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Ein starkes Symbol - Geistlicher Impuls für den 22. September 2020

„Herr, wie lange willst du mich so ganz vergessen?
Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?“

Psalm 13,2

Als ich die Herrnhuter Losung für den 22. September aufschlug, kam mir sofort ein Bild in den Sinn, das vor einiger Zeit in den Nachrichten gezeigt wurde. 13.000 weiße Stühle vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Als „Symbol der Aufnahmebereitschaft für schutzsuchende Menschen aus Moria und allen überfüllten Lagern an den EU-Außengrenzen" hatten mehrere Flüchtlingshilfsorganisationen diese Stühle vor dem Reichstagsgebäude in Berlin aufgestellt. Die Zahl 13.000 steht für die Personen, die im Lager Moria gelebt haben.

Was für eine starke Aktion!

Menschen weisen hin auf die vergessenen Menschen in den Flüchtlingslagern. Die Menschen, die dort ausharren, die Mütter, die dort ihre Kinder groß ziehen müssen – sie können die Worte des Psalmbeters bestimmt von Herzen mitbeten.

Inzwischen ist dieses Camp einem verheerenden Feuer zum Opfer gefallen. Wir sehen die Bilder auf unseren Bildschirmen und können es nicht fassen, was dort geschieht. Die Menschen sind ohne Bleibe, ohne Perspektive und auf Hilfe von außen angewiesen.

Herr, wie lange willst du die Menschen dort so ganz vergessen?

So langsam, zu langsam, bewegt sich die Politik. Inzwischen sind Geflüchtete von der Insel Lesbos nach Deutschland gebracht worden. Aber viele Tausende warten immer noch auf Hilfe. Darum ist es so wichtig, dass wir hier nicht aufhören, für die Menschen in den Flüchtlingscamps unsere Stimme zu erheben.

Ich wünsche mir, dass die 13.000 leeren weißen Stühle in Berlin nicht ohne Wirkung bleiben.

Gebet:

Herr Jesus, du sagst in der Bibel, wir sollen alle unsere Sorgen auf dich werfen. Du siehst unsere Sorgen, unsere Nöte, unsere Ängste.

Heute bitte ich dich um die Menschen in den Flüchtlingscamps – nicht nur in Griechenland, sondern auch in der Türkei, im Libanon, im Irak, in Äthiopien, im Sudan und in vielen anderen Ländern unserer Erde. Kümmere dich um die Menschen dort, gib ihnen Hoffnung und hilf ihnen aus ihrer Not heraus.
AMEN

(Ein Impuls von Ulrike Burmester, Teamassistentin im ELM-Direktorat)

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Ich arbeite in der weltgrößten Firma - Geistlicher Impuls für den 21. September 2020

Ich komme ins Gespräch mit einem anderen Hotelgast. Was ich beruflich mache? „Ich arbeite im Marketing.“ „Das hört sich interessant an. Wo arbeiten Sie?“ „In der weltgrößten Firma. Wir haben in jedem Land eine Vertretung.“ Nun habe ich die Aufmerksamkeit meines Gegenübers ganz auf mich gezogen. „Was vermarkten Sie?“ „Gott.“ Und schon bin ich im Urlaub in einem missionarischen Gespräch. Das wäre wahrscheinlich nicht so leicht gelungen, wenn ich gleich gesagt hätte, dass ich Pastor bin.

Es kommt zum üblichen Austausch der Argumente für und wider Kirche. Die Untaten der Vergangenheit werden ins Gespräch gebracht. Ich stimme zu. „Dann verstehe ich noch weniger, warum Sie für diesen Laden noch immer arbeiten!“ „Sind Sie verheiratet“, frage ich meinen Gesprächspartner. „Ja, das bin ich.“ „Und lief in Ihrer Ehe immer alles glatt und erfolgreich?“. Punktsieg für mich, denn die Antwort war ‚nein‘, wie in den meisten Fällen. „Und trotzdem sind Sie noch verheiratet, weil Sie Ihre Partnerin lieben und an eine gemeinsame und gute Zukunft glauben. So ist es auch bei mir: Ich halte an Gott und der Kirche fest, weil ich das Gute sehe, dass ich bewirken will.“

Dann tauschen wir uns über das Gute aus, das Kirche bewirken will. So sind wir zum Beispiel bei den Menschen, wenn sie uns brauchen. Gerade in Krisenzeiten. Ich nenne die fluchtbezogenen Projekte unseres Missionswerkes. Für die Geflüchteten da sein und sie dabei unterstützen, eine neue Existenz aufzubauen. Und das geling, weil wir als weltgrößte Firma ein Netzwerk haben, das alle Länder umspannt. Darum können wir schnell handeln, weil wir überall präsent sind. Und dabei geht es uns nicht um Profit. Wir geben weiter, was wir empfangen.

Es wurde ein langer Abend mit einem sehr intensiven Gespräch. Als ich am nächsten Morgen zu meiner weiteren Wanderetappe aufbreche, kommt mir ein Bibelwort in den Sinn: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.“ (1. Petrus 3,15)

Über dieses Wort denke ich lange nach. Ja, Gott braucht mich. Mit meinen Ecken und Kanten. Mit den Fehlern meiner eigenen Vergangenheit. Er braucht seine Kirche, um die Welt ein wenig besser zu machen. Um den Menschen Gutes zu tun. Und das in und mit einer Firma, die zu Recht die älteste und größte auf dieser Erde ist.

(ein Impuls von Pastor Thomas Wojciechowski, ELM, Leiter Globale Gemeinde)

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Woza Friday!- Geistlicher Impuls für den 18. September 2020

Was „T.G.I.F.“ für Englischsprachige weltweit, das ist den Südafrikanern ihr „Woza Friday!“ – ein Herbeisehnen des Wochenendes: Komm, Freitag! – oder von der englischen Abkürzung her Thank God it’s Friday! Vielleicht geht es Dir heute am Freitag auch so – Du kannst kaum auf Feierabend und Wochenende warten? ...es sei denn, Du hast auch am Wochenende Dienst :( . In einem beliebten südafrikanischen Lied heisst es:

Strophe:

Webaba kunzima kulomhlaba
(Vater, es ist schwierig in dieser Welt)
Webaba lomsebenzi ubhokile
(Vater, die Arbeit hört nie auf!)
Webaba nemali ayingeni
(Vater, das Geld kommt kaum rein.)
Sengathi leliviki lingaphela, webaba, webaba
(Es ist, als würde diese Woche nie enden, Vater!)

Refrain: Ngithi woza woza Friday my darling
(Ich sage: Komm, komm, Freitag, mein Liebling!)
Woza Friday umsebenzi ubhokile
(Komm, Freitag, die Arbeit hört nie auf!)
Woza woza Friday my sweetie
(Komm, komm, Freitag, meine Süße!)
Woza Friday yilanga elingqomile wena
(Komm, Freitag, der Tag, mit dem ich verlobt bin!)
Goodbye I'm going now I'm going

(Tschüß, ich gehe jetzt!)
Tomorrow morning

(Morgen früh!)

Der Kontext der Musik der Gruppe „Juluka“, die dieses Lied 1982 herausbrachte, ist einerseits das Leben der Minenarbeiter in Johannesburg, die sich in großen Männerwohnheimen zusammengepfercht auf die freie Zeit an Wochenenden freuten, an denen u.a. gemeinsame traditionelle Tänze und Stockkämpfe an die ferne Heimat und Familie erinnerten. Feiern als Erinnerung – Freude inmitten eines trostlosen Alltags. Andererseits wurde das Lied, das während der Hochzeit der Apartheid erschien, als Repressalien den Alltag schwarzer Menschen oft unerträglich machten, von einem jungen weißen Anthropologen und einem schwarzen Gärtner geschrieben und aufgeführt – mehr illegal als legal, zu Zeiten strikter Rassentrennung – auch das Feiern von „diversity“/Verschiedenheit inmitten von Rassismus.

Gesang und Tanz spielten in dem Befreiungskampf in Südafrika eine große Rolle. Jede ernstzunehmende Demonstration in Südafrika wird auch heute noch von Tanz und Gesang begleitet. Da gibt es Wurzeln in traditionellen Stammesgesängen, aber auch in den Harmonien der unzähligen Kirchenchöre, die ihre Spuren hinterlassen haben.

Singen und Tanzen zu Corona-Pandemie-Zeiten? Ich glaube, dass kaum jemand, der diese Andacht liest, zu denen gehört, die unverantwortlich Corona-Partys gefeiert haben, oder zu denen, die angsterfüllt Verschwörungstheorien herausposaunen. Viele sind jedoch sicher vom Ernst und vielleicht auch von der Sorge sehr bestimmt.

Es ist jedoch bezeichnend, dass es manchmal die Menschen sind, die im Leben Schweres durchgemacht haben, die sozusagen ein Kreuz aufgedrückt bekommen haben, die dann aber auch ausgelassen feiern können.

Jesus verspricht auch Dir heute: „Ich bin gekommen um Dir das Leben zu schenken – das Leben in ganzer Fülle!“ (Johannes 10 vers 10). Also: Woza Friday! Komm Freitag, my Darling! Wir feiern! Laß Dich bewegen – und sing und tanz mit, wenn Du willst, auch mit dem Lied von Juluka, das über YouTube hier zu finden ist: https://www.youtube.com/watch?v=Yr6uq46h_hI

Guter Gott, danke, dass Du uns ermutigst, unser Leben vom Ende her zu erleben – von der ewigen Feier mit Dir, zu der wir hinleben dürfen. Hilf uns, unser Leben inmitten aller Schwierigkeiten durch diese Freude bestimmen zu lassen.

In Jesu Namen, Amen.

(Ein Impuls von Pastor Joe Lüdemann, ELM-Regionalrepräsentant im südlichen Afrika) 

 

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Weitere geistliche Impulse finden Sie in den Archiven für August & September 2020,  für Juli 2020für Juni 2020 oder für April und Mai 2020.

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