Kirchliche Fluthilfe für Malawi

Hermannsburg. Angesichts der Überschwemmungen weiter Teile Malawis unterstützt das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) in Kooperation mit der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers (LKH) die Katastrophenhilfe seiner lutherischen Partnerkirche in dem Land.

Infolge ungewöhnlich schwerer Regenfälle seit Beginn des Jahres sind mehrere Regionen Malawis von starken Überschwemmungen betroffen. Über die kurzfristige Notlage hinaus, von der akut zirka 300.000 Menschen direkt betroffen sind und die schon Hunderte Menschenleben forderte, drohen Ernteausfälle, Obdachlosigkeit und Gesundheitsrisiken – Tausende Menschen sind direkt vom Verlust der Ernte betroffen, denn die Überschwemmungen treffen das Land während der normalen Wachstumsperiode auf den Feldern. Auch 15 Distrikte der Ev.-luth. Kirche in Malawi (ELCM) liegen im Bereich der von der Flut betroffenen Regionen.  

„Es ist sehr traurig zu sehen, dass in Folge der Flut mehr als 300.000 Menschen dringend Nahrung, Kleidung, Unterkunft, etc. benötigen und dass weite Teile des Landes auch weiterhin von Überschwemmungen betroffen sind“, schreibt Dr. Joseph P. Bvumbwe, der Bischof der ELCM, in einer Mail an das ELM.

Die Entwicklungsabteilung der ELCM (ELDS) beteiligt sich an der Nothilfe im eigenen Land und hat ihre internationalen Partner über das in Genf ansässige kirchliche Netzwerk ACT Alliance aufgerufen, sie dabei zu unterstützen.   

Das ELM und die Landeskirche Hannovers reagieren auf diese Situation, indem sie je zur Hälfte finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt 25.000 Euro dem Katastrophenfonds von ACT Alliance zukommen lassen. Das Bündnis ACT Alliance aus protestantischen und orthodoxen Kirchen engagiert sich im Bereich humanitäre Arbeit und Entwicklungshilfe. Es ist bei Katastrophen, Entwicklungsfragen und Lobbyarbeit weltweit aktiv. Der ACT Alliance, dessen Name für „Action by Churches Together“ (Kirchen handeln gemeinsam) steht, gehören mehr als 140 Mitgliedskirchen an.          

„Wir unterstützen damit ein übliches Verfahren, das erfahrenen Nothilfe-Organisationen ermöglicht, schnell und unkompliziert Hilfe zu leisten“, erläutert Tobias Schäfer, ELM-Referent für Advocacy und internationale kirchliche Zusammenarbeit.

„Dieser Mechanismus ist sehr wichtig, da damit schnell und unbürokratisch auf solche regional begrenzte Katastrophen reagiert werden kann.“ In diesem Fall könnten der ELDS und andere kirchliche Hilfsorganisationen im Land kurzfristig die Not der betroffenen Menschen versuchen zu lindern. Gleichzeitig wird auch mittel- und langfristig Hilfe notwendig sein, um Wiederaufbau zu leisten und die Spätfolgen der Katastrophe abzuschwächen. Diesbezüglich werden ELM und Landeskirche mit der ELCM in engem Kontakt bleiben.

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