Shakira Pilirani Chimbaza/Malawi

Shakira Pilirani Chimbaza arbeitet als Notfallkoordinatorin für Programme und Projekte bei der Ev.-luth. Kirche in Malawi. Dort ist die 40-Jährige zuständig für Katastrophen, ist aber auch an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Ernährungszentrum beteiligt und arbeitet darüber hinaus bei Bedarf auch in der Abteilung für Kommunikation mit.

Sie hat ein Diplom in Journalismus und Medienwissenschaft (Polytechnisches Zentrum für Kontinuitätsausbildung, 2014), einen Bachelor of Arts in Massenkommunikation (Share World Offene Universität, 2023) und ein Diplom in Journalismus (Central Executive College, 2003). Außerdem ist sie Gesamtsieger & Investigativer Journalist des Jahres 2012 des Annual Media Awards-Medieninstitut für das südliche Afrika.

Beruflich bringt sie Erfahrungen mit aus dem Projektmanagement im Medien- und Kommunikationsbereich, bei Wasser-, Hygiene- und Sanitärprogrammen, Projektplanung, Katastrophenmanagement und -vorsorge, Stakeholder-Management, Überwachung, Bewertung und Berichterstattung.

Warum ist das Missionswerk für Sie wichtig?

Die Evangelisch-Lutherische Mission (ELM) ist ein Partner, der sowohl für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Malawi als auch für mich als Mitarbeiterin der ELCM von großer Bedeutung ist. Die ELM hat das Leben der Menschen durch verschiedene Programme und Projekte der ELCM wirtschaftlich und sozial verändert. Die Partnerschaft zwischen ELM und ELCM hat bei der Umsetzung der verschiedenen ELCM-Projekte zu mehr Wissen und Vielfalt geführt.

Welche Rolle spielt das Missionswerk für Sie als "Partner in Mission"?

Das ELM spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von Kapazitäten durch verschiedene Schulungen, Workshops und Treffen, bei denen eine Menge Wissen erworben wird. Darüber hinaus hat das ELM als Missionspartner mir als Einzelperson und anderen lutherischen Mitgliedern in Malawi, einschließlich der Jugend, durch die Unterstützung der Missionsarbeit zu unserem geistlichen Wachstum verholfen. Jugendliche übernehmen durch ihre Missionsarbeit und Schulungen eine führende Rolle in den kirchlichen Aktivitäten, was ein Zeugnis dafür ist, dass das ELM als Partner der ELCM durch verschiedene Projekte eine wichtige Rolle spielt. Diese Partnerschaft führt nicht nur bei Lutheranern, sondern auch bei Nicht-Lutheranern zu positiven Ergebnissen. Ein gutes Beispiel ist ein nicht-lutherisches Waisenkind, das von einem lutherischen Stipendium profitiert, das vom ELM unterstützt wird, und das in Zukunft eine wichtige Stütze für die Gesellschaft in Malawi sein wird.

Gab es ein besonderes Ereignis in Ihrer Kirche, bei dem das Missionswerk prägend war? Wenn ja, dann beschreiben Sie bitte dieses Ereignis?

Durch das Friedensort2GO-Camp 2023, das vom 14. April bis zum 21. April im e-mseni Christian Centre in Johannesburg, Südafrika, unter dem Thema "Un-learn poverty - let education drive peace and justice" stattfand und an dem die Evangelisch-Lutherische Kirche in Malawi mit zwei Vertretenden teilnahm, war es eines der besonderen Ereignisse für unsere Kirche, da Kirchenmitglieder der ELCM in unserer Gemeinde die Erfahrungen, die wir bei dem Treffen gemacht haben, austauschen konnten.

Das Treffen, das von den beiden Moderatorinnen des ELM, Hannah Rose und Ingrid Lüdeman, geleitet wurde, hat mich sehr inspiriert. Die verschiedenen Referent*innen, die ihre Erfahrungen zu den Themen Bildung, Armut, Frieden und Gerechtigkeit teilten, wie z.B. JET Education durch eine Präsentation von Rachel Neville, deren Hauptthema die frühkindliche Entwicklung war, und der biblische Beitrag von Pfarrerin Rosalie Madika waren sehr wichtig und öffneten mir die Augen, wenn ich mir anschaue, wie meine Kirche die Dinge in dieser modernen Welt zum Besseren wenden kann.

Zum ersten Mal hatte ich die Gelegenheit, zwei andere bemerkenswerte Orte zu besuchen:
- Hillbrow Outreach Foundation, Skills Development & Training Centre, wo eine Reihe von Aktivitäten wie Schneidern und Entwerfen, Musik, Kochen, moderne landwirtschaftliche Technologien, Klempnerarbeiten, Kosmetik und Töpfern stattfinden. Dort finden Aktivitäten statt, die das Leben der Jugendlichen wirtschaftlich verbessern sollen, und das war etwas, was ELCM als Partner auch gelernt hat, was den Umgang mit den Problemen der Jugendlichen und ihre sozioökonomische Befähigung betrifft.

- Besuch in Soweto (Mandela House, Desmond Tutu House und Hector Pieterson Museum), wo ich wertvolle Einblicke in die südafrikanische Geschichte erhielt.
 
Bei der Ausarbeitung von Vorschlägen war ich sehr erfreut, als die beiden Moderatorinnen aufzeigten, wie man einfache und unkomplizierte Vorschläge für unsere Partner ausarbeitet. Das Treffen war für mich sehr wichtig, da es mir die Augen öffnete, was die Entwicklung von Vorschlägen angeht, und ich lernte von anderen Kirchen verschiedene Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen, die wiederum dazu beitrugen, unsere Ideen zu entwickeln, und wir tauschten uns darüber aus, wie wir mit der Armut umgehen können, damit Bildung Frieden und Gerechtigkeit fördert und wir dadurch wirtschaftlich gestärkt werden.

Was erhoffen Sie sich für Ihre Kirche für die weitere Zukunft vom Missionswerk?

Ich würde es zu schätzen wissen, wenn das ELM uns weiterhin durch verschiedene Projekte unterstützen und unsere Fähigkeiten weiter stärken würde, um das Wachstum der Kirche und die sozioökonomische Befähigung der Jugend zu fördern, damit sie auf eigenen Füßen stehen kann.

Was ich dem Missionswerk sonst noch sagen will:

Als Person möchte ich, dass sich die Missionsorganisation durch Schulungen für den Kapazitätsaufbau von Mitarbeitenden engagiert und den Austausch von Erfolgsgeschichten mit anderen Kirchenmitgliedern durch internationale Schulungen koordiniert.

 

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