Es kann losgehen: Kirchentag 2025
Internationale ELM Jugendbegegnung in Abbensen
Vom 23. April bis zum 07. Mai 2025 findet an verschiedenen Orten in Niedersachsen eine internationale Jugendbegegnung zum Kirchentag 2025 mit Beteiligung des ELM statt.
In Abbensen startet das Programm im idyllischen Blockhüttendorf des CVJM Begegnungszentrum und es geht musikalisch zu, denn die Jugendlichen proben unter Leitung von Soraya Eberle aus Brasilien verschiedene Chorstücke miteinander. Am Freitag den 25. April war Mirjam Laaser vom ELM mit einem Workshop zum Thema "Führung" vor Ort.
Wie kommunizieren wir eigentlich wirklich? Welche inneren Anteile steuern unsere Gespräche – bewusst oder unbewusst? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Workshop „Communication – Leading – Following“, der sich intensiv mit den Dynamiken von Kommunikation, Führung und nonverbaler Verständigung auseinandersetzte.
In einer kleinen, aktiven Gruppe von maximal 15 Teilnehmenden wurden theoretische Grundlagen der Transaktionsanalyse praktisch erlebbar gemacht. Im Zentrum stand das Modell der sogenannten Ego-States: das Eltern-Ich, das Erwachsenen-Ich und das Kind-Ich. Jede dieser inneren Haltungen prägt unser Kommunikationsverhalten – und damit auch unseren Führungsstil.
Durch interaktive Übungen wie Rollenspiele, Gruppenaktivitäten mit Musik und Bewegungsübungen wurde erfahrbar, wie unterschiedlich Kommunikation je nach innerer Haltung ablaufen kann. Besonders eindrucksvoll war das bewusste Erleben der eigenen Körpersprache: Wie beeinflusst sie das Miteinander? Welche Rolle spielen Gesten, Haltung und Bewegungen, wenn wir führen oder folgen?
Ein zentrales Anliegen des Workshops war es, den Blick für die eigene Rolle in der Kommunikation zu schärfen: Wann reagieren wir aus dem fürsorglichen oder kritischen Eltern-Ich? Wann handeln wir rational aus dem Erwachsenen-Ich heraus? Und wann lassen wir spontane Impulse aus dem Kind-Ich zu? Diese Selbstwahrnehmung ist nicht nur für die persönliche Weiterentwicklung wichtig, sondern vor allem für gelingende Leitung und Teamarbeit.
Am Ende wurde deutlich: Wer seine eigenen Kommunikationsmuster erkennt, kann bewusster reagieren, Missverständnisse vermeiden und Vertrauen aufbauen. Gerade in Führungspositionen ist diese Achtsamkeit unverzichtbar.
Abgerundet wurde der Workshop durch eine Übung, die Körper und Sprache noch einmal eng miteinander verknüpfte: In verschiedenen Rollen und Aufgaben – zum Beispiel beim Führen eines „blinden“ Partners – wurden die Erkenntnisse aus den vorherigen Modulen vertieft und mit allen Sinnen erlebbar gemacht.
Fazit:
Kommunikation ist weit mehr als Worte. Sie ist Beziehung, Haltung und Bewegung. Wer führen möchte, muss auch folgen können – und wer folgt, braucht manchmal klare Führung. Der Workshop vermittelte auf spielerische und tiefgründige Weise, wie wichtig bewusste Kommunikation für gelingende Zusammenarbeit und menschliches Miteinander ist.