Vor kurzem meinte er, dass ich für ihn ein „sicherer Punkt“ sei; jemand, auf den er sich verlassen könne und ihn motiviere, jeden Tag ins Projekt zu kommen. Dieser sichere Punkt werde ihm fehlen, wenn ich bald wieder nach Deutschland zurückkehre. Er werde mich unglaublich vermissen.
In dem Moment musste ich erst einmal schlucken. Plötzlich wurde mir bewusst, dass mein Einsatz hier viel mehr bedeutet, als ich manchmal denke. Ich bin nicht nur ein kleiner Teil eines großen Projekts, spiele mit den Kindern oder unterrichte Englisch. In Wahrheit kann allein die Tatsache, dass man da ist, für ein Kind von unschätzbarem Wert sein.
Seit diesem Gespräch begleitet mich ein Gedanke, der mich sehr traurig macht: Während ich in wenigen Monaten wieder in mein gewohntes Leben nach Deutschland zurückkehre, bleibt dieser Junge hier, mit all den Herausforderungen, Unsicherheiten und Sorgen, die sein Alltag mit sich bringt. In solchen Momenten wird mir klar, wie wichtig das Projekt ist. Wenn im Leben der Kinder alles ins Wanken gerät, bleibt mein Projekt ein Ort, der Halt gibt. Ein Ort, an dem jemand fragt, wie es ihnen geht. Ein Ort, an dem sofort bemerkt wird, wenn ein Kind fehlt. Ein Ort, an dem jedes einzelne Kind zählt.“
Darum entsenden wir junge Menschen in solche Projekte.
BITTE UNTERSTÜTZEN SIE UNS MIT IHRER SPENDE für das Freiwilligenprogramm, damit wir junge Menschen gut auf einen solchen Dienst vorbereiten, sie während der Zeit unterstützen, bei schönen und schweren Erfahrungen sowie der Rückkehr begleiten können.
Ich grüße Sie herzlich und danke für Ihre Spenden und Gebete – sowohl für die jungen Menschen, als auch die vielen engagierten Mitarbeitenden und Menschen in den Partnerkirchen und hier im ELM.
Holger Siebert
Direktor