Reformationsjubiläum setzt Hoffnung frei

Auszug aus dem Gottesdienst zum Friedenssonntag in der Marktkirche mit (v.l.): Landesbischof Ralf Meister und IECLB-Präsident Nestor Friedrich; im Hintergrund Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann)

Hannover. „Volkstrauertag“ ist Friedenssonntag in der Marktkirche Hannover: In diesem Jahr beging ihn die Kirchengemeinde gemeinsam mit dem lutherischen Kirchenpräsidenten Nestor Friedrich aus Brasilien,  dem Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister und Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann.

Friedrich, der als leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) zu Besuch in Hermannsburg und Hannover war, betonte in seinem Grußwort an die Gemeinde die Notwendigkeit der Überwindung von Krisen und des Festhaltens an der Hoffnung: „Wir leben in einer Zeit vieler Auseinandersetzungen! Es herrscht religiöse und politische Polarisierung. Intoleranz, Aggressivität und Gewalt nehmen erschreckend zu.“

Die heutige Welt verursache „Seelenkrankheiten“, so Friedrich, „Hoffnungslosigkeit tötet und sie verleitet die Menschen zu wahren Wahnsinnstaten. Wer spricht noch Worte aus, die unsere Wunden heilen und die Trost bringen?“ Zuletzt formulierte der Kirchenpräsident die Hoffnung, dass „uns das Reformationsjubiläum ein neues Pfingstfest in der Perspektive des Friedens bereiten möge! In der Überwindung jeglicher Gewalt, die sich hauptsächlich gegen die Schwächeren, Kinder, Frauen, Flüchtlinge und Jugendliche richtet!“

Stadtsuperintendent Heinemann thematisierte in seiner Predigt die zahlreichen sozialen und gesellschaftlichen Nöte, „die in den meisten Ländern dieser Welt noch viel schärfer sind, als in unserem vergleichsweise reichen Land.“ Er freue sich über den Besuch des „Christenbruders aus Brasilien“. Heinemann verstand die internationale Beteiligung auch als starken Friedensimpuls, der schließlich aller ökumenischen Arbeit innewohne. „Am Volkstrauertag begegnen wir in unseren Kirchen Jahr für Jahr dem großen Elend und Leiden der Welt“, so Heinemann weiter, aber „stärker noch sind wir beschenkt mit dem schier unvorstellbaren Glauben von der Erlösung der seufzenden Kreatur.“

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