Von der Industrie bedrängt

Menschenrechte für Indigene Völker in Lateinamerika

Hannover – Am Dienstag, 15. März 2016, spricht um 19 Uhr Dr. Theodor Rathgeber, Mitarbeiter der UN-Menschenrechtskommission und Lehrbeauftragter der Universität Kassel, im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, Hannover zum Thema: „Im Visier des Rohstoffbooms: Indigene Völker in Lateinamerika“.

Das Hannoversche Büro für internationale kirchliche Zusammenarbeit (BikZ) des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen hat Rathgeber im Rahmen seiner Vortragsreihe „Reformation und die Eine Welt – Freiheit und Verantwortung“ eingeladen und gestaltet den Abend zusammen mit dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) und dem Südamerika-Zentrum Hannover e.V.

Die an Rohstoffen reichen Gebiete, in denen die indigenen Völker Lateinamerikas leben, seien trotz nationaler und internationaler Schutzgesetze zunehmend den Interessen der internationalen Agrar- und Rohstoffindustrie ausgeliefert. Zuletzt sei es Anfang 2016 in Südbrasilien wieder zu gewaltsamen Konflikten um Land gekommen, erläutert Tobias Schäfer vom BikZ den Hintergrund für diese Veranstaltung.

Da internationale Absichtserklärungen kaum Wirkung zeigten, sei ein aktives Eintreten für die Rechte der betroffenen Menschen durch die Zivilgesellschaft notwendig. Rathgeber wird in seinem Vortrag über wesentliche internationale Normen in Bezug auf die Rechte indigener Völker sprechen und auch beleuchten, welche Rolle die jüngsten Vereinbarungen zu Klimaabkommen und nachhaltigen Entwicklungszielen der UN aus der Perspektive der indigenen Völker spielen. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie sich aktiver und erfolgreicher Protest und Widerstand entwickeln kann. Im Verlauf von Vortrag und Diskussion sollen Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung indigener Völker entwickelt werden.

Nähere Informationen gibt es im BikZ, Otto-Brenner-Str. 9, 30159 Hannover, Telefon 0511-1215 293.

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