Eine Win-win-Situation für beide Missionswerke
Die Bleckmarer Mission der SELK und das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (Hermannsburg) schließen Kooperationsvertrag für die Freiwilligenarbeit
Vor dem historischen Modell des Missionsschiffs *Candace* im Ludwig-Harms-Haus in Hermannsburg haben die Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) und das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen (ELM) eine neue Kooperation für das Freiwilligenprogramm „Seitenwechsel“ unterzeichnet. Die Vereinbarung eröffnet insbesondere jungen Erwachsenen aus der SELK die Möglichkeit, sich für einen Freiwilligendienst über das ELM zu bewerben und Auslandserfahrungen in sozialen und kirchlichen Projekten zu sammeln.
Neue Chancen für junge Menschen im Freiwilligendienst
Für die Bleckmarer Mission ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt, um junge Menschen für einen Dienst im Ausland zu gewinnen. „Dieses Freiwilligenprogramm versetzt uns in die Lage, junge Menschen zu begeistern für einen Dienst im Ausland. Für uns ist das als Mission ein sehr wichtiger Schritt, weil wir das gar nicht leisten könnten“, sagt Missionsdirektor Edmund Hohls.
Durch die Kooperation werden die bestehenden Strukturen beider Partner miteinander verbunden. ELM-Direktor Holger Siebert beschreibt den Kern der Vereinbarung: „Ab sofort gibt es eine Kooperation zwischen der Bleckmarer Mission, der SELK und dem ELM. Gemeinsam wollen wir am Freiwilligenprogramm arbeiten, um jungen Menschen noch mehr Möglichkeiten und Einsatzmöglichkeiten zu bieten.“
Zusammenarbeit erweitert das Angebot von „Seitenwechsel“
Dabei gehe es vor allem darum, jungen Menschen neue Wege zu eröffnen und das Angebot des Freiwilligenprogramms weiter auszubauen. „Eine Win-win-Situation für beide Missionswerke, aber ich denke auch für viele junge Menschen und vor allen Dingen überhaupt für das Freiwilligenprogramm“, so Siebert. Besonders freue ihn, dass die Zusammenarbeit „in so einem wunderbaren Geist gemeinsam gestaltet werden konnte und so zügig von der ersten Idee bis zur Unterschrift heute gediehen ist“.
Auch Regina Temmler, Referentin des ELM-Freiwilligenprogramms „Seitenwechsel“, sieht in der Kooperation eine wertvolle Erweiterung: „Wir freuen uns natürlich, dass wir auch unsere Strukturen anbieten oder erweitern können durch so eine Kooperation. So können wir die Interessen junger Menschen bedienen, die sich auf diakonische Projekte bewerben beziehungsweise Interesse daran zeigen.“
Erste Erfahrungen mit der neuen Verbindung
Eine der ersten, die von der neuen Verbindung profitieren wird, ist Käthe Pietrusky aus der SELK. Sie bereitet sich aktuell im Ausreisendenseminar des ELM auf ihren Freiwilligendienst in Brasilien vor. „Ich finde es sehr toll, dass sich jetzt durch diese Kooperation wirklich nach Brasilien gehen kann, und freue mich einfach sehr, sehr doll auf mein Auslandsjahr“, sagt sie.
(In der Seitenspalte finden Sie das Spendenformular von Käthe Pietrusky zur Unterstützung des Freiwilligenprogramms)