UN/SICHTBAR – Frauen Überleben Säure

ELM-Sonderausstellung zeigt Fotografien von Ann-Christine Woehrl

Sie verstecken sich nicht und haben trotz des erlebten Schicksals Mut zum Leben. In ihrer dokumentarischen Ästhetik unbedingt sehenswert sind die großformatigen Fotos von Ann-Christine Woehrl, die das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ab dem 11. Oktober in der Ausstellung „UN/SICHTBAR – Frauen Überleben Säure“ im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus (LHH) präsentiert.

Woehrl besuchte in Asien und Afrika Frauen, die Säure- oder Brand-attentate überlebt haben. In behutsamen Gesprächen erfuhr sie die traurigen Chroniken von Frauen, für die gekränkte Eitelkeit, Eifer-sucht oder zu geringe Mitgift zu einem grausigen Schicksal wurden. So entstanden nicht nur Fotos, sondern anrührende Gesamtbilder von Frauen, die von einer Stunde auf die andere aus der Gesellschaft ausgestoßen wurden. In den Texten und Bildern dokumentiert Woehrl aber nicht Opfer von Attentaten, die im Verborgenen mit ihren körperlichen und seelischen Verletzungen umgehen müssen, sondern starke Frauen, die sich trotz allen Leides Würde, Stärke und eine unzerstörbare innere Schönheit bewahrt haben.

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 11. Oktober um 11:30 Uhr im LHH statt und wird vom Missionsdirektor Michael Thiel eröffnet. Passend zum Thema der Ausstellung spricht die ELM-Referentin für Frauen in der Ökumene über die Frauenarbeit des ELM in Indien. Bis zum 29. November wird die Ausstellung dann täglich ab 8:30 Uhr (sonntags ab 11 Uhr) bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Ausstellung, die von der Stiftung Kulturwerk, VG Bild-Kunst, Bonn, gefördert wurde, ist für Personen unter 14 Jahren nicht geeignet. Nähere Informationen gibt es im Ludwig-Harms-Haus, Harmsstr. 2, Hermannsburg, Telefon 05052-69270.

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im Verbund mit 23 Kirchen in 19 Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von TheologInnen und Entwicklungsfachkräften zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.

Über die Künstlerin:

Ann-Christine Woehrl wurde 1975 geboren und studierte Fotografie in Paris. Sie beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Außenseiter der Gesellschaft und fotografierte unter anderem Frauen, die in Afrika als Hexen stigmatisiert werden. Woehrl lebt und arbeitet als freie Fotografin in München.

ELM Aktuell

Projekt

Projekt des Monats - Geflüchteten sicheren Raum bieten

Fachhoch- schule

Fachhochschule für interkulturelle Theologie

Ludwig- Harms-Haus

Ludwig-Harms-Haus in Hermannsburg

ELM Service