mode.macht.menschen.

ELM-Ausstellung im Hermannsburger LHH zu Ästhetik und Ethik in der Modeindustrie und ihr Rahmenprogramm stoßen auf reges Interesse

Hermannsburg. mode.macht.menschen. - die aktuelle Ausstellung des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM), die in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Modedesign der Hochschule Hannover entstanden ist und von der Hanns-Lilje-Stiftung Hannover gefördert wurde, zeigt, dass Modebewusstsein und verantwortliches Handeln zusammengehören, der Spaß dabei aber nicht auf der Strecke bleiben muss. Das macht auch das Rahmenprogramm mit Informationen und kreativen Anstößen deutlich.

So hatten über 90 Gäste sichtlich Spaß an der Modenschau im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus, deren Kollektion die Inhaberinnen eines Hermannsburger Modegeschäfts, Regina und Johanna Priemer, eigens dafür zusammengestellt hatten. Das Besondere: Die präsentierte Ware stammte ausschließlich von Firmen, deren Geschäftsgebaren auch an ethischen Fragestellungen orientiert ist und nicht allein an Gewinnmaximierung.

Welche Folgen letztere hat, wird in dem Kurzfilm "Sale" thematisert, der am Donnerstag, 23. April um 19 Uhr auf dem Programm steht. In dem vom Amt für Jugendarbeit der evangelischen Kirche von Westfalen vorgelegten Kurzfilm erforschen Jugendliche den Weg einer Jeans bis sie bei uns im Laden liegt. Sie nehmen uns mit auf eine Reise von der Baumwollplantage über die Nähereien in Fernost bis zum Verkauf in Deutschland. Neben Filmvorführung und Vortrag, lädt Pastor Waldemar Rausch an diesem Abend auch zur Diskussion ein.

Fortgesetzt wird dieser Aspekt der Textilproduktion am Donnerstag,
7. Mai um 18 Uhr mit einem Vortrag unter dem Titel "Textilien weltweit" von Christine Höbermann vom Dritte Welt Forum (3wf) in Hannover. Dabei nimmt die Soziologin die Produktion von Textilien z.B. in Indien und Pakistan vor allem im Hinblick auf die Themenbereiche Menschenwürde und Gerechtigkeit in den Blick. Christine Höbermann ist seit 1998 in der Kampagne für Saubere Kleidung/Clean Clothes Campaign (CCC) aktiv. Sie hat die lokale Aktionsgruppe beim Dritte Welt Forum in Hannover mit gegründet. Als freiberufliche Bildungsreferentin hat sie u.a. das Bildungsangebot "STOFF für den Unterricht" entwickelt und koordiniert. Zurzeit betreut sie die Internetseite "Lohn zum Leben" (www.lohnzumleben.de). Mittlerweise arbeiten 17 europäische Länder im Netzwerk der CCC zusammen, wo bei der existenzsichernde Lohn ein zentrales Thema ist.

Am Sonntag, 14. Juni von 11:30 bis 18 Uhr wird dann das Thema "Nachhaltigkeit im privaten Bereich" im Plathner-Haus der St. Peter-Paul-Kirche, Hermannsburg, mit dem Workshop "Ein Tag mit der Nähmaschine - Upcycling" konkret: Johanna Ottermann, Inhaberin eines Handarbeitsgeschäfts in Hermannsburg, vermittelt dabei, wie man aus einem vorhandenen Kleidungsstück oder einer Tasche oder Ähnlichem ein anderes schönes Lieblingsstück macht. Kreative Reparatur bedeutet, aus dem Fehler eines Stückes einen "Hingucker" zu machen. Nicht wegwerfen, sondern aufwerten durch Phantasie ist das Ziel. Im Anschluss an den Workshop gibt es gegen 17 Uhr eine Präsentation der Ergebnisse. Teilnahmebeitrag: 5 Euro pro Person, eigene Materialien und Nähmaschine sind mitzubringen.

Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 05052 69275 im LHH (F. Pede) oder E-Mail: info@luwig-harms-haus.de. Öffnungszeiten des LHH täglich 9 - 18 Uhr, sonntags ab 14 Uhr.

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