Weihnachten: Gott kommt in die Niedrigkeit der Welt

Gott schämt sich der Niedrigkeit des Menschen nicht.
Er geht mitten hinein, er wählt einen Menschen zu seinem Werkzeug
und tut seine Wunder dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

An mancher Stelle im zurückliegenden Jahr wird das, was Dietrich Bonhoeffer mit "Niedrigkeit des Menschen" bezeichnet, für uns eine ganz reale Erfahrung geworden sein: Im Kontakt mit marginalisierten Menschen weltweit und in Deutschland. Beim Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen. Im Umgang miteinander, da wo man anderen etwas schuldig geblieben ist, und auch da, wo man zu schwach war, für etwas einzustehen. Im eigenen Erleben, wo man sich selbst als klein gemacht erfahren hat.

Gott antwortet in seiner ganz eigenen Weise darauf. Er ist sich nicht zu schade, Menschen zur Seite zu stehen: in ihrem Tun, im Erleiden und auch im Versagen. Weihnachten ist das sichtbare Zeichen dafür. Wenn er Mensch wird und wenn er Menschen zu seinem Werkzeug wählt. 
Ich sage ein herzliches Danke für die zahlreichen Gelegenheiten, in denen Sie uns im ELM im Gebet, durch Nachfragen und auch durch Ihre Spenden unterstützt haben, Gottes Antwort für die Welt eine Gestalt zu geben.

Ich wünsche Ihnen ein freud- und friedvolles Weihnachtsfest.
Gottes Segen geleite Sie ins neue Jahr.

Ihr
Holger Siebert, Direktor

*Quelle: London 1933-1935, DBW Band 13, Seite 339f; www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/354-gott-schaemt-sich-der-niedri 

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