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Zukunft aus Hoffnung - Geistlicher Impuls für den 4. März 2021

„Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung“ (Jeremia 29,11)

Das heutige Losungswort ist mir durch eine Erfahrung am Anfang dieser Woche sehr direkt und erfahrbar geworden, hat mir Zuversicht gegeben auch über manche Fragen und Sorgen dieser Zeit hinaus. Gott ist uns so nahegekommen, dass er uns in seine Gedanken hineinschauen lässt. Am vergangenen Sonntag nahm ich in Bergen am Gottesdienst teil, der durch den ägyptischen evangelischen Pastor Francis Abdelmassieh gehalten wurde, der dort zurzeit Vikar der Hannoversche Landeskirche ist. Er lebt mit seiner Familie in Hermannsburg und war vor mehreren Jahren Magister-Student an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie (FIT), worauf seine Promotion in Wuppertal folgte. Schon in der Hermannsburger Zeit hatte er arabischsprachige Menschen in Celle und Soltau gesammelt. Dazu kam dann aber auch eine Bitte seiner ägyptischen Kirche, die den Wunsch aussprach, dass sich eine Kirche in Deutschland dazu öffnen möge, dass er sich neben einem regulären Gemeindedienst auch um die wachsende Zahl arabisch-sprachiger Menschen in der Region kümmern könne. Dazu zeigte sich Hannover offen und nahm ihn mit guter Unterstützung in die hiesige Vorbereitung auf.

Seine Predigt über die Geschichte vom Weinberg aus dem Jesaja-Buch (5) begann mit einem arabisch gesungenen Musikstück der Christus-Verehrung, und dann beschrieb er die Erfahrung nicht lange vor seinem Studium in Deutschland, als radikal-islamische Jugendliche seine Kirche am Unterlauf des Nils total zerstörten - Gedanken des Leides. Immer wieder vorher hatte er mit einer Gruppe von Christen Gespräche des auf Frieden ausgerichteten Dialogs mit Muslimen geführt, und zwar sehr erfolgreich für den Ort. Nun ist er mit der konkreten Beauftragung zur Ausführung der Gedanken unseres Gottes zum Frieden zu uns gesandt, zu einer Zukunft für den Frieden Gottes in der Unruhe der gegenwärtigen Welt. Das kann uns aus der Gemeinschaft des Missionswerkes nur mit Dankbarkeit erfüllen; denn dadurch wird die Ausführung der Mission im Auftrag Christi durch den erweiterten Brückenbau bereichert. Schon seit mehreren Jahren ist ja die Bereicherung durch ökumenische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Süden zu der Arbeit des ELM hinzugekommen, kamen uns bedrängende Themen der Menschheit ganz nahe. Darum war ich so erfreut über den Gottesdienst mit Pastor Francis in Bergen; denn dadurch wurden für mich und hoffentlich für viele andere die Gedanken unseres lebendigen Gottes erfahrbar – Gedanken des Friedens für Zukunft aus Hoffnung!

(Ein Impuls von Ernst-August Lüdemann, ELM-Direktor im Ruhestand)

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Ausgesetzt . . . – Angenommen! - Geistlicher Impuls für den 3. März 2021

Am Ende des Winters sind wir doch nicht heraus aus der Pandemie. Bald kommt zartes Grün, aber unsere inneren Lebensgefühle sind noch ganz auf Vorsicht, Schutz und Überleben eingestellt. Wir fühlen uns latent ausgesetzt: dem Virus (auch wenn es, hoffentlich, weit von uns wegbleibt), dem gleichförmigen Tagesablauf, Zuhause-Büro, den immerselben Nachrichten am Abend. Ein wenig wie Gäste im eigenen Leben, wo „vor Corona“ alles so automatisch zugänglich und verfügbar erschien. 

Aber halt: Haben wir nicht schon einmal – nämlich als Gäste in den 1990ern für viele Jahre in Ostafrika – Ähnliches erlebt? So fragten Jutta,meine Frau, und ich uns gegenseitig vor ein paar Wochen. Auch wenn wir uns mit 30 Jahren und einer gehörigen Portion jugendlichen Mutes an die wunderbare Aufgabe machten, in Tansania mit Menschen und von Menschen zu lernen und den Glauben in seiner Ausstrahlung ins Leben neu zu buchstabieren, war der Alltag doch auch geprägt von vielen Vorsichten: Alles Trinkwasser (besonders das für die Babynahrung) filtern und abkochen, morgens und besonders abends in der Dämmerung Kleidung an den freien Hautpassagen an Arm und Bein verdichten wegen der Anopheles (Malariamücken, ein veritabler Plural!), ständig den Rasen ums Haus kurzhalten wegen etwaiger Reptilien, die Hände (insbesondere der krabbelnden Kids) mal öfter waschen, sich wegen des Stromausfalls früh und spät um die Autobatterie am kleinen Solarpanel auf unserem Dach kümmern, ggf. bei schwachem (eben nicht erst bei hohem) Fieber und echten Schwächezeichen von Klein und Groß ein ‚blood-slide‘ nehmen und damit 30 km in ein Labor fahren, um die Malaria auszuschließen und nicht unnötig zu medikamentieren… 

Sicher war das ein Leben mit sehr bewussten Hygieneregeln, Gefahren ausgesetzt, die es „zuhause in Deutschland" so ja nicht gab… . Aber auch ein Leben in der Solidarität mit afrikanischen und asiatischen und amerikanischen Nachbarn. Wir halfen uns mit gegenseitiger Achtsamkeit und der Dauerbereitschaft, die/den anderen und sein/ihr Kind eben schnell in die Klinik bringen zu müssen… Oder bei einer der nicht seltenen Beerdigungen (der ganze Campus bzw. das ganze Dorf war selbstverständlich dort!): Die Fragen nach „AIDS oder nicht?“ standen zwar manchmal in den Gesichtern, aber nicht entscheidend zwischen den Menschen…. Denn, von sicher vorhandenen wirtschaftlichen Unterschieden abgesehen, verband alle eine stetige bewusste Lebenshygiene, Dankbarkeit für die Frische am Morgen und das gesund erlebte Zirpen am Abend, wie auch die beruhigende Sicherheit (gewährt auch durch Wächter…) in der Nacht.

Wir lebten ausgesetzt – ähnlich wie in den Pandemiemonaten 2020/21, daueralarmiert – ähnlich wie jetzt, hungrig nach Gemeinschaft, damals aber täglich gesättigt durch immer präsente Nachbarn, Hausmitarbeitende, Kinder, Tiere – und doch manchmal verzwickt halbdistanziert, ähnlich wie in den Pandemiemonaten. Ausgesetzt – aber durch die Geschwisterschaft im Glauben an den heilenden Bruder und Herrn Jesus Christus immer schon als Angenommene, Anerkannte, Gewürdigte, weil er dieses Leben mit allen Schatten und Lichtern angenommen hat und uns dazu verhilft, es auch zu tun.

„Dennoch bleibe ich stets an dir, Gott;
Denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.
Du leitest mich nach deinem Rat
Und nimmst mich am Ende mit Ehren an.“
(Ps. 73,23)                 
Amen.

(Ein Impuls von Prof. Dr.  Wilhelm Richebächer, Rektor der Fachhochschule für Interkulturelle TheoIogie FIT)

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Schau nach vorne - Geistlicher Impuls für den 2. März 2021

Katastrophen gab es in der Geschichte der Menschheit immer wieder; auch in der Geschichte des Volkes Israel. Eine der größten war die Zerstörung Jerusalems und die Deportation der Führungsschicht nach Babylonien. Im Exil blickten die Verbannten sehnsüchtig zurück. Sie träumten von der Rückkehr in ihr Land, der Rückkehr zur Normalität. Aber Gott schickt ihnen eine Botschaft durch einen Brief des Propheten Jeremia. Darin steht:

„Baut Häuser und lasst euch darin nieder! Legt Gärten an und esst, was dort wächst! Heiratet und zeugt Söhne und Töchter! ... Suchet der Stadt Bestes, in die ich euch verbannt habe und betet für sie zum Herrn.“ (Jeremia 29,5-7)

In Zeiten der Not liegt es nahe, dass wir zurückblicken und uns nach dem sehnen, was vorher war. Als wir noch gesund waren. Als wir noch als Paar zusammen waren. Der sehnsüchtige Blick zurück hilft aber nicht weiter.

Wann können wir endlich wieder normal leben wie vorher? Wann ist dieser blöde Lockdown endlich vorbei? Es ist verständlich, wenn Menschen so fragen; gerade solche, die unter der psychischen oder wirtschaftlichen Belastung besonders leiden.

Die Israeliten im Exil fordert Gott auf: Schaut nicht wehmütig zurück. Stellt euch auf die neue Lage ein und blickt nach vorne. „Suchet der Stadt Bestes!“ Fragt euch: was ist jetzt, in dieser neuen Lage, an Gutem zu tun? Was ist jetzt von Gott her dran? Welche neuen Chancen gilt es zu ergreifen?

Zwei Beispiele für solche neuen Chancen:

  • Mancherorts rückt die Nachbarschaft enger zusammen. Man nimmt sich bewusster wahr als vorher, achtet aufeinander, fragt nach, unterstützt sich.
  • Mit manchen Christen aus anderen Ländern hat sich der Austausch vertieft. Wir treffen uns jetzt häufig in einer Videokonferenz, erzählen von unserem Ergehen, beraten über unsere jeweiligen Herausforderungen, beten miteinander.

Das war alles vorher schon so möglich. Aber wir haben es nicht so wahrgenommen.

Was ist jetzt von Gott her dran? Ich will meinen Blick nicht auf geschlossene Türen fixieren, sondern will auf die neuen oder neu wahrgenommenen Möglichkeiten achten, die offen vor uns stehen.

(Ein Impuls von Kurt Herrera, ELM-Referent Kirchenentwicklung International; Ökumenische Zusammenarbeit mit Brasilien und Peru)

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