Der Missionsbasar lebt

Der Hermannsburger Missionsbasar zieht auch nach 90 Jahren seines Bestehens immer noch viele Gäste an.  

Hermannsburg. Weihnachtskekse kaufen im Oktober? Für den eingefleischten Fan des Hermannsburger Missionsbasars offensichtlich kein Problem. Und das beschert dem Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) in diesem Jahr über 12.500 Euro Umsatz. Der spätere Erlös kommt Projekten der ELM-Partnerkirche in Malawi zugute.

Horst Hinken strahlt: „Es ist ein wahnsinnig gutes Miteinander, die Leute denken positiv und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind mit Freude bei der Sache.“ Der ELM-Koordinator für den Basar freut sich über den guten Besuch und genießt die Atmosphäre. Vor und in den Gebäuden der Fachhochschule für interkulturelle Theologie herrscht reges Treiben. Schon kurz vor Eröffnung warteten Dutzende mit Vorfreude und Spannung darauf, eingelassen zu werden.

Der frühe Basartermin im Oktober tat ihrer Kauflaune keinen Abbruch. Die Hermannsburgerinnen und Hermannsburger und auch viele Auswärtige, die seit Jahren „ihrem“ Basar, der in diesem Jahr auf eine 90-jährige Geschichte zurückblickt, die Treue halten, nehmen den neuen Herbsttermin offensichtlich zunehmend an. Der leicht gestiegene Umsatz zeugt davon. Und auch neue Gäste, etwa aus Lindhorst im Landkreis Schaumburg, aus dem hessischen Ebsdorf oder auch aus dem nahegelegenen Sprakensehl haben sich auf den Weg nach Hermannsburg gemacht.  

Und so sicherte sich manch einer das erste Weihnachtsgeschenk – nicht nur bei den kunsthandwerklichen Angeboten afrikanischer Herkunft, sondern auch bei den vielen textilen Produkten, für die wieder viele fleißige Hände gestrickt, genäht und gebastelt haben. Viele versuchten ihr Losglück, um einen der 450 von Firmen in Hermannsburg und sogar aus der Region gestifteten Tombolapreise zu gewinnen. Auch der Appetit auf das reichhaltige süße und herzhafte herbstlich-kulinarische Angebot war groß, ganz zu schweigen von dem riesigen Kuchenbuffet, das in der Kaffeestube zeitweise ebenso zu Platzmangel führte wie auf dem Flohmarkt oder in der Bücherstube.

Am Ende näherte sich das Gewicht der veräußerten Bücher der 1000-Kilogramm-Marke, war die Kuchentheke nahezu leer, lauschten die Basargäste mit gefülltem Bauch der Posaunenchormusik – und die Weihnachtskekse waren ausverkauft.          

Mit dem Erlös unterstützt das ELM seine malawische Partnerkirche, die mit zahlreichen Projekten wie Schulgeldbeihilfen und Ernährungszentren die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern sucht. Teil dieses Engagements ist auch die Mitarbeit des vom ELM entsandten Pastors Michael Hager, der vor Ort unter dem Motto „Glauben in Armut leben“ an der praktischen kirchlichen Arbeit in Malawis Hauptstadt Lilongwe mitwirken soll.

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