Gottes Fülle als Zusage und Auftrag

Das Hermannsburger Missionsfest 2018 mit einer klaren Botschaft 

Hermannsburg. Die Botschaft, die vom diesjährigen Hermannsburger Missionsfestes ausging, ist unmissverständlich: „Es reicht. Für alle.“ Das ist Gottes Zusage für die Menschen, aber auch Auftrag zugleich – das nahmen die Gäste mit in ihre Gemeinden ob im Inland oder in den Partnerkirchen des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM).

„Wir haben durch die Beteiligten aus aller Welt erlebt, was die Fülle der Gemeinschaft der Christinnen und Christen uns schenkt“, so ELM-Direktor Michael Thiel. So sei das Netz sichtbar geworden, dass das ELM mit aller Welt verbinde. Deutlich sei aber auch geworden, was Pastor Elorm Nick Ahialey-Mawusi aus Togo in seiner Predigt am Vormittag zum Ausdruck brachte: „Er hat uns darauf hingewiesen, dass Gott uns alles schenkt, was wir zum Leben brauchen, aber dass wir verantwortlich sind, dass es für alle reicht.“  

Nachdrücklich wies dieser auf Ursachen von Kriegen, Hunger und Flucht in vielen Teilen dieser Erde hin, bei denen es um Einflussnahme und die Ausbeutung z.B. von Rohstoffen gehe, von denen die Menschen in den Ländern selbst nichts hätten, sondern Opfer von Macht- und Profitgier würden. Es gebe Millionen von Menschen, die täglich nichts zu essen hätten, während in Deutschland tonnenweise Essen weggeworfen werde, Menschen, die ausgebeutet und unter unmenschlichen Bedingungen arbeiteten, „nur damit wir billige Schokolade und Bananen verzehren können, während sie es sich kaum leisten können ihre Familien zu ernähren oder ihren Kindern Bildung zu ermöglichen.“ Große Unternehmen herrschten in Afrika und anderswo, das Wasser verschmutzend, Länder und Wälder einnehmend und zerstörend, um Geld zu verdienen. „Und unsere Städte im Westen sind diejenigen, die davon profitieren“. 

Es gebe Länder wie der Kongo, die reich an Kobalt, Diamanten, Gold, etc. seien, dennoch gehörten sie zu den ärmsten Nationen auf der Erde. „Warum? Weil Agenten der Zerstörung es genauso wollen“, so Ahialey-Mawusi. Aber, so Pastor Ahialey-Mawusi, den Blick auf Christus lenkend, „so, wie der Zerstörer täglich seiner Arbeit nachgeht, ist auch der Erlöser täglich am Arbeiten, um die Werke des Bösen zu zerstören“.

„Sein Ziel ist es Leben im Überfluss zu schenken, zu retten, zu erlösen, zu erhalten, zu teilen, hinzuzufügen und wiederherzustellen. Du und ich sollen an dieser Mission teilhaben.“ 

Wie diese Teilhabe aussehen kann, dass haben die Gäste auf dem Campus der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie an diesem Tag auf vielfältige Weise miteinander bedacht, ausprobiert und gefeiert: im Gottesdienst, in den zahlreichen Arbeitsgruppen, aber vor allem in der Begegnung und in dem Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für das Leben und die Schöpfung.

„So wächst die Mission“, sagte Pastor Thomas Wojciechowski, Leiter der Abteilung Globale Gemeinde des Missionswerks, allen Unkenrufen zum Trotz, die Mission sei am Ende. Er lenkte dabei u.a. den Blick auf die Nord-Süd-Freiwilligen des ELM-Programms „Seitenwechsel“, die das ELM seit vielen Jahren in sozialdiakonische Projekte im außereuropäischen Ausland entsendet – in diesem Jahr 38. Sie wurden dabei von den 15 Süd-Nord-Freiwilligen gesegnet, die ihrerseits im Rahmen des Seitenwechsel-Programms einen Dienst in norddeutschen Einrichtungen leisten. „Ihr seid mit die Zukunft der Mission“, rief Wojciechowski den jungen Leuten zu und bedankte sich für deren Einsatz.

In diesen Dank schloss er alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer ein, die zum Gelingen des Festes beigetragen hätten.

Hermannsburger Missionsfest 2018 - Impressionen

 

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