Freiwilligenprogramm: Ab in den Süden ...
... geht es für die Teilnehmenden des internationalen Freiwilligen-Programms des ELM
Sonnenschein ist definitiv nicht ihre Hauptmotivation. Aber der verregnete Sommer dieses Jahr macht ihnen die Abreise vielleicht etwas leichter. Und so packen sie jetzt ihre sieben Sachen und besteigen den Flieger.
Was motiviert junge Menschen - zumeist Schulabgänger*innen - zu ihren mutigen Plänen, ein Jahr mit dem Freiwilligenprogramm des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) im globalen Süden zu verbringen? Immerhin wagen sich viele von ihnen das erste Mal aus Europa heraus. Da ist sicherlich schon ein bisschen Angst, aber auch Abenteuerlust dabei:
"Ich habe zwar viel Angst, aber ich habe noch mehr Vorfreude. Ich kann es kaum erwarten, da hin zu kommen, mir alles anzuschauen, die Menschen kennenzulernen und doch vielleicht ein, zwei Menschen bewegen und hoffentlich oder vielleicht sogar bleibenden Einfluss zu hinterlassen."
Und was motiviert die jungen Menschen noch, ihre ausgetretenen Pfade zu verlassen? Vielleicht Digital Detox als Digital Natives? Also einfach mal bei schlechterem Handyempfang und wechselnder Stromversorgung offline sein, um sich auf das eigene Leben besinnen zu können? Das könnte passieren, auch wenn es als Motivation wohl eher keine Rolle spielt. Zumal der Handy-Empfang in Deutschland häufig wesentlich schlechter ist, als im globalen Süden.
Die meisten der jungen Leute wollen Lernen und Erfahrungen sammeln. Sie wollen neue Leute kennenlernen, ihren Horizont erweiteren, ihre Persönlichkeit entwickeln, andere Kulturen kennenlernen, Energie erleben, Glauben teilen und verändert zurück kommen.
Und die Erfahrung des ELM zeigt, dass das klappt. Die dann nicht mehr ganz so jungen jungen Menschen kommen anders zurück als sie gestartet sind: Interkulturell kompetent, manchmal haben sie eine neue Sprache gelernt oder eine Fremdsprache verbessert. Zum Beispiel Spanisch, Portugiesisch oder Englisch. Sie haben Leute mit ganz anderen Lebensrealitäten kennen gelernt und so weiter. Dies fließt auch oft in ihre berufliche Orientierung ein, die häufig noch nicht abgeschlossen ist. So ein Jahr im Ausland - und das hören wir immer wieder, ist halt auch eine Erfahrung fürs Leben.
"Äußerlich scheint sich wenig verändert zu haben, aber in mir hat sich sehr viel bewegt. Ich bin nicht mehr dieselbe. Dieses Jahr hat mich verändert – meine Sicht auf die Welt, auf Ungerechtigkeit, auf das, was zählt."
Wussten Sie eigentlich, dass Motivation vom lateinischen Verb movere abstammt, das soviel heißt wie "Bewegung" oder "sich bewegen". Die Motivation der jungen Leute hat sie in Bewegung gesetzt. Alles andere wird sich jetzt zeigen.
Die Einsatzstellen liegen übrigens in Ländern auf den Kontinenten Südamerika, Afrika und Asien.
Sie können diese jungen Menschen auf ihrem Weg unterstützen. Registrieren Sie sich einfach hier. Vielleicht kennen Sie ja auch junge Leute, die Erfahrungen sammeln möchten: Jede*r darf sich gerne unverbindlich beim Team des Freiwilligen-Programms melden.