Was macht eigentlich ... das ELM?
Welchen Nutzen haben Kirchengemeinden von den Angeboten des Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM)? Welche Angebote hält das Werk konkret bereit? Und wer sind jeweils die Ansprechpartner*innen?
Darüber informierten sich Pastor*innen des Kirchenkreises Soltau und ihr Superintendent Heiko Schütte kürzlich bei einem Besuch vor Ort.
Friedensort2GO - ein Pilgerweg mit spirituellen Impulsen
Zum Auftakt stellte Bildungsreferentin Ingrid Lüdemann den Friedensort2GO vor. Der gut 4 Kilometer lange Pilgerweg, der vor der Zentrale des ELM startet und sechs Stationen mit künstlerischen und spirituellen Impulsen verbindet, ist einer der Friedensorte der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Den „F2GO“ können Besucher*innen eigenständig oder im Rahmen einer Führung begehen.
Austauschprogramm für kirchliche Mitarbeitende und internationale Partnerschaften
Zu den Angeboten, die direkt auf Kirchenmitarbeitende zugeschnitten sind, zählt das Programm „Kirche gibt’s auch anderswo“. Pastor*innen, aber auch andere Kirchenmitarbeitende begleiten einige Wochen lang einen Kollegen oder eine Kollegin im Globalen Süden und empfangen diese/n später zum Gegenbesuch.
ELM-Referentin Marlene Altebockwinkel stellte diesen Bereich und darüber hinaus die Begleitung von internationalen kirchlichen Partnerschaften durch das ELM vor. 60 solcher Partnerschaften zwischen Gemeinden oder Kirchenkreisen über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg gibt es in den drei niedersächsischen Ev.-luth. Landeskirchen Hannovers, Braunschweig und Schaumburg-Lippe.
Workshops für den Konfirmandenunterricht
Ebenfalls als Angebot für Pastor*innen bzw. deren Konfirmandenunterricht versteht sich die „Werkstatt ökumenisches Lernen“ (WöL), die Helena Honert als Referentin Jugendarbeit und Globales Lernen präsentierte. Das Themenspektrum umfasst viele der inhaltlichen Schwerpunkt des ELM. Es können Mini-WöL (1,5 bis 2 Stunden), Tages- oder Wochenseminare gebucht werden; in den jeweiligen Gemeinden oder in Hermannsburg.
Internationaler Freiwilligendienst für junge Menschen
„Nord-Süd“ oder „Süd-Nord“: Wenn im ELM diese Formulierungen fallen, geht es um den internationalen Freiwilligendienst. Junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren können daran teilnehmen. Teilnehmende aus dem Globalen Süden arbeiten ein Jahr lang ehrenamtlich in einer kirchlichen oder diakonischen Einrichtung in Deutschland, Letztere wiederum in einer der ELM-Partnerkirchen in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Viele der ehemaligen Freiwilligen beschreiben diese Zeit als sinnstiftend und prägend für ihr weiteres Leben, berichteten die Referent*innen Katharina Rausch (Süd-Nord) und Niels von Türk (Nord-Süd).
Vernetzung zu Themen, die Christ*innen weltweit bewegen
Ein Kurzfilm von einer Konferenz zur Ausbildung von Laienprediger*innen in Südafrika machte exemplarisch deutlich, wie sich das ELM bei der Vernetzung von Kirchen und Christ*innen weltweit engagiert. Das „Priestertum aller Gläubigen“ als wesentlicher Bestandteil des protestantischen Glaubens wird weltweit unterschiedlich gehandhabt. Ein wichtiges Thema ist es überall, wie Dr. Vera Pabst, Leiterin der Abteilung Globale Gemeinde im ELM und Dr. Joe Lüdemann, Referent für Globale kulturelle Vielfalt und Ökumenische Zusammenarbeit mit Südafrika, Botsuana und Eswatini berichteten.
Glaube erlebbar machen mit kreativen Methoden
Zum Abschluss des Vormittages begaben sich die Gäste noch einmal nach draußen. Sie erfuhren, dass im ELM nicht nur über Glaubensthemen gesprochen wird, sondern diese auch mittels unterschiedlichster Methoden erfahrbar werden. Waldemar Rausch, Referent für Globale Nachhaltigkeit und Ökumenische Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation, entführte die Zuhörenden mittels seines Saxophons in den brasilianischen Regenwald - und zu sich selbst.
Zwischendurch gab es immer wieder Gelegenheit, Rückfragen zu stellen an die Referent*innen und ELM-Direktor Holger Siebert. Er lud dazu ein, die Angebote des ELM wahrzunehmen und nach außen zu tragen.