Über Grenzen

Internationale Filmreihe Hannover

25. Februar bis 18. März 2026

Konflikte, Kriege und Zerstörung prägen den aktuellen Blick auf die Welt. Menschen und Natur leiden unter strukturellen Systemen der Gewalt. Doch überall auf der Welt sind Menschen aktiv, dem etwas entgegenzusetzen. Insbesondere dort, wo sie Grenzen überwinden, um Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit zu suchen. Auch in der zweiten Auflage unserer Internationalen Filmreihe zeigen wir Spielfilme und Dokumentationen, die über Grenzen hinaus weisen. Wir laden Sie ein auf Filmreisen nach Brasilien, Sudan, Venezuela, Palästina, Malawi, Südafrika, Simbabwe, Senegal und Kolumbien.

Alle sind willkommen. Eintritt frei.

Termin & Ort Film
Mittwoch, 25. Februar
18:00 Uhr
Kino im Künstlerhaus
Das Tiefste Blau
Spielfilm, Brasilien, Mexiko, Chile, Niederlande 2025; 87 Min;
deutsche Fassung; FSK 6
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Die 77-jährige Tereza lebt in einer kleinen Industriestadt im Amazonasgebiet. Eines Tages erhält sie die Anweisung, in eine Seniorenkolonie zu ziehen. Die junge Generation soll sich stattdessen voll und ganz auf Produktivität und Wirtschaftswachstum konzentrieren. Doch Tereza widersetzt sich. Sie begibt sich auf eine transformative Reise hinein in das Amazonasgebiet. Denn einen letzten Wunsch will sie sich erfüllen, bevor man ihr die Freiheit nimmt.
Eröffnung der Filmreihe

Freitag, 27. Februar
19:00 Uhr
Kino im Sprengel
Heroic Bodies
Doku, Sudan 2022; 95 Min;
Arabisch mit engl. UT
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Sudanesischen Frauen wurde während der gesamten Moderne das Recht auf ihren eigenen Körper verweigert, wobei sie brutalen und unvorstellbaren Formen der Unterdrückung ausgesetzt waren. Der Film untersucht die vielfältigen Formen des Kampfes und Widerstands sudanesischer Frauen. Regie: Sara Suliman.
Anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin.

Dienstag, 3. März
18:00 Uhr
Kino im Künstlerhaus
Niños de Las Brisas
Doku, Venezuela 2022; 84 Min;
Spanisch mit engl. UT
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Eine Geschichte über Widerstand, Widerstandsfähigkeit und Ausdauer, die die Kraft der Disziplin und der klassischen Musik als Mittel im Überlebenskampf untersucht. Der Dokumentarfilm begleitet drei venezolanische Kinder aus dem armen Stadtteil Las Brisas auf ihrem Weg, im Rahmen des Musikprogramms „El Sistema“ professionelle Musiker zu werden. Über einen Zeitraum von zehn Jahren versuchen Edixon, Dissandra und Wuilly, sich trotz der großen Herausforderungen und der schwierigen Lage ihres Landes eine bessere Zukunft aufzubauen. Ein Film mit einer hoffnungsvollen und ermutigenden Botschaft.
Anschließend Filmgespräch.

Mittwoch, 4. März
18:00 Uhr
Kino im Künstlerhaus
Yalla Parkour
Doku 2025; 89 Min;
Arabisch/Schwedisch mit engl. UT; FSK 12
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Auf ihrer unermüdlichen Suche nach Erinnerung und Zugehörigkeit begegnet die in den USA geborene palästinensische Filmemacherin Areeb Zuhaiter im Internet dem Parkour-Athleten Ahmed und freundet sich mit ihm an. Die jugendlichen Parkour-Läufer erhoffen sich Aufmerksamkeit in den sozialen Medien, um Gaza verlassen zu können. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise durch ihr Land und zueinander. Der Film thematisiert u.a. die Bedeutung von Verlust von Heimat und die Auswirkungen eines Lebens im Exil. Yalla Parkour bietet einen letzten Blick auf Gaza und damit auf eine Stadt, die es so nicht mehr gibt.
Anschließend Filmgespräch mit palästinensischen Gästen.

Dienstag, 10. März
19:00 Uhr
Kino im Sprengel
The Gunless Soldier
Spielfilm Malawi 2025; 75 Min;
Chichewa mit engl. UT; FSK 16
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Die Geschichte spielt in einem Dorf, das von Korruption und Brutalität terrorisiert wird, und handelt von Wonani, einer jungen Frau, deren Mutter getötet wurde. Entschlossen, Gerechtigkeit zu suchen, begibt sie sich auf eine Mission der Rache. Unterwegs trifft sie einen mysteriösen Mann, der als „der Kommandant“ bekannt ist. Ihre Reise bringt Schmerz und Verlust mit sich, aber letztendlich entscheidet sie sich für Frieden, Gerechtigkeit und Wiederaufbau statt für endlose Rache. Regie: Joyce Mhango Chavula.
Anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin.

Filmabend mit dem Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen - ELM

Mittwoch, 11. März
18:00 Uhr
Kino am Raschplatz

Transactions – Generation Africa
Doku 2022; 50 Min; Simbabwe und Südafrika; Ndebele mit engl. UT

Nyasha. It simply means grace
Doku 2023; 20 Min; Südafrika; Orig. mit dt. UT.

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Transactions – Generation Africa
Die Wirtschaft Simbabwes ist zusammengebrochen; viele Menschen sind auf Geldüberweisungen von Familienangehörigen im Ausland angewiesen. Frank, Miles und Portia arbeiten im Ausland, ihre Schwester sucht nach einer Möglichkeit, ebenfalls auszuwandern – all dies hat Auswirkungen auf die Familiendynamik.

Nyasha. It simply means grace
Die Protagonistin Nyasha erzählt an unterschiedlichen Stationen in der Grenzstadt Musina von ihrem Leben zwischen der hoffnungslosen Vergangenheit in ihrer Heimat Simbabwe und der Hoffnung auf eine Zukunft in Südafrika. Hier wird jedoch kaum jemand mit offenen Armen empfangen. Geflüchtete und Migrantinnen sind auf sich selbst gestellt.

Anschließend Gespräch mit Gästen der Lutheran Community Outreach Foundation in Hillbrow, Johannesburg - Südafrika.

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F a m i l i e n - K i n o

Sonntag, 15. März
16:00 Uhr
Kino im Sprengel
Das Mädchen Wadjda
Drama 2012; 97 Min; Deutschland/Saudi-Arabien;
deutsche Fassung; FSK 0
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Das Mädchen Wadjda erzählt die Geschichte der aufgeweckten und selbstbewussten zwölfjährigen Wadjda, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Riad lebt. Ihr größter Wunsch ist ein grünes Fahrrad, doch in ihrer Umgebung gelten strenge Regeln: Mädchen sollen nicht Fahrrad fahren. Trotz aller Widerstände gibt Wadjda ihren Traum nicht auf. Sie versucht, selbst Geld zu verdienen und erledigt kleine Botengänge. Als sie dabei von der strengen Schuldirektorin erwischt wird, scheint ihr Plan zu scheitern. Dann entdeckt Wadjda eine neue Chance: Bei einem Koran-Wettbewerb winkt ein Geldpreis.
Familienkino mit Kaffee und Kuchen.

Mittwoch, 18. März
19:00 Uhr
Kino am Raschplatz
Igualada
Doku 2023; 81 Min; Kolumbien, USA, Mexiko;
Spanisch mit engl. UT
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Die Aktivistin Francia Márquez fordert den Status Quo heraus und kandidiert 2022 für die Präsidentschaftswahlen in Kolumbien, ein Land, das durch Rassismus und sozio-ökonomische Ungleichheit geprägt ist. Als Schwarze Frau aus einer ländlichen Region Kolumbiens macht sie sich den abwertenden Begriff „igualada” zu eigen und ermutigt damit, sich nicht mit dem zugewiesenen Platz in der Gesellschaft abzufinden. Der Regisseur begleitet Márquez Werdegang 15 Jahre lang aus nächster Nähe und zeigt, wie aus Unterdrückung und Wut eine unvorhergesehene Kraft entstehen kann, die die Machtdynamiken in einem Land verändert. Die biografische Dokumentation ermöglicht eine inspirierende Begegnung mit einer starken Frau und einer Graswurzelbewegung, die Vorbild für Aktivist*innen überall auf der Welt sein kann.
Anschließend Filmgespräch.

Eine gemeinsame Veranstaltung ...

Die Filmreihe ist eine gemeinsame Veranstaltung von Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen, Freundeskreis Malawi, German-African Association for Knowledge and Technology Transfer e.V. (GAAKT),  Land der zwei Nile, Niedersachsen Global, Palästina Initiative, Südamerika-Zentrum Hannover e.V., Umodzi wa a Malawi in Germany e.V. und Verein Niedersächsische Bildungsinitiativen e.V. 

Kontakt:

Referent Advocacy International/
Ökumenische Zusammenarbeit Malawi
Tobias Schäfer-Sell
Telefon +49 (0)511 1215-292
t.schaefer(at)elm-mission(dot)net

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