Für Wandel in Swasiland

Theologen klagen Menschenrechtsverstöße an

Hannover. Zu einer Gesprächsrunde mit zwei Fachleuten aus Swasiland lädt das Büro für internationale kirchliche Zusammenarbeit (BikZ) des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen am Donnerstag, 19. November 2015 um 19 Uhr in die Otto-Brenner-Str. 9 in Hannover ein. Sydney Njembe ist Geschäftsführer und Zwanini Shabalala Vorsitzender der Gruppe „Besorgte Kirchenführer in Swasiland“ (Concerned Church Leaders Swaziland). Sie werden gemeinsam über die Lage in dem südafrikanischen Königreich berichten und mit dem Publikum des Informationsabends diskutieren.

Die Besorgten Kirchenführer Swasilands publizierten Anfang 2015 eine schonungslose Analyse der aktuellen Lage in der autokratisch regierten Monarchie des südafrikanischen Binnenstaates. Sie beklagen Unterdrückung, Verfolgung, Verstöße gegen die Menschenrechte, massive Einschränkungen der Versammlungs- und Redefreiheit und ein korrumpiertes Justizsystem. Die Besorgten Kirchenführer suchen den Dialog mit den Verantwortlichen des Landes und setzen sich für einen friedlichen Übergang von der absoluten königlichen Herrschaft zu echter Demokratie ein.

Vor allem erheben die Besorgten Kirchenführer ihre Stimmen für die Stimmlosen: für die Waisenkinder, deren Zahl wegen der Aids-Pandemie von Tag zu Tag steigt; für die Frauen, die nach traditionellem Recht von Erbfolge und Landbesitz ausgeschlossen sind; für die von ihrem Land Vertriebenen, deren Äcker die Begehrlichkeiten des Königs oder seiner Minister geweckt haben; für die Alten, Armen und Behinderten, die nicht das Geld und den Einfluss haben, ihre Rechte und Interessen durchzusetzen.

Dieser Abend ist der erste der aktuellen Vortragsreihe des BikZ unter dem Motto „Reformation und die Eine Welt – Freiheit und Verantwortung“. Mit dieser Reihe wollen die Verantwortlichen im Jahr vor den Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation darauf hinweisen, dass die Reformation kein „deutsches Phänomen“ ist, sondern dass evangelische Kirchen weltweit zu finden sind und sich evangelische Christen in vielen Ländern für Lebensqualität und Menschenrechte einsetzen. An drei weiteren Abenden der Reihe im Frühjahr 2016 werden Gäste aus Peru, Brasilien und Indien berichten.

Anmeldungen und weitere Informationen gibt es im BikZ, telefonisch unter 0511 1215-293, per E-Mail an n.bock@elm-mission.net.

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