Ntuthuko Nkosi, Pastor der Ev.-luth. Kirche im Südlichen Afrika

Ich arbeite als Pastor in einem Township namens uMlazi in Durban, Südafrika. Durch meine Arbeit bin ich mit der sozioökonomischen
und politischen Lebenswirklichkeit unserer Menschen konfrontiert. Wir sind ein Post-Apartheid-Land und genießen unsere Demokratie seit 1994. Dieses Township wurde nach dem Land Act von 1913 und dem Group Areas Act von 1950, errichtet, das die schwarzen Ureinwohner von ihrem Land in die Landlosigkeit und Hoffnungslosigkeit trieb.

Ein großer Teil meiner Berufung ist ein Dienst der Präsenz, d.h. dort zu sein, wo Kirche präsent sein sollte: in ungünstigen und ungerechten Situationen. Dieser Dienst der Präsenz wird durch Hausbesuche verwirklicht, bei denen ich meine Gemeindemitglieder
in ihren Wohnungen besuche. In ihren Häusern werde ich mit vielen Situationen wie Arbeitslosigkeit, Armut, Gewalt gegen Frauen, Krankheit und vielen anderen Herausforderungen konfrontiert. Die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung verstehe ich als Antwort auf diese Herausforderungen.

Sie bestehen aus 17 Zielen, die auf Veränderung, Versöhnung, Befähigung und Fürsprache abzielen. Das hat mich dazu inspiriert, Teil einer Lösung in einer Welt zu sein, die Licht braucht. Ich habe die Siyafunda Educational Support gegründet, um Kindern
zu helfen, die keine Schuluniformen und -schuhe haben. Die Siyafunda-Bildungsförderung steht im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung, da sie die Entwicklungsphasen junger Menschen fördert. Es hält sie in der Schule, unterstützt sie während ihrer gesamten Schulzeit und bietet psychosoziale Hilfe. Dieses Programm verändert das Leben und sichert Frieden und Wohlstand für Kinder, die mit Armut, Drogenmissbrauch und allen Formen krimineller Aktivitäten konfrontiert sind.

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