Geschlechtergerechtigkeit: Ein Video-Interview mit Lilana Kasper

Gabriele De Bona hat mit der Direktorin der Lutherische Gemeinschaft im Südlichen Afrika (LUCSA) über internationale Theologie und Geschlechtergerechtigkeit im Rahmen der Gender-Sommerakademie gesprochen.

Welche Impulse entstehen, wenn Menschen aus verschiedenen Kontinenten und Kirchen gemeinsam lernen? Im Videointerview berichtet Lilana Kapser von ihren Erfahrungen bei der International Gender Sommerakademie in Lilongwe, Malawi. Sie spricht über den internationalen Austausch, neue Ansätze in der theologischen Bildungsarbeit und die Bedeutung kontextbezogener Bibelauslegung. Besonders beeindruckt haben sie Workshops, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit theologischer Reflexion verbinden, sowie Bibelarbeiten, die vertraute Texte aus neuen kulturellen Perspektiven erschließen.

Frauen in der Kirche stärken

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Rolle von Frauen in der Kirche. Lilana Kapser beschreibt, wie wichtig sichtbare Theologinnen und Pastorinnen als Vorbilder sind – insbesondere in Ländern, in denen Frauen im Pfarramt noch selten sind. Sie erläutert, welche Hürden Frauen auf dem Weg in den kirchlichen Dienst begegnen und warum internationale Begegnungen junge Frauen ermutigen können, sich für Theologie und kirchliche Leitungsaufgaben zu entscheiden.

Gendergerechtigkeit als gemeinsamer Auftrag

Als Programmverantwortliche bei LUCSA (Lutheran Communion in Southern Africa) gibt Lilana Kapser außerdem Einblicke in die Arbeit für Gendergerechtigkeit in den Mitgliedskirchen des südlichen Afrikas. Sie berichtet von Studien, Bildungsprogrammen und Trainings zur Gewaltprävention sowie von der Förderung einer Kultur des respektvollen Miteinanders. Das Interview macht deutlich, wie internationale Partnerschaften, theologischer Dialog und gemeinsames Lernen dazu beitragen können, Kirchen gerechter, vielfältiger und zukunftsfähiger zu gestalten.

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