Joseph Ngoé/Zentralafrikanische Republik

Pastor Joseph Ngoé hat im Jahr 2000 an der Fakultät für Evangelische Fakultät von Yaoundé einen Masterabschluss in allgemeiner Theologie und 2017 an der Fakultät für Evangelische Theologie von Bangui (Yaoundé) einen Masterabschluss in Missionswissenschaften erworben. Er wurde am 15. Dezember 2000 ordiniert und war von 2003 bis 2005 zunächst Professor und dann Direktor der Pastorenschule, von 2010 bis 2015 Direktor der Bibelschule und gleichzeitig Präsident der Region West. Als Doktorand wurde er im November 2020 zum Präsidenten der Kirche gewählt und am 21. März 2021 in sein Amt eingeführt. Der 64-Jährige ist verheiratet, Vater von fünf Kindern und Großvater von vier Enkelkindern.

Warum ist das Missionswerk für Sie wichtig?

In der Geschichte unserer Kirche und im Rahmen der Partnerschaft ist das ELM der zweite Partner nach der ELCA. Das bedeutet, dass das ELM nicht nur ein strategischer, sondern auch ein historischer Partner ist. Die Zusammenarbeit und die gemeinsame Durchführung von Aktionen über Jahrzehnte hinweg zeugen bereits von der Bedeutung für die EELRCA. Das ELM engagiert sich im Rahmen der Ausbildung von theologischen Mitarbeitenden (Pastorenschule, Bibelschule und dezentrale theologische Bildung), ohne die Arbeit der Kirchenverwaltung zu vergessen.

Welche Rolle spielt das Missionswerk für Sie als „Partner in Mission“?

Als "Partner in Mission" spielt das ELM eine wichtige Rolle bei der Begleitung der EELRCA in ihrem Einsatz für die Bevölkerung des Landes. Im Rahmen des gegenseitigen Austausches zielt diese Begleitung auch auf die Vermittlung von Kompetenzen für eine Süd-Süd-Partnerschaft ab.

Gab es ein besonderes Ereignis in Ihrer Kirche, bei dem das Missionswerk prägend war? Wenn ja, dann beschreiben Sie bitte dieses Ereignis?

Bei der Generalsynode 1994 in Mamadou-Sara in Bouar war das ELM als einziger Partner vertreten, als unsere Kirche über die Verfassung abstimmen musste. Nur das ELM führte Gespräche zwischen den Befürwortern und den Gegnern, um einen Konsens zu erreichen. Die EELRCA schätzt diesen besonderen Beitrag zu einem besonderen Zeitpunkt und wird ihn in Erinnerung behalten.

Was erhoffen Sie sich für Ihre Kirche für die weitere Zukunft vom Missionswerk?

Unsere Hoffnung bleibt die gegenseitige Unterstützung in allen Bereichen (ganzheitlich), solange wir leben und solange die Partnerschaft besteht.

In welchen Bereichen sollte sich das Missionswerk engagieren?

Im Rahmen der drei (Ausbildungs-)Bereiche, die die EELRCA zur Erfüllung ihrer Mission durchführt, ist das ELM vor allem an der Ausbildung der Pastoren und Pastorinnen beteiligt, ohne die die Kirche nicht vorankommen wird.

Was ich dem Missionswerk sonst noch sagen will:

Die Partnerschaft gleicht einer Ehe, in der sich die Partner verpflichten für das Beste und das Schlechteste, für gute und für schlechte Zeiten. Wir planen den Bau eines Hotels in Bangui, um die Kirche in der Hauptstadt sichtbar zu machen. Die Partnerschaft zwischen der EELRCA und dem ELM ist kein Zufall, sondern Gottes Wille.

 

Über die Ev.-luth. Kirche in der Zentralafrikanischen Republik:

Die Ev.-luth. Kirche in der Zentralafrikanischen Republik (früher Oubanguiu-Chari) ist hervorgegangen aus der in Kamerun ansässigen amerikanischen Sudan-Mission und nannte sich 1930 „Ev.-luth. Kirche von Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik“. 1973 hat sie sich von der Kirche Kameruns getrennt. Sie hat ca. 90.000 Mitglieder in sieben Kirchenkreisen, 67 Pastoren und drei Pastorinnen.  Die Kirche arbeitet in drei Bereichen: Evangelisation, theologische Ausbildung und Diakonie.

Splashscreen