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Updates aus Partnerkirchen zur Corona-Pandemie

Brasilien - IECLB 
Südafrika - ELCSA (Tod Bischof Ubane)

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Zum Tod von Bischof M.J.H. Ubane, leitender Bischof der ELCSA

Das ELM trauert um Bischof Molwane Job Henock Ubane. Der Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche im südlichen Afrika (ELCSA) verstarb am 28. Januar spät abends an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Er wurde nur 60 Jahre alt. Ubane hinterlässt seine Ehefrau und drei Töchter.

Sein Tod lässt uns im Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) fassungslos zurück. Job Ubane wurde im April 2017 zum Bischof der Westdiözese der Evangelisch lutherischen Kirche Südafrikas ernannt und bald darauf auch zum leitenden Bischof der Evangelisch lutherischen Kirche im südlichen Afrika.  Der Direktor des ELM, Michael Thiel, spricht für alle Mitarbeiter*innen, wenn er sagt: „Wir kannten Bischof Ubane als unermüdlichen Arbeiter für seine Kirche. Mit Respekt denken wir an seine Bemühungen, die ELCSA umzustrukturieren und Probleme aktiv und entschlossen anzugehen. Ubane arbeitete wie ein Manager und war gleichzeitig ein geistlicher Leiter. Er hatte seine Gesprächspartner immer im Blick und vergaß selbst bei ernsten Themen den Humor nicht. Vor wenigen Wochen war Ubane Referent beim ELM-Missionstag und sprach mit Bischof Ralf Meister aus Deutschland und Präsidentin SÍlvia Genz aus Brasilien über Rassismus. Unvergessen bleibt uns sein dort geäußertes Credo: "partnership is god action" (Partnerschaft ist Gott in Aktion) und wir können hinzufügen: "Ja, da war der Geist Gottes, wann immer wir Bischof Ubane begegnet sind."  

Für uns im ELM war es ein Privileg, mit Bischof Ubane partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Wir verlieren mit ihm einen guten Freund, einen geistlichen Leiter und einen Kämpfer für eine gerechtere Welt. Möge Gott seiner Familie und seiner Kirche beistehen. 

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„Wir werden uns nicht von Dummheit beeinflussen lassen!“

Klares Bekenntnis der IECLB zu Mitgefühl, Wahrheit, Glaube, Gerechtigkeit und Frieden.

Angesichts von 200.000 Toten durch COVID-19 mahnt die brasilianische Partnerkirche kritisch verantwortliches und gemeinschaftliches Handeln in Politik, Kirche und Gesellschaft an. Nachfolgend lesen Sie die Erklärung der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) vom Januar 2021:

„Meine Seele ist müde vor Kummer; stärke mich nach deinem Wort.“ (Psalm 119,28)

Wir haben die erschreckende Zahl von 200.000 Todesfällen durch COVID-19 in Brasilien erreicht. Die Evangelische Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien drückt ihr Gefühl der Bestürzung aus und betet zu Gott, um die Menschen zu trösten, die unter dem Verlust eines geliebten Menschen leiden.

Wie viele Todesfälle sind nötig, um einen Menschen zu sensibilisieren, um eine Nation zu bewegen? Welche Menschen müssen sterben, damit ein Herz den Schmerz spüren kann, den der Tod mit sich bringt? Welche Symptome und Folgeerscheinungen sind nötig, um jemanden von der Schwere der Pandemie zu überzeugen? Wie viele Tote sind noch zu erwarten?

Seit dem Beginn der Pandemie warnen medizinische und wissenschaftliche Organisationen vor dem tödlichen Potenzial des neuen Coronavirus. Viele Menschen haben sie ernst genommen, während andere die Sicherheitsempfehlungen missachteten. Einige politische Führer handelten mit Verantwortung und Engagement für das Leben. Andere setzten sich ab und zeigten Missachtung. Angesichts des wütenden Virus war der Tod von Tausenden von Menschen unvermeidlich. Es ist jedoch sicher, dass viele Leben hätten verschont werden können. Und viele Todesfälle können noch immer verhindert werden.

Neben sozialer Distanzierung und Hygienemaßnahmen ist eine breite Impfung die aussichtsreichste Perspektive im Moment. Es ist die Pflicht der Regierung, den freien Zugang zum Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zu gewährleisten. Wir wissen, dass der Prozess komplex ist. Er erfordert Planung, Ressourcen und Zeit. Genau aus diesem Grund können wir nicht Fahrlässigkeit und irreführenden Begründungen nachgeben. Agilität und Effizienz werden den Unterschied zwischen Leben und Tod machen.

Die IECLB setzt sich für das Leben und für Maßnahmen zur Reduzierung der Folgen der COVID19-Pandemie ein. Auch im Jahr 2021 werden wir schwierige Zeiten haben. Deshalb betonen wir die Notwendigkeit, uns weiterhin umeinander zu kümmern. Wir werden uns nicht von Dummheit beeinflussen lassen, noch werden wir zulassen, dass uns Entmutigung überkommt. Wir werden weiter hoffen, denn Gott ist mit uns!

Jesus sagt: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Matthäus 5,14).

In der Dunkelheit der Pandemie werden wir Licht sein, wenn wir verantwortungsbewusst handeln und jede Vorsichtsmaßnahme ergreifen, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern. Wir werden Licht sein, wenn wir eine Haltung der Fürsorge für Menschen haben, die unter den Folgen der Pandemie leiden. Diese Fürsorge kann ein Gebet, ein Wort des Trostes und der Hoffnung, eine diakonische Handlung sein. Wir werden Licht sein, wenn wir dem Licht von Christus folgen: Mitgefühl, Wahrheit, Glaube, Gerechtigkeit, Frieden.

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