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Eine Hand wäscht die andere - Geistlicher Impuls für den 23. Oktober 2020

Halt dich fest an der Hand Gottes und diene mit Liebe:
Eine Hand wäscht die andere

Liebe Schwestern und Brüder in Christus:

Eine Hand wäscht die andere, so sagt man. Erinnern Sie sich? Wir waschen unsere Hände und reinigen sie so. Das war und ist für unsere persönliche, familiäre und soziale Gesundheit unerlässlich. Saubere Hände verhindern die Übertragung von Krankheiten wie z.B. COVID-19. Denken Sie auch an die erneuernde Reinigung durch das Taufwasser. Wenn Sie Ihr Gesicht mit den Händen waschen, dann denken Sie daran, dass Sie am Tag Ihrer Taufe Gottes Erlösung durch Wasser in Verbindung mit dem Wort empfangen haben.

Eine Hand wäscht die andere. Gemeinsam können unsere Hände viele gute und wunderbare Werke tun; aber auch weniger gute und würdige. Betrachten Sie für einen Moment Ihre linke und rechte Hand. Sagen Sie vor Gott: Hier sind meine Hände. Ich danke dir für meine Hände. Welche Erinnerungen rufen Ihre Hände wach? Meine haben mehrere "Gebrauchsspuren" und einzigartige Elemente meiner persönlichen Identität. Sie bringen mir viele Erinnerungen und Momente aus meiner Lebensgeschichte.

Lasst uns nun daran denken: Ihre Hände haben andere begrüßt und verabschiedet. Sie haben Liebe und Schutz von ihrer Mutter und ihrem Vater gespürt. Sie haben Kinder getröstet und vielleicht sogar einige Erwachsene, einen bedürftigen oder kranken Menschen. Schließlich haben sie Gutes empfangen und gelehrt. Sie wurden gehalten, damit Sie zur Ruhe finden konnten, als Sie reden wollten und es doch nicht konnten.

Was machen Ihre Hände in dieser Zeit der Pandemie? Haben sie einen Brief, eine E-Mail an eine einsame Person geschrieben? Haben sie den Hörer abgenommen und jemanden angerufen? Haben sie Schmerzen gelindert? Haben sie den Hof gereinigt? Haben sie irgendwelche Blumen oder Bäume gepflanzt? Haben sie die Seite bei einem guten Buch umgeblättert? Haben sie das Mehl für das Brot geknetet? Haben sie Essen für die Familie oder für jemanden in Not gebacken? Haben sie dankbar gespendet und sich aktiv für die Schöpfung eingesetzt? Haben sie ein Licht angezündet, damit die Finsternis des Todes in unserer Welt überwunden werden kann? Haben sie sich zum Gebet gefaltet und zum Gott des Lebens um die Heilung von COVID-19 gerufen?

Schwestern und Brüder in Christus: Lassen Sie uns einen genauen Blick auf unsere beiden Hände werfen. Sie sind wunderbar gemacht. Sie sind mit Herz und Verstand verbunden. Wenn unser Herz und unser Verstand sich von Gott trennen, werden wir schwach und die Angst ergreift uns. Wenn sich unser Blick von Christus abwendet, werden wir von den Winden der Selbstgenügsamkeit, des Stolzes, der Gier weggetragen...

Denken Sie an das Bibelwort: Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir. (Jesaja 41,13). Als Petrus im Sturm die Kraft des mächtigen Windes spürte, bekam er Angst und begann zu sinken. Er schrie: Hilfe, Herr! Sofort streckte Jesus die Hand aus und hielt Petrus fest. (Matthäus 14,30-31). Gott, in Christus, streckt immer seine Hand aus, wenn wir Hilfe suchen, und nimmt so alle Angst und Unsicherheit von uns und gibt uns die Kraft, mit Liebe und Verantwortung zu dienen.

Erinnern wir uns in dieser Zeit der Pandemie daran, dass Gott uns die Hände entgegenstreckt, uns neue Wege aufzeigt und die Hoffnung auf eine neue Zeit stärkt. Mögen die ökumenischen Partnerschaften uns in dieser Zeit stärken. Unser Dank an das Missionswerk in Hermannsburg für all die ausgestreckten und im Gebet gefalteten Hände.

Gebet:

Danke, lieber Gott, für das Leben, für die Schönheit der Schöpfung, die uns umgibt.
Danke, lieber Gott, für meine Hände, die so viel tun können.
Danke, lieber Gott, dass du immer deine Hände ausstreckst, die streicheln, trösten, die Angst vertreiben und uns aufrichten wenn wir fallen, wenn wir im Dienst schwach werden.
Danke, lieber Gott, dass deine Hände über uns ausgebreitet sind und uns segnen, dort, wo wir gerade sind.
Danke für alle Schwestern und Brüder, die ihre Hände zur Hilfe und im Gebet ausstrecken.

Lasst uns nun unsere Hände öffnen und den Segen des Gottes des Lebens empfangen:

Der Gott des Lebens segne dich und behüte dich,
der Gott des Lebens lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig,
Der Gott des Lebens erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Mögen deine Hände, Brüder und Schwestern, ein Segen sein!

Amen.

Heute, wo ich dies schreibe, am 8. Oktober 2020, trauern wir um 3.628 COVID-19-Tote im Bundesstaat Espírito Sano, 149.189 in Brasilien und 1.064.420 weltweit.

(Ein Impuls von Pastor Carlos Luiz Ulrich, Vitória – Espírito Santo – Brasilien)

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Die Farben der Welt - Geistlicher Impuls für den 22. Oktober 2020

Ich sammle Farben für den Winter
und male sie auf ein Blatt Papier.
Und wird die Welt eines Tages grau und leer,
dann schenk ich meine Farben her.

Ich sammle Licht für die Blinden,
die die Schönheit dieser Welt schon nicht mehr sehn.
Die gerade Wege gehn, ohne sich mal umzudrehn,
die immer nur im Schatten stehn.

Ich sammle Lieder für den Tauben,
der nur noch seine eigene Stimme hört,
der redet und nicht denkt, und das,
was man ihm schenkt, durch seine Worte nur zerstört.

Ich sammle Mut und Hoffnung für den Stummen,
der schweigt und nur das tut, was man ihm sagt.
Der seine Wut verbirgt, aus Angst,
dass er verliert, was ihm selber nie gehört.

Ich bin ein Kind, ich bin ein Sammler,
ich such das Schöne dieser Welt.
Und wenn noch mehr Kinder mit mir sammeln gehn,
dann bleibt unsre Welt bestehn.

Ich sammle Farben für den Winter
und male sie auf ein Blatt Papier.
Und wird die Welt eines Tages grau und leer,
dann schenk ich meine Farben her.

Dieses Lied von Jonathan und Laurant erzählt dichterisch die Geschichte von Frederic der Maus nach. Ich muss in diesen Tagen oft daran denken, wenn ich das bunte Laub sehe.

Aber ich muss auch daran denken, wenn ich die vielen unterschiedlichen Erfahrungen von Christen in aller Welt höre. Alle diese Erfahrungen bestimmen nun das Bild mit, das ich von Gott habe, machen es bunt und leuchtend, manchmal auch dunkel.

Was für ein Geschenk!

Und wenn ich jetzt die bunten Blätter im Herbst sehe, denke ich bei mir: Danke Gott für diese wunderbaren Menschen überall auf der Welt und hier bei uns, mit denen ich den Glauben teilen kann. Gemeinsam bringen wir Farbe Deines Lebens in die Welt.

(Ein Impuls von Michael Thiel, Direktor des ELM)

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Elia in der Wüste (1. Könige 19) - Geistlicher Impuls für den 21. Oktober 2020

Mein Lieblingsbild von Sieger Köder zeigt Elia in der Wüste als er nach dem Gespräch mit Isebels Boten flüchtete. Er floh aus Angst, dass man ihm nach seinem Leben trachtet und setzte sich nach einer Tagesreise unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich zu sterben. Welch eine Last liegt doch auf seiner Seele, dass er nicht mehr weiter weiß. Geht es uns nicht auch oft so, dass wir uns so richtig schlecht fühlen und in allem keinen Sinn mehr sehen. Aber ist Aufgeben dann wirklich die Lösung? Nein, Gott ist anderer Meinung und so sendet er einen Engel zu Elia, der ihm einen Ausweg zeigt. Da fällt mir der Vers aus 2. Timotheus 4,17 ein „Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich“. Wenn wir uns darauf verlassen, dürfen wir gestärkt und getröstet in jeden neuen Tag gehen und uns an all dem Schönen freuen, was Gott uns schenkt. Sei es die kleine Blume am Wegesrand, der schöne Sonnenuntergang in der Heide oder eine wohltuende Umarmung.

Noch eine kleine Begebenheit zum Schmunzeln:

Nachdem ich mir überlegt habe, welchen geistlichen Impuls ich für den 21. Oktober schreiben könnte, habe ich im Losungsheft nachgeschaut, welcher Losungstext für den 21. Oktober ausgewählt wurde und ich konnte  kaum glauben, was ich für einen Text las:
„Ein Engel rührte Elia an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes.“  1. Könige 19,5.8
... manchmal kann ich nur Staunen!

(Ein Impuls von Konni Pufal ELM-Teamassistentin Globale Gemeinde)

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Weitere geistliche Impulse finden Sie in den Archiven für Oktoberfür August & September 2020,  für Juli 2020für Juni 2020 oder für April und Mai 2020.

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