Zeichen der Hoffnung für zentralafrikanische Partnerkirche

Begegnung von christlichen und muslimischen Jugendlichen im Jugendzentrum in Bouar, ZAR.

„Für uns ist die Nachricht von der Bereitschaft zu einem Friedensabkommen der Regierung der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) mit 14 Rebellengruppen im Land eine gute Nachricht“, sagt Hannah Rose, zuständige Referentin des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) für Ökumenische Zusammenarbeit in der ZAR. „Wir nehmen sie nicht zuletzt als Zeichen der Hoffnung für unsere lutherische Partnerkirche dort wahr. Das ELM hoffe, dass dieses Friedensabkommen im Gegensatz zu den sieben vorherigen Abkommen gehalten werde! „Beten wir dafür, dass das Abkommen in dieser Woche noch unterschrieben wird. Hoffen wir, dass die beteiligten Staatspräsidenten aus dem Sudan und dem Tschad dafür nach Bangui reisen“, so Rose. Gleichzeitig ruft sie dazu auf, die Kirchen des Landes im Gebet dabei zu unterstützen, eine Botschaft von Vergebung und Versöhnung auszusenden in der Hoffnung, ihren Beitrag zur Befriedung des Landes geben zu können. Dazu gehöre auch, dass die im Moment immer noch ausgeklammerten Streitpunkte zu Amnestie und Rechtsprechung gut gelöst würden, unterstreicht Rose, „damit der zerstörerische Kreislauf der Straflosigkeit von Kriegsverbrechen durchbrochen werden kann.“

 Mit dieser Stellungnahme reagiert das ELM auf die jüngsten Meldungen aus der ZAR, in der seit 2013 ein blutiger Konflikt herrscht, der vor allem von muslimischen und christlichen Milizen ausgetragen wird. Laut evangelischer Presseagentur (epd) sei das in Kürze angestrebte Friedensabkommen unter Vermittlung der Afrikanischen Union zustande gekommen. Smaïl Chergui, Vermittler und AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, teilte demnach auf Twitter mit, dass sich die Konfliktparteien am vergangenen Samstag auf einen Friedensschluss geeinigt hätten. Die Verhandlungen dazu hatten am 24. Januar in der sudanesischen Hauptstadt Khartum begonnen.

Auch die zentralafrikanische Partnerkirche des ELM ist im Verlauf des Konflikts Opfer gewaltsamer Übergriffe auf Menschen, Kirchen und diakonische Einrichtungen geworden. Nichtsdestotrotz hat sie immer wieder zu Frieden und Versöhnung zwischen den Religionen aufgerufen.

Darum unterstützt das ELM die Friedensarbeit seiner zentralafrikanischen Partnerkirche. Dazu gehört u.a., in ihrem Jugendzentrum in Bouar die Begegnungen von christlichen und muslimischen Jugendlichen und damit den sozialen Zusammenhalt in der Region zu stärken und den Dialog zwischen verschiedenen Gruppen zu fördern. 

Das ELM setzt sich für seine lutherische Partnerkirche in der ZAR ein und fördert verschiedene Projekte durch Spenden
(Spendenkonto IBAN DE54 2575 0001 0000 9191 91 – oder www.spenden-fuer-mission.de, Stichwort: Friedensarbeit ZAR). Info: Stephan Liebner, Fundraising, Tel.: (05052) 69-240

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