Buen Vivir - Das Recht auf ein gutes Leben

Hannover. „Das Recht auf ein gutes Leben“ unter diesem Titel lädt ein breites Bündnis entwicklungspolitisch engagierter Organisationen und Einrichtungen für den 26. Oktober, um 18:30 Uhr zu Konzert und Vortrag mit Alberto Acosta und der Grupo Sal in die Aula der Hannoveraner Tellkampfschule (Altenbekener Damm 83) ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht das Konzept des „Buen Vivir“, also des „Guten Lebens“.

Dieser stark von der Lebensweise indigener Völker Lateinamerikas geprägte Begriff  ist ein Gegenentwurf zu westlichen Konsum- und Wirtschaftsmodellen. Dabei geht es um Fragen nach solidarischem Miteinander von Mensch und Natur, Nachhaltigkeit und alternative  Lebens- und Gesellschaftsmodelle abseits von Wachstumszwängen.

Alberto Acosta, ehemaliger ecuadorianischer Minister für Bergbau und Präsidentschaftskandidat 2013, beschäftigt sich mit den grundlegenden Überlegungen des Konzeptes vom „Guten Leben". Er beschreibt Herausforderungen und Chancen, entwirft Szenarien einer gerechten Zukunft und stellt sie zur Diskussion. Dabei geht es um ein politisch-wirtschaftliches Konzept in globaler Perspektive mit großer Relevanz auch für Debatten hier im Lande.Begleitet wird Alberto Acosta von der international besetzten Musik-Gruppe „Grupo Sal“, die seit über 30 Jahren entwicklungs- und umweltpolitische Themen erfolgreich musikalisch-künstlerisch umsetzen.

Hintergrund

Alberto Acosta ist der bedeutendste Verfechter des indigenen Konzepts „Buen Vivir". Es propagiert – neben einem Leben im Einklang mit der Natur – eine neue „Ethik der Entwicklung“, ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Veränderung im Lebens- und Politikstil. Als ehemaliger Präsident der verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador trug er wesentlich dazu bei, dieses Modell in der neuen ecuadorianischen Verfassung zu verankern. Er hat als Erster den Versuch unternommen, aus dem indigenen Konzept des „Buen Vivir" politische Leitlinien für die westliche Welt zu entwickeln.

Angesichts des Scheiterns der aktuellen Wachstums- und Fortschrittskonzepte und der drohenden ökologischen und sozialen Krisen werden neue Ideen heute zu einer Frage des Überlebens. Das Konzept des „Buen Vivir" gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung und ist bereits in mehreren Verfassungen Südamerikas verankert.

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Einlass: 18.00 Uhr

Vor dem Konzert ist ein Interview mit Alberto Acosta auf Anfrage möglich. Kontakt: Tobias Schäfer (0511/1215-292 oder t.schaefer(at)elm-mission.net) oder Sabine Meyer (sabinemeyer(at)yahoo.com)

Ergänzend dazu findet auch folgende Veranstaltung statt:

Leibniz Universität Hannover, Conti-Campus, Königsworther Platz 1, Hochhaus, Raum 003

27. Oktober 2017, 10.30 – 12.30 Uhr

Buen Vivir - Das Recht auf ein gutes Leben

Workshop und Diskussion für SchülerInnen, Studierende und MultiplikatorInnen

Am Freitag den 27. Oktober haben SchülerInnen, Studierende und MultiplikatorInnen die Möglichkeit mit Alberto Acosta über das alternative Entwicklungskonzept „Buen Vivir“ zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfolge aber auch Hindernisse bei der Umsetzung des „Guten Lebens“ in der politischen Praxis sowie die Möglichkeiten der Übertragbarkeit des Konzepts auf die Gesellschaften des Globalen Nordens.

Eintritt frei, Anmeldung unter: sabinemeyer@yahoo.com

Veranstalter
Janun e.V. Region Hannover, Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover, Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover und das Evangelisch-lutherische Missionswerks in Niedersachsen in Kooperation mit der Klimaschutzleitstelle der Landeshauptstadt Hannover.

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