"Das Leben ist nicht verhandelbar ..."
Indigene Gemeinschaften in Brasilien sind ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, gegen die Klimakrise zu kämpfen.
Im April 2025 zum Beispiel versammeln sich ca. 8000 Delegierte in Brasilia und setzen sich mit Herz und Seele für ihre Gebiete und die Umwelt ein. Ihre Perspektiven zeigen uns, wie sich der Klimawandel auswirkt und warum wir überall an einem Strang ziehen sollten. Ein 92-jähriger Stammesführer macht deutlich, wie schlimm die permanente Zerstörung der Wälder und Flüsse ist. Er fordert, dass die Abholzung aufhört und kritisiert Projekte wie Eisenbahnen, die ihren Gebieten schaden könnten. Außerdem bittet er die Welt, Krieg und den Raubbau an der Natur schnellstmöglich zu stoppen.
Joziléia Kaingang, Sekretärin der Nationalen Vereinigung indigener Frauen (Anmiga), erklärt, wie die verschobenen Regen- und Trockenzeiten für existentielle Unsicherheiten sorgen. Das schränkt den traditionellen Ackerbau ein, weil die bekannten Pflanz- und Erntezeiten nicht mehr passen.
Die bekannte indigene Influencerin, Alice Pataxó, nutzt soziale Medien, um klarzumachen, wie wichtig der Schutz indigener Gebiete für den Klimaschutz ist. Sie kritisiert die wirtschaftliche Ausnutzung des Amazonasgebiets und betont, dass die Stimmen der indigenen Völker in globalen Klimadiskussionen mehr Gehör finden müssen.
"Wir, indigene Völker, spielen eine tragende Rolle für das Überleben unseres Planeten! Das Leben ist nicht verhandelbar, die biologische Vielfalt hat keine zweite Chance."
Txai Suruí vom Volk der Paiter Suruí engagiert sich ebenfalls online, kämpft auf internationalen Konferenzen für Klimaschutz und die Rechte indigener Völker. Bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021 hat sie hervorgehoben, dass indigene Gemeinschaften im Frontkampf gegen den Klimawandel stehen und unterstrichen, dass wir schnell handeln müssen. Als Repräsentantin der neuen Generation indigener weiblicher Führungskräfte glaubt sie, dass der Erhalt der brasilianischen Wälder auch in Europa die Klimaschutzpolitik beeinflussen kann. Sie sieht im Klimaschutz eine heilsame Lösung für ein friedliches Miteinander der Menschen.
Diese Stimmen zeigen, mit welchen Herausforderungen indigene Gemeinschaften in Brasilien angesichts der Klimakrise konfrontiert sind. Sie wollen nicht nur ihre traditionelle Lebensweise schützen, sondern fordern auch mehr Anerkennung und solidarische Unterstützung weltweit.
So sehen auch wir vom ELM auch unsere Rolle, unsere brasilianische Partnerkirche bei ihrem Engagement für die Rechte der Natur und der Menschen, die sie schützen, solidarisch zu unterstützen.
Mehr Informationen und Kontakt:
Referent Globale Nachhaltigkeit/
Ökumenische Zusammenarbeit Russische Föderation
Waldemar Rausch
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