischen Kirchen tragen maßgeblich dazu bei, die Kirche als weltweite Kirche zu begreifen und unsere Welt als eine Welt.