Swasiland - Monarchie ohne Menschenrechte

König Mswati III. gibt Millionen für seinen 50. Geburtstag aus, während das Volk hungert

Hannover - Swasiland ist die letzte absolute Monarchie in Afrika. Alles Land gehört dem König. Es gibt kein Privateigentum, Land wird lediglich von königlichen Verwaltern zur Nutzung zugeteilt. Hier herrscht, auf der Größe von Hessen, König Mswati III. über gut 1 Millionen Landsleute, die er finanziell aussaugt, deren Menschenrechte er mit Füßen tritt und deren Versuche auf demokratische Reformen er gewaltsam unterdrückt.

2018 ist für Swasiland ein besonderes Jahr, denn das Land feiert 50/50. Den 50. Geburtstag des Königs und seine 50-jährige Unabhängigkeit. Das wird teuer! Fast 2 Millionen US-Dollar hat der König im Staatshaushalt schon mal veranschlagt. Erst kürzlich hat er sich einen neuen Privatjet gegönnt, mit dem er und seine 14 Frauen zum Shopping um die Welt fliegen. Derweil leidet das Volk unter Hunger, Armut und AIDS. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist HIV-positiv. Damit gehört Swasiland zu den Ländern mit der höchsten Infektionsrate weltweit. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 50 Jahren. 80 Prozent der Bevölkerung lebt auf dem Land „von der Hand in den Mund“. Die meisten müssen von weniger als zwei US-Dollar existieren. Jeder Vierte ist am Verhungern.

Der ehemalige Bischof der lutherischen Kirche, Musa Biyela, nennt sein Land in einem Atemzug mit Simbabwe: „Das Mugabe ein Diktator war, weiß die ganze Welt. Das wir von König Mswati III. beherrscht werden, weiß keiner!“ Dies will das kürzlich erschiene Buch „Swasiland – Monarchie ohne Menschenrechte!“ ändern, herausgegeben vom Ev. Missionswerk in Deutschland (EMW) und der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA).

 

Auf Einladung des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachsen (ELM) kommen zwei der Autor/innen am 27. September nach Hannover. Wir laden Sie herzlich ein zum Gesprächsabend „Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft in der Monarchie Swasiland – Und was hat das mit uns zu tun?“ mit:

  • Tangetile Dlamini, HIV/AIDS Research Managerin der Organisation National Emergency Response on HIV and AIDS (NERCHA)
  • Sicelo Vilane, Journalist und Gewerkschaftler der Media Workers Union of Swaziland

Am:            Donnerstag, 27. September 2018

Um:            19 Uhr

Im:              Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, Hannover

Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen.

 

Das ELM setzt sich für seine lutherischen Partnerkirchen im südlichen Afrika ein und fördert vielfältige Projekte durch Spenden (Spendenkonto IBAN DE54 2575 0001 0000 9191 91 – oder www.spenden-fuer-mission.de, Stichwort: Swasiland). Info: Stephan Liebner, Fundraising, Tel.: (05052) 69-240

Der Veranstalter:

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im Verbund mit 23 Kirchen in 19 Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von TheologInnen und Entwicklungsfachkräften zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.

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