Material zur Partnerkirchenkonsultation
Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Inhalte der Partnerkirchenkonsultation des ELM 2022
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Videos
- ELM-Partnerkirchenkonsultation geht los (Video)
ELM-Partnerkirchenkonsultation beschäftigt sich mit Fragen von Gerechtigkeit
- Schlussfilm PKK: Und jetzt? (Video)
Welche Konsequenzen ziehen die Vertreter*innen der Partnerkirchen aus der PKK?
Gender-Gerechtigkeit
- Mekane Yesus Kirche macht beeindruckende Fortschritte in der Gleichstellung (Text, Bild, Video)
Rev Yonas Yigezu Dibisa, Präsident EECMY, Äthiopien
- Verkündigung bezieht sich auf Männer und Frauen (Video)
Rev Pedro Bullón Moreano, IL-P, Peru
- Menschen, die eine unterschiedliche sexuelle Orientierung haben sind unsere Brüder, unsere Geschwister (Video)
Rev Odair Braun, Vizepräsident der IECLB, Brasilien
Frieden und Gerechtigkeit
- Krieg in der Ukraine: „Die Antwort lautet Dialog“ (Text, Bild, Video)
Rev Dr. Joseph Bvumbwe, Bischof ELCM, Malawi
Klima-Gerechtigkeit
- "Der Klimawandel ist ein riesiges Problem" (Text, Bild, Video)
Rev Yonas Yigezu Dibisa, Präsident EECMY, Äthiopien
Nutzen Sie gerne auch weiteres Material aus unserem Newsbereich. U.A. Video mit Erzbischof Filibus Musa, Präsident des LWB, zum Thema Gender und internationale Jugenddelegierte zum Thema Beteiligung. Nutzen Sie hierfür auch das Archiv der News. Klicken Sie dafür bitte hier.
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ELM Partnerkirchenkonsultation 2022 beschäftigt sich mit Fragen von Gerechtigkeit
Bei den Kirchenvertreter*innen lagen beim Thema Gerechtigkeit für ihre Kirchen folgende Aspekte obenauf: Gender-Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit und der Zusammenhang von Frieden und Gerechtigkeit. Im Sinne des inneren Friedens wurde dabei auch die Rolle von gerechter Führung und gerechten Strukturen thematisiert.
Allgemeine Videos
ELM Partnerkirchenkonsultation geht los.
In Hermannsburg startete am 20. Juni 2022 die Partnerkirchenkonsultation. Kirchenleitungen aus aller Welt trafen sich dazu in Hermannsburg und tauschten sich darüber aus, welche Gerechtigkeitsfragestellungen in ihren Kirchen obenauf liegen. Das Ergebnis: Gender-Gerechtigkeit, der Zusammenhang von Kriegshandlungen und Hunger, Klima-Gerechtigkeit und die Frage, wie gerechte Führung aussehen könnte.
Link Youtube: https://youtu.be/hiVAUYR_KNQ
Die PKK geht zu Ende. Und jetzt?
Welche Konsequenzen ziehen die Vertreter*innen der Partnerkirchen aus der PKK?
Link Youtube: https://youtu.be/rCiU9vAGdqA
Gender-Gerechtigkeit
„Wir haben jetzt schon die Frauen, die in nicht allzu ferner Zukunft, Kirchenpräsidentin der Mekane Yesus Kirche in Äthiopien werden können.“
Die Mekane Yesus Kirche, eine der am schnellsten wachsenden lutherischen Kirchen weltweit hat beeindruckende Fortschritte in der akademischen Ausbildung von Theologinnen gemacht. 40% der Absolvent*innen des Theologischen Seminars sind Stand 2022 weiblich und die Zahlen nehmen weiter zu. Kirchenpräsident Rev Yonas Yigezu führt das schnelle Wachstum der Mekane Yesus Kirche auch auf das Engagement der Frauen in der Kirche zurück: „Es gibt enorme Gaben unter den Frauen. In der Mekane Yesus Kirche machen Frauen etwa 56% der Kirchenbevölkerung aus und sie bereichern den Dienst in der Kirche. Sie waren die Energie, die die Mekane Yesus Kirche zum Wachsen brachte.“ sagte er am Rande der PKK in Hermannsburg und verweist auch auf die Rolle von Frauen in der Entstehung der Mekane Yesus Kirche: „Es waren tatsächlich Frauen, die eine große Rolle gespielt haben. Nehmen wir zum Beispiel Onesimus Nasib, der oft als Vater der Kirche bezeichnet wird und besonders für seine Rolle bei der Bibelübersetzung anerkannt ist. Er tat dies unter der Anleitung von Aster Ganno, die älter war als er und über das reichere Vokabular in der Oromo-Sprache verfügte. Sie assistierte ihm also. Und dann wurde die erste moderne Schule Äthiopiens tatsächlich von Onesimus eröffnet. Aber sie wurde von Feben Hirphee geleitet, die eine Frau war.“
Link zum Bild in höhrerer Auflösung:
https://www.elm-mission.net/fileadmin/elm-mission.net_neu/Bilder/Yonas_Yigezu1.jpg
Bildunterschrift:
Rev Yonas Yigezu Dibisa, Präsident EECMY, Äthiopien
„Wir haben jetzt schon die Frauen, die in nicht allzu ferner Zukunft, Kirchenpräsidentin der Mekane Yesus Kirche in Äthiopien werden können.“
Kirchenpräsident Rev Yonas Yigezu führt das schnelle Wachstum der Mekane Yesus Kirche auch auf das Engagement der Frauen in der Kirche zurück: „Es gibt enorme Gaben unter den Frauen. In der Mekane Yesus Kirche machen Frauen etwa 56% der Kirchenbevölkerung aus und sie bereichern den Dienst in der Kirche. Sie waren die Energie, die die Mekane Yesus Kirche zum Wachsen brachte.“
Link Youtube: https://youtu.be/NFk5cza5hVc
Verkündigung bezieht sich auf Männer und Frauen
Am Rande der PKK hatten wir Gelegenheit, den Präsidenten der peruanischen lutherischen Kirche (IL-P), Rev Pedro Bullón Moreano, zu befragen, welche Themen der PKK für ihn am wichtigsten sind und was er sich von der PKK erhofft.
Link Youtube: https://youtu.be/nw1rgXCyYA0
Menschen, die eine unterschiedliche sexuelle Orientierung haben sind unsere Brüder, unsere Geschwister
Befragt, wie der Umgang der brasilianischen Kirche lutherischen Bekenntnisses (IECLB) mit Menschen diverser sexueller Orientierung (LGBTQ+) ist, antwortet Rev Odair Braun, Vizepräsident der IECLB sehr entschieden
Link Youtube: https://youtu.be/mzo0rCKWDVM
Frieden und Gerechtigkeit
Krieg in der Ukraine: „Die Antwort lautet Dialog“
Dr. Joseph Bvumbwe ist Bischof der Ev.-luth. Kirche Malawi. Bei der Partnerkirchenkonsultation des Ev.-luth. Missionswerks in Hermannsburg spricht er über die Verbindung zwischen Krieg und Hunger und die Antwort seiner Kirche darauf. Sie lautet: Dialog.
Auch die Menschen in Malawi sind vom Krieg in der Ukraine indirekt betroffen. Das Land, in dem 90 Prozent der Bevölkerung im Agrarsektor beschäftigt sind, bezieht Düngemittel aus der Ukraine. „Solange in der Ukraine Krieg ist, stagniert der Import“, so Bvumbwe. Verstärkt wird das Problem der Bauern noch durch den Klimawandel. Die Regenzeiten haben sich verändert. Es wird immer schwieriger, den richtigen Zeitpunkt zu planen, an dem das Saatgut in die Erde kommt. Wenn dann nicht nur der Regen fehlt, sondern auch der Dünger, gibt es keine oder nur eine geringe Ernte und die Menschen hungern. „Und Hunger kann ebenso schlimm sein wie Krieg“, sagt Bischof Bvumbwe.
Hat er eine Idee, welche Lösungen es für Konflikte und Kriege wie den in der Ukraine gibt? „Ich stimme mit der Meinung unseres GründungspräsidentenHastings Kamuzu Banda überein. Wo auch immer es Konflikte zwischen Gruppen oder Nationen gibt, befürwortet er den Dialog. Du kannst nichts verlieren, wenn du den Dialog suchst, aber du kannst möglicherweise Leben retten. Zusammenkommen an einem runden Tisch, die verschiedenen Standpunkte diskutieren, sich gegenseitig zuhören, geduldig und tolerant sein, das ist der einzige Weg.“
„Krieg ist eine Katastrophe und wie ein Theaterstück, das weitergeht, wenn es begonnen hat. Er darf einfach nicht stattfinden“, ist Bvumbwe überzeugt. Wenn alles vorbei ist, werde man viele Waisen, Flüchtlinge und Zerstörung geschaffen haben. Auch jetzt denke er an die Familien, die auseinandergerissen werden weil die Väter im Krieg sind, kämpfen müssen und möglicherweise getötet werden, aber auch Mütter und Kinder auf der Flucht. „Wir haben in der Vergangenheit gesehen, was Kriege angerichtet haben. Ich glaube, das Beste, was wir tun können, ist aus der Vergangenheit zu lernen und uns dafür einzusetzen, dass wir in Zukunft ohne Kriege leben.“
Link zum Bild in höhrerer Auflösung:
https://www.elm-mission.net/fileadmin/elm-mission.net_neu/Bilder/h-1106-pkk-interview-bvumbwe-04-fr22.jpg
Bildunterschrift:
Rev Dr. Joseph Bvumbwe, Bischof ELCM, Malawi
Bischof Joseph Bvumbwe zu Krieg und Dialog
Im Rahmen der Partnerkirchen Konsultation haben wir mit Rev Dr. Joseph Bvumbwe, Bischof der ELCM (Malawi), über Frieden und Gerechtigkeit gesprochen.
Link Youtube: https://youtu.be/K_nmhoKY4NU
Klima-Gerechtigkeit
„Der Klimawandel ist ein riesiges Problem“
Präsident der Äthiopischen Ev. Kirche Mekane Jesus berichtet über Landwirtschaft in seiner Heimat
Auf einem Acker bei Winsen/Aller werden sie deutlich, die weltweit ähnlichen Ideen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Bodens. Solidarische Landwirtschaft (Solawi) kennt man im Landkreis Celle und in Äthiopien, auch wenn die Projekte noch in den Kinderschuhen stecken. „Diese Art von Engagement ist interessant“, sagt Yonas Yigezu Dibisa, Präsident der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Jesus. Er ist im Rahmen der Partnerkirchenkonsultation des Ev.-Luth. Missionswerks Hermannsburg mit rund 20 weiteren Teilnehmer:innen und den Gastgeberi:nnen des Ev.-luth. Missionswerks Niedersachsen in Winsen zu Besuch, um sich ein Bild zu machen von dem Pilotprojekt im Ackerbau.
Brigitte Lietz von der örtlichen „Solawi“ stellt die Rahmenbedingungen vor. Wer zu der Verbrauchergemeinschaft gehören möchte, bezahlt einen Mindestbeitrag, der gern freiwillig erhöht werden darf - je nach Einkommen. Dafür erhalten sie in der Erntesaison wöchentlich Produkte vom Winsener Acker und aus dem dortigen Folientunnel - saisonal und regional. Das geerntete Obst und Gemüse stellt Landwirt Norman Leiser jeden Samstag in Kisten bereit.
Auch in Äthiopien schließen sich Menschen und kleine Betriebe zusammen, berichtet Yonas Yigezu Dibisa. „Sie besitzen gemeinsam, arbeiten gemeinsam, ernten gemeinsam und teilen die Produkte“. Die Landwirtschaft in Äthiopien beruht auf kleinbäuerlichen Strukturen. Viele Familien besitzen nur einen Zehntel Hektar Land - eine Fläche, die nicht ausreicht, um eine Familien zu ernähren. Schließen sie sich zusammen, können sie eine größere Vielfalt an Feldfrüchten anbauen: Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln. Abhängig von den klimatischen Gegebenheiten ist die Chance, irgendetwas ernten zu können, dann größer.
Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen den Kontinenten wird in dem Interview deutlich. „Der Klimawandel ist ein riesiges Problem“, erklärt Yigezu. Weil es abseits der großen Flüsse keine Bewässerungssysteme gibt, sind die Bauern auf Regen angewiesen. Der fällt üblicherweise im Februar/März und dann wieder von Mai bis September, allerdings meist nur in den höher gelegenen Regionen. Oft hört der Regen aber auch dort zu früh auf und alles vertrocknet.
Die Kirche versucht mit lang- und kurzfristigen Maßnahmen, dem Klimawandel entgegen zu wirken, berichtet Yonas Yigezu. „Begrünung“ lautet das Stichwort, unter dem die Pflanzung von Bäumen angelaufen ist - eine der langfristigen Maßnahmen. Kurzfristig geht es um die Einführung neuer Systeme, wie zum Beispiel der Aquakultur. Den Landwirten soll dabei geholfen werden, Regenwasser aufzufangen und Systeme zu bauen, mit denen das Wasser genutzt werden kann. Zudem wird die Einführung hitzeresistenterer Pflanzen angestrebt. All das sind Themen, die auch die Landwirtschaft in Deutschland beschäftigen und in Zukunft an Bedeutung noch zunehmen dürften.
Link zum Bild in höhrerer Auflösung:
https://www.elm-mission.net/fileadmin/elm-mission.net_neu/Bilder/Yigezu.jpg
Bildunterschrift:
Rev Yonas Yigezu Dibisa, Präsident EECMY, Äthiopien
Der Klimawandel ist ein riesiges Problem
Weil es abseits der großen Flüsse keine Bewässerungssysteme gibt, sind die Bauern in Äthiopien auf Regen angewiesen. Der fällt üblicherweise im Februar/März und dann wieder von Mai bis September, allerdings meist nur in den höher gelegenen Regionen. Die Kirche versucht mit lang- und kurzfristigen Maßnahmen, dem Klimawandel entgegen zu wirken, berichtet Rev Yonas Yigezu Dibisa, Präsident EECMY, Äthiopien. „Begrünung“ lautet das Stichwort.
Link Youtube: https://youtu.be/iaMIW9-WecU
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