5.000 Euro für den Klimaschutz in Äthiopien

5.000 Euro für den Klimaschutz: Michael Thiel, ELM-Direktor, und Detlef Kohrs, Geschäftsführung, freuen sich über die Spende der Evangelischen Bank, die von Martin Knöpke, Fachberater für nachhaltiges Investment (links), und Claus Beller, Senior-Betreuer Vermögensmanagement (rechts), übergeben wurde.

Hermannsburg – Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) nimmt großzügige Spende der Evangelischen Bank zugunsten eines Aufforstungsprojektes entgegen. 200.000 Bäume für Äthiopien heißt das vom ELM unterstützte Klimaschutz-Projekt, für das die Evangelische Bank eG jetzt 5.000 Euro gespendet hat. „Als nachhaltige Kirchenbank sehen wir uns in der Verantwortung, aktiv zum Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen“, sagte Martin Knöpke, Fachberater für nachhaltiges Investment der Evangelischen Bank, bei der Spendenübergabe in Hermannsburg an Detlef Kohrs, Geschäftsführer des ELM.

Zusammen mit der äthiopischen Partnerkirche, der lutherischen Mekane Yesus Kirche (EECMY) ist das ELM den Schutzmaßnahmen seit vielen Jahren verbunden. Die EECMY unterstützt die Bauhandwerkschule im westäthiopischen Tschallia, die seit 40 Jahren von dem Hermannsburger Tischlermeister Hermann Kruse geleitet wird. Diese bietet jungen Äthiopiern nicht nur ganz konkret handwerkliche Ausbildungskurse. Sie engagiert sich auch maßgeblich in dem Aufforstungsprojekt. „Aufforstung schützt das Klima und sichert Zukunft“, betonte Kohrs. Werde Wald gerodet, schwemmen Wassermassen in der Regenzeit die Feinbestandteile des Bodens aus: In kurzer Zeit werde so ein gewachsener Organismus zerstört. Nährstoffe werden abgeschwemmt oder in den Unterboden gewaschen, wo sie für die Wurzeln der Feldfrüchte nicht mehr erreichbar sind.

Seit 1994 pflanzt die kirchliche Bauhandwerkerschule im westäthiopischen Tschallia daher neue Bäume an und zeigt in Schulen, Gruppen und Kirchen, warum das gut ist. Inzwischen sind so weit mehr als 3 Millionen Bäume gepflanzt worden. Das verbessert das Klima, macht den Boden wieder fruchtbarer und macht damit Ernährung sicherer. „So wird eine der Ursachen von Hungersnot begegnet“, betonte Kohrs. Erschwert werden die Bemühungen dadurch, dass Äthiopien aktuell von den Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño stark betroffen ist.

Nachdem im Jahr 2015 der hannoversche Landesbischof Ralf Meister bei einer Reise den dreimillionsten Baum gepflanzt hatte, sollen in diesem Jahr mit Hilfe von Spenden wiederum 200.000 Setzlinge gezogen und gepflanzt werden. Dazu kommen Setzlinge, die die Bauhandwerkerschule verkaufen will. Immer mehr Menschen sehen, wie sinnvoll dies ist und sind bereit, auch etwas dafür zu investieren. „Wir freuen uns, an diesem sinnvollen Projekt mit langjähriger Erfahrung in Äthiopien mitwirken zu können“, sagte Claus Beller, Seniorbetreuer Vermögensmanagement der Evangelischen Bank.

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im Verbund mit 23 Kirchen in 19 Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von TheologInnen und Entwicklungsfachkräften zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.

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