Rückbesinnung auf den Beginn des Christentums - aber: Mit der Geburt geht das Leben weiter!

Krippenausstellung in Gifhorn lässt Herzen höher schlagen.

+++ Für alle Thielfans: Gottesdienst am 3. Advent mit Michael Thiel in der St. Nicolai-Kirche in Gifhorn +++

Am 3. Dezember wurde in der St. Nicolai-Kirche in Gifhorn mit einem Gottesdienst die Krippenausstellung eröffnet. Pastor Matthias Wittkämper und der Kirchenvorstand freuen sich, nicht nur ihre Kirche zu renovieren, sondern Menschen einzuladen, sich berühren zu lassen. "Von allen Festen der Kirche ist Weihnachten das Fest, was Menschen am meisten verstehen. Weihnachten kennt jeder Mensch hier. Es ist eine Projektionsfläche menschlichen Lebens und zeigt mit dem Kind: 'Es geht weiter'! Und selbst die härtesten Menschen werden plötzlich weich. Die Krippenausstellung ist so besonders, weil sie auf den Beginn des Christentums verweist und bis heute Herzen anrührt."

"Die Kinder finden besonders die äthiopische Krippe mit den bunten Gewändern der Personen so schön. Einige Erwachsene werden nachdenklich, wenn sie die südafrikanische Krippe sehen. Da liegt ein Kind aus dunklem Holz geschnitzt. Jesus war eben kein Deutscher ...", fasst Wittkämper einige erste Reaktion zusammen.

Sehr angesprochen hat Wittkämper die Predigt von Pastorin Indra Grasekamp aus dem ELM. "Am Beispiel der Krippe aus Sibirien fragte sie, ob es nicht auch vor dem Hintergrund der heutigen Zeit eine 'Prüfung' sein könne oder Aufforderung, den eigenen geistlichen Puls zu fühlen: 'Wo ist unser Brunnen der Hoffnung, woraus trinken wir?' Oder lassen wir alles nur laufen? Die sibirische Krippe ist ein Beispiel für Hoffnung, wo wir vielleicht keinen Ausweg mehr sehen. Einzelne Wort in einem Granatsplitter eingeritzt. Selbst angesichts eines Krieges hat die Krippe dem Kriegsgefangenen, der sie geschnitzt hat, Hoffnung gegeben und ihn inspiriert, diese Hoffnung weiterzugeben."

Noch bis zum 7. Januar - für viele Menschen in anderen Teilen der Erde Weihnachtstag - ist die Ausstellung geöffnet. Viele Ehrenamtliche engagieren sich, bieten Führungen an, beantworten Fragen und laden ein, zur Krippe zu kommen, das Herz bewegen zu lassen und mit neuer Hoffnung ermutigt zurück in den Alltag zu gehen.