Fühlen, was fliehen heißt

ELM eröffnet Ausstellung Fluch(t)räume

Hermannsburg – Über 120 Gäste, unter ihnen Vertreter der lokalen Politik wie der Celler Landrat Klaus Wiswe und der Bürgermeister der Gemeinde Südheide, Axel Flader, erlebten am vergangenen Donnerstag anlässlich des Jahresempfangs des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) die Eröffnung der aktuellen ELM-Ausstellung Fluch(t)räume.

Ziel dieser Ausstellung sei zum einen, deutlich zu machen, dass die Fluchtbewegungen und die große Zahl der heimatlosen Menschen ein weltweites Phänomen sei, das die Länder Afrikas, Amerikas und Asiens ebenso herausfordere, wie die europäischen Staaten, erläuterte ELM-Mitarbeiter Günther Oborski, der die Ausstellung konzipiert hat. Gleichzeitig wolle das ELM Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit geben, sich in das Erleben der verschiedenen Phasen einer Flucht einzufühlen. Dies werde durch die beengende Labyrinth artige Präsentation der Ausstellungselemente auf Bauzäunen erreicht und durch die Konfrontation mit den Biografien fliehender Menschen, der Herausforderungen durch die Lebensumstände in Flüchtlingslagern und die unterschiedliche Asylgesetzgebung.

Dr. Christoph Dahling-Sander von der kirchlichen Hanns-Lilje-Stiftung, die die Ausstellung genauso wie die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung finanziell gefördert hat, betonte in seinem Grußwort, dass er das ELM als „Schatz“ sehe, der die Möglichkeit schaffe, die eigene Kirche als Weltkirche zu erleben.

Anne Zachow von der Bingo-Umweltstiftung hob hervor, dass die Ausstellung auch würdige, dass unzählige „Bürgerinnen und Bürger Unglaubliches in der Flüchtlingshilfe geleistet“ hätten.

In seiner Eröffnungsansprache betonte der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister, wie wichtig es sei, dass die Ausstellung die Möglichkeit eröffne, die „Geschichten von Menschen life“ zu erleben. Denn es sei wichtig, dass „wir uns überprüfen ob wir momentan nicht gerade die Humanität exportieren“.

Die Ausstellung ist wochentags bis zum 31. Juli 2016 im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus (www.ludwig-harms-haus.de) zwischen 9 und 18 Uhr zu besichtigen. Danach kann sie von Kirchengemeinden und interessierten Einrichtungen ausgeliehen werden. (Kontakt: h.pede(at)elm-mission.net; Tel.: 05052/69-219)

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