Nach oben

Frieden auf dem Weg - ein Impuls für den 18. Juni 2021

Heute wird der Friedensort2GO-Weg in Hermannsburg eröffnet.
Viele Menschen aus nah und fern haben an ihm mitgewirkt.
Weil sie für sich erkannt haben, wie wichtig Frieden ist.
Und dass Frieden nicht selbstverständlich ist.
Jede und jeder kann etwas für den Frieden tun. 
Beitragen zu einem Größeren, das den einzelnen Beitrag übersteigt.
Ich möchte euch einladen zu beten
für den Frieden und für diesen Tag
(Ein Impuls von Anette Makus, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeit&Fundraisiung im ELM) 

Nach oben

Segen - ein Impuls für den 17. Juni 2021

"Der Herr wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zur rechten Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände." (5. Mose 28,12)

Manchmal lesen wir am Anfang einer Sitzung die Tageslosung und sprechen ein Gebet. Verse der Bibel, die uns orientieren sollen, die uns einen Maßstab für unsere Arbeit, für unser Leben geben können. Für mich ist es immer ein ganz wichtiger Gedanke, dass diese Worte der Herrenhuter Losung heute von Menschen auf der ganzen Welt in sehr vielen Sprachen miteinander geteilt werden.

Heute ist es ein Vers aus dem fünften Buch Mose. In diesem Buch sind die grundlegenden Regeln des Volkes Gottes noch einmal ausführlich formuliert. In der Kurzfassung kennen wir sie als die 10 Gebote. Dahinter steht die Vorstellung, dass Gott einen Bund, also einen Vertrag mit seinem Volk geschlossen hat. Die Regeln liegen auf dem Tisch. Das Ziel dieser Verbindung ist es, dass beide Seiten die Regeln einhalten. Wozu?

Der Losungsvers gibt eine Antwort: Gott segnet. In vielfältiger Weise tut er das. Er lässt es regnen und die Sonne scheinen, damit alles wachsen kann. Er segnet unsere Arbeit, damit sie sinnvoll ist. Er tröstet die Traurigen und lacht mit den Fröhlichen. Der Segen Gottes ist immer konkret. Er ist nicht einzufordern und bleibt manchmal verborgen. Aber ER segnet, denn ER liebt diese Welt, die Schöpfung, uns. Jesus hat das sichtbar werden lassen.

Aber was hat Gott davon? Menschlich gesprochen braucht Liebe eine Antwort, damit sie aufblüht. Gott will nicht im Verborgenen wohnen, mit sich allein. Er möchte sich hingeben und einbringen in unser Leben. Er hat Sehnsucht nach uns und diese Sehnsucht freut sich über Antwort.

Segen wird also immer konkret. Er lässt uns erfahren, wie aus dem Wort der Liebe Gottes und der Antwort der Menschen Beziehung wächst. Leben bekommt einen Sinn. Das wird manchmal in der Bibel auch ganz handfest an Gesundheit und wirtschaftlichem Erfolg gedacht. Aber zum Glück kann das nur ein Aspekt sein. Segen erfahren auch arme Menschen.

Etwas von solchem Segen spüre ich in den Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Partnerkirchen. Gerade wenn die konkrete Situation manchmal von Krieg, Hunger oder den Auswirkungen der Pandemie bestimmt ist, spüre ich, dass viele der Gesprächsteilnehmer*innen geborgen sind, motiviert zur Arbeit, interessiert an anderen. Sie sind gesegnete des Herrn in ihrer Situation.

Ich will heute gespannt sein, wo Gottes Schatz sich auftut und in der Arbeit des ELM und seiner Partner sichtbar und erfahrbar wird.
(Ein Impuls von Michael Thiel, Direktor des ELM)

Gottes guter Segen sei mit euch!
Um euch zu schützen,
um euch zu stützen
auf allen Wegen.

Gottes guter Segen sei vor euch!
Mut, um zu wagen,
nicht zu verzagen
auf allen Wegen.

Gottes guter Segen sei über euch!
Liebe und Treue
immer aufs Neue
auf allen Wegen.

Gottes guter Segen sei um euch!
Heute und morgen
seid ihr geborgen
auf allen Wegen.

Gottes guter Segen sei in euch!
Sucht mit dem Herzen,
leuchtet wie Kerzen
auf allen Wegen.

Rolf Krenzer (1936-2007)

Nach oben

Wenn der Engel tanzt - ein Impuls für den 16. Juni 2021

"Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen." (Sacharja 3,4)

Ich lese diesen Satz, die Tageslosung für den heutigen Tag, und kann zunächst so recht nichts anfangen mit ihm. Wie soll das so einfach gehen? In der Geschichte ist es ein Engel Gottes, der dem Hohepriester Josua zusagt, ihm die Sünde zu nehmen, das alte befleckte Gewand seiner Schuld und ihm Feierkleider anzuziehen. Ich lasse das Bild auf mich wirken, meine Gedanken gehen auf Reisen und ich erinnere mich an einen Text. Über 20 Jahre ist es her, dass ich ihn schrieb. Er führt mich weg von Josua und doch hinein in den erlösenden  Zauber hinter der Geschichte. Ich spinne sie in der Erinnerung auf meine Weise weiter und stelle mir vor, wie es wohl ist…  

…wenn der Engel tanzt

Auffordernd schaut er mich an. Er legt seinen Arm um mich und führt mich.
Gefragt hat er nicht. Er war einfach da. Ich kenne ihn nicht, seine Vertrautheit, seine Nähe ist mir fremd – unangenehm ist sie nicht. Ich lasse es geschehen: Ich spüre seinen belebenden Atem, seine Wärme, folge seinem Schritt, ohne meinen eigenen Takt zu verlieren – er lässt mich gewähren. Leichtigkeit durchströmt meinen Körper. Unvorhergesehen fühle ich mich frei von all den Bindungen, Zwängen, Ängsten, die mein Leben einengen.

„Wer bist du?“, frage ich ihn erstaunt.
„Ein Engel Gottes“, antwortet er milde. „Ich bin hier, um dich daran zu erinnern, dass du erlöst bist.“
„Und darum tanzt du mit mir?“
„Nimm es als Zeichen der Freude und der Hoffnung! Gott will, dass alle Gefangenen frei werden.“
„Dann lass uns weitertanzen und sobald nicht aufhören.“
(Ein Impuls von Dirk Freudenthal, Chefredakteur im ELM)

Nach oben

Eine großartige Nachricht aus Malawi - ein Impuls für den 11. Juni 2021

Jeden Morgen um 8 Uhr kommen die Mitarbeitenden auf dem Campus der ELCM in Lilongwe, Malawi zur Morgenandacht zusammen. Sie nehmen Platz auf den Holzbänken in den ersten Reihen der großen Kirche. Die Andacht wird von einem Pastor geleitet, meistens dem lokalen Superintendenten, seinem Stellvertreter oder einem der anderen Pastoren auf dem Gelände. Es gibt eine bestimmte Liturgie, es wird viel gesungen und der Losungstext besprochen.

Tatsächlich werden die Herrnhuter Losungen Jahr für Jahr in Chichewa übersetzt und von der Kirche als Kalender herausgegeben, ergänzt mit den Adressen aller Kirchenabteilungen und Kirchenkreise und weiteren nützlichen Informationen. Zum Abschluss der Andacht werden Neuigkeiten bekannt gegeben, etwa wenn besondere Gäste zu erwarten sind oder kirchliche Feste anstehen.

Also wird heute Morgen auch in Lilongwe der Losungstext vorgelesen, aus dem etwas schwer zugänglichen und unübersichtlichen Jesajabuch: „Der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns!“ (Jesaja 33,22) oder, wie es in der Bibel in gerechter Sprache heißt: „Ja, Gott richtet uns, Gott setzt uns eine Ordnung, Gott ist unsere königliche Hoheit, sie ist die, die uns rettet.“

Es könnte sein, dass die Andachten und Gottesdienste der malawischen Partnerkirche zukünftig häufiger von Frauen geleitet werden, und es könnte sein, dass dieser Tage eine besondere Neuigkeit im Anschluss an die Morgenandacht mitgeteilt wird. Denn am 8. September soll die erste Frau in der Ev.-Luth. Kirche in Malawi zur Pastorin ordiniert werden. Eine Entwicklung, die aus unserer Sicht lange überfällig ist, und doch in einer von Männern dominierten Kirche und Gesellschaft so lange gebraucht hat und vieler weiterer Schritte bedarf. Für mich eine großartige, ermutigende und Hoffnung machende Neuigkeit aus Malawi.​

(Ein Impuls von Tobias Schäfer-Sell, Referent Advocacy International, Ökumenische Zusammenarbeit  Malawi, ELM)

Nach oben

Getragen werden im Gebet - ein Impuls für den 10. Juni 2021

„In der Angst rief ich den Herrn an; und der Herr erhörte mich und tröstete mich.“ (Psalm 118,5)

Es war vor mehr als 20 Jahren. Ich war von einer Besuchsreise nach Zentralafrika zurückgekehrt und hatte mir eine Malaria mitgebracht. Aber dabei blieb es nicht. Immer häufiger wurde mir während der Malariabehandlung im Krankenhaus Blut abgenommen und eine Untersuchung reihte sich an die andere. Dann die Mitteilung, ich würde entlassen und solle mich umgehend in der Uniklinik melden. Die Diagnose in dem Begleitbrief für die Klinik war mehr als ernüchternd. In der Klinik kam dann der Tiefschlag: Organentfernung, großflächige Beseitigung des umliegenden Gewebes und dann mal weitersehen.

Vor dem angesetzten OP-Termin besuchte ich noch einmal die Gottesdienstversammlung unserer russlanddeutschen Brüdergemeinde und erzählte von meinem Ergehen. Die Betroffenheit der anwesenden Geschwister war nicht nur zu sehen, sondern fast greifbar.

Und dann kamen gutgemeinte Zurufe: Kopf hoch, das wird schon wieder, alles wird gut, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird, ... Nein, nichts von alledem.

Nach einem kurzen Moment der inneren Sammlung stand der Gemeindeleiter auf und lud mit ganz ruhigen Worten zu dem Wichtigsten ein, was die Gemeinde nun für mich tun könne, zum Gebet. Alle knieten nieder und trugen mit ihren eigenen Worten ihre Fürbitte voller Emotionen vor unseren himmlischen Vater. Und ich betete mit, getragen von ihrer innigen Fürbitte.

Selten hat mich ein Gebet so bewegt wie an diesem Nachmittag. Selten fühlte ich so intensiv ein Getragen werden. Selten erlebte ich einen solch tiefen inneren Frieden.

Welch einen großen Dienst können wir tun, jeden Tag neu, wenn wir zum himmlischen Vater für andere beten.
(Ein Impuls von Horst Hinken, Referent Ausstellungen und Veranstaltungen im ELM)

Nach oben

Über Weise und Narren - ein Impuls für den 9. Juni 2021

"Was können die Weisen Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen?" (Jeremia 8,9)

Die Gedanken zum heutigen Losungstext von Markus Baum auf der Internetsteite des ERF.de sind hörens- und lesenswert
(findet Detlef Kohrs, Geschäftsführer des ELM)

Nach oben

Ein Bittgebet für Tigray in Äthiopien - ein Impuls für den 8. Juni 2021

"Der HERR spricht: Frieden mache ich zu deiner Wache und Gerechtigkeit zu deiner Obrigkeit." (Jesaja 60,17)

"Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist." (Römer 14,17)

Die Tageslosung für heute und der dazugehörige Lehrtext sprechen von dem Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit. Ohne Frieden kann es keine gerechte Gesellschaft geben. Und ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden. Das wissen zwar alle, das wissen schon kleine Kinder, und dennoch wird deutlich, dass genau dies Verhältnis zueinander extrem zerbrechlich ist.

Wird ungleich verteilt, hat der eine oder die andere mehr zu sagen als andere, gibt es schnell Streit. Gibt die eine Seite die Kommunikation auf, dann eskaliert es.

An vielen Orten auf der Welt, ist die Balance des Miteinander dermaßen ins Ungleichgewicht geraten, dass es Unfrieden, gewaltsame Konflikte oder Krieg gibt.

In Äthiopien ist es derzeit an vielen Orten unfriedlich. Doch auch angesichts vieler schrecklicher Grausamkeiten, traumatisierter Menschen und Not, geben auch viele Menschen dort nicht auf. Aus der Region Tigray, im Norden Äthiopiens, erreicht uns ein Bittgebet, dass wir gerne in der Hoffnung auf Frieden mitbeten möchten.

Desta Hadera, der Projektverantwortliche der Projektarbeit des EECMY DASSC in der Tigray Region, bedankt sich bei uns und spricht: „Gnade und Frieden Gottes sei mit Ihnen, ich danke Ihnen so sehr für Ihr Gebet.“

Guter und friedliebender Gott,
wir bitten Dich um Frieden und Stabilität in der Region Tigray in Äthiopien.
Erhöre uns.

Wir bitten dich um Versöhnung zwischen den politischen Führern Äthiopiens,
Wir bitten dich, dass eritreische Truppen und die Amhara-Milizen die Region Tigray verlassen.
Erhöre uns.

Guter und barmherziger Gott,
wir bitten Dich für die armen Frauen, die aus ihren Dörfern und Städten vertrieben wurden.
Erhöre uns.

Die vor Gewalt und Vergewaltigung geflohen sind,
die dies oft genug trotzdem erlebt haben,
oftmals waren es noch Mädchen.
Erhöre uns.

Wir bitten dich, hilf ihnen.
Sie leiden unter den schrecklichen Erlebnissen
und ihnen fehlen Medikamente, etwas zu essen, Kleidung
und ein Dach über dem Kopf.
Erhöre uns.

Guter Gott, du bist ein Gott des Lebens,
hilf allen Verantwortlichen
dass sie den Frieden suchen.

Amen
(Ein Impuls von Gabriele De Bona, Referentin Gender International, Ökumenische Zusammenarbeit Äthiopien im ELM)

Nach oben

Am Morgen, noch vor dem Tage - ein Impuls für den 7. Juni 2021

"Am Morgen, noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort." (Markus 1,35)

Ich erinnere mich noch gut an unsere Übernachtung in Kochi in Südindien.  Als wir gemütlich beim Frühstück saßen, erzählte uns unserer katholischer Gastgeber, er wäre schon um 4 Uhr in der Kirche gewesen zum Gebet. 1000 andere Menschen wären mit ihm dort gewesen.

Nun, dachte ich, da war es wenigstens noch nicht so heiß, wie später. Aber, so ging meine Gedanke weiter, es ist schon sehr früh? Würde ich so früh aufstehen, Tag für Tag?

Ich fragte meinen Gastgeber, warum er das machte. Er berichtete, dass er so in den Tag gehen könnte in dem Vertrauen: Gott geht mit. Diese Segenszusage am Morgen war es ihm wert, früh aufzustehen.

Als ich den Lehrtext für heute las, musste ich an ihn denken. Er war so einer, wie Jesus. Er wollte sich ganz früh erinnern und zusagen lassen: Ich bin mit dir. Und dann singen: All Morgen ist ganz frisch und neu, des Herren Gnad und große treu. Sie hat kein End des langenTag. Drauf jeder sich verlassen mag. (EG 440 Johannes Zwick)

Auch wenn ich heute Morgen nicht so früh aufgestanden bin, ich möchte mich drauf verlassen, dass Gott da ist und so meine Arbeit tun.
(Ein Impuls von Michel Thiel, Direktor des ELM)

Nach oben

Ich fühle mich reich beschenkt - ein Impuls für den 4. Juni 2021

Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich, still und leise:
und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.
Wo Gottes große Liebe in einen Menschen fällt,

da wirkt sie fort, in Tat und Wort, hinaus in unsere Welt.

Am 15. April 1975 war mein erster Arbeitstag in der damaligen Missionsanstalt Hermannsburg. Das digitale Zeitalter war noch in weiter Ferne. Briefe wurden ins Stenogramm diktiert und auf der Schreibmaschine getippt. Mit der Verwaltungsaußenstelle in Pretoria kommunizierten wir per Lochstreifen über ein Telefaxgerät. Begriffe wie Gender und Diversität waren noch Fremdwörter.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich mein gesamtes Arbeitsleben im Missionswerk verbringen würde. Aber der Stein war ins Wasser gefallen - und zog weite Kreise. So ist dieses Lied für mich zu einem Lebensbild geworden. Manfred Siebald beschreibt darin mit einfachen Bildern, wie weit Gott unser Leben machen kann.

Als ich damals meine erste kleine Wohnung in Hermannsburg bezog, kannte ich niemanden im Ort. Ein damaliger Kollege lud mich ein, mit in den CVJM zu kommen, wo ich eine wunderbare Gemeinschaft und im Laufe der Zeit auch meinen Mann kennenlernte - und letztendlich für immer in Hermannsburg blieb.

Ein Funke, kaum zu sehn, entfacht doch helle Flammen,
und die im Dunkel stehn, die ruft der Schein zusammen.
Wo Gottes große Liebe in einem Menschen brennt,
da wird die Welt vom Licht erhellt; da bleibt nichts was uns trennt.

Während meiner langen Dienstzeit habe ich im ELM mit vielen Kolleg*innen und Vorgesetzten zusammengearbeitet. Ich habe unendlich viel gelernt durch meine Arbeit in verschiedenen Arbeitsbereichen, in den letzten 18 Jahren im Direktorat, und fühle mich reich beschenkt, auch durch die vielfältigen Begegnungen mit Menschen aus unseren Partnerkirchen. Eine meiner wichtigsten Erfahrungen ist die, dass immer andere da sind, die uns begleiten, unterstützen, helfen, ein offenes Ohr haben, wenn es mal schwierig wird, wenn die Arbeit einem über den Kopf wächst - sich aber genau so mitfreuen, wenn etwas gelingt. Als Christen dürfen wir unser Leben teilen und die Liebe, die wir von Gott erfahren, weitergeben.

Nimm Gottes Liebe an. Du brauchst dich nicht allein zu mühn,
denn seine Liebe kann in deinem Leben Kreise ziehn.
Und füllt sie erst dein Leben und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus, teilst Liebe aus, denn Gott füllt dir die Hand.

Heute ist nun mein letzter Arbeitstag im ELM. Welten liegen zwischen dem ersten und letzten Arbeitstag. Das ELM hat sich verändert und weiterentwickelt. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber es bleiben eine große Dankbarkeit für das, was war und die Freude auf alles, was noch kommt.
(Ein Abschiedsimpuls von Ulrike Burmester, die heute nach 40 Dienstjahren im ELM ihren letzten Arbeitstag als Assistentin des Direktors hat)

Nach oben

Zurück zur Zukunft - ein Impuls für den 3. Juni 2021

In Situationen der Krise
und der Orientierungslosigkeit
kann der sicherste Fortschritt
darin bestehen, dass wir nicht
unbedacht weiterlaufen,
sondern anhalten und uns
auf den Ausgangspunkt unserer Ziele besinnen.
Gleich einem Wanderer im Moor,
der spürt, dass der Boden
unter ihm nachgibt,
ziehen wir uns unwillkürlich zurück
zu dem Punkt unseres Weges,
an dem wir noch sicheren Boden
unter den Füßen hatten,
um uns neu zu orientieren.
Eine zuversichtliche und
lebensorientierte Erinnerung
ruft nicht:
„Zurück in die Vergangenheit!“
sondern:
Vorwärts zu den Ursprüngen
Unserer Gegenwart!“ und:
„Zurück zu den Quellen
unserer Zukunft.“
(Ein Fundstück von Hannah Rose, Referentin Armut und Friedensarbeit International, Ökumenische Zusammenarbeit Zentralafrikanische Republik im ELM.
Quelle: Eckstein, Hans-Joachim: Himmlisch menschlich – Von der Stärke der Schwachheit. Hänssler Verlag, 2007.)

Nach oben

Zuhören - ein Impuls für den 2. Juni 2021

„Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben.“ (Jesaja 55,3)

Das Gespräch ist hitzig. Mein Gegenüber lässt mich nicht ausreden. Und ich falle auch immer wieder ins Wort. Was mich an politischen Talkshows so aufregt, passiert mir selbst in Diskussionen. Am Ende bleibt auf beiden Seiten eine Unzufriedenheit zurück. Warum wurde ich nicht gehört? Warum konnte ich mich nicht verständlich ausdrücken?

Ach ja, nichts scheint schwieriger zu sein als eine gute und konstruktive Kommunikation.

Das Wort Gottes ist auch hier ein guter Ratgeber: Neigt eure Ohren und hört zu! Anders ausgedrückt: Halt einfach mal die Klappe und gib deinem Gegenüber Raum zum Sprechen. Du wirst dabei nichts verlieren.

Dabei geht es ja nicht nur um das Hören der Worte, sondern vielleicht erkenne ich etwas hinter den Worten, was nicht gesagt wird.

Als Jugendlicher habe ich mich sehr identifiziert mit folgenden Worten:

„Bitte höre, was ich nicht sage! Lass Dich nicht von mir narren. Lass Dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache, denn ich trage Masken, Masken, die ich fürchte, abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber lass Dich dadurch nicht täuschen. Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles heiter in mir, und so als brauchte ich niemanden. Aber glaub mir nicht! Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und allein.“

In diesen Worten hatte ich mich wiedererkannt. Herausgekommen bin ich aus diesem „Maskenspiel“, weil ich die Erfahrung eines zuhörenden Gottes gemacht habe – und Menschen mir begegnet sind, die einfach nur zugehört haben, ohne gleich Ratschläge zur Hand zu haben oder mich unterbrochen haben. Das war und ist bis heute heilsam.

Jetzt, da mir diese Vergangenheit klar vor Augen steht, werde ich daran erinnert, wie ich in schwierigen Situationen kommunizieren will: zuerst Zuhören und mein Ohr neigen. Vielleicht kann ich so meinem Gegenüber Raum geben sich zu entfalten und frei zu leben. So, wie es an mir und mit mir geschehen ist. Gott sei Dank.
(Ein Impuls von Thomas Wojciechowski, Leiter der Abteilung Globale Gemeinde im ELM)

Nach oben

Indien: Bitte um Fürbitte am 1. Juni 2021

Am 28.5.2021 erreichte uns ein Brief vom Rektor und dem Geschäftsführer der Theologischen Hochschule in Bengaluru, United Theological College (UTC) mit der Bitte um Gebet. Die Situation in Indien zu Corona ist immer noch dramatisch.

Wir möchten der Bitte um Gebet gerne nachkommen und veröffentlichen den Brief an dieser Stelle, wo die täglichen Andachten veröffentlicht werden:

An die Alumni, AGM Mitglieder, Partner, Sponsoren, Wohltäter und Freunde des UTC

Betrifft: Bitte um Ihr inständiges Gebet für die UTC-Gemeinschaft

Ich grüße Sie im Namen unseres Erlösers Jesus Christus.

Mit großer Sorge teilen wir Ihnen die Informationen über die Mitglieder der UTC-Gemeinschaft mit, die in der zweiten Welle im April 2021 positiv auf COVID-19 getestet wurden, und bitten um Ihre Aufmerksamkeit: Insgesamt 42 Mitglieder der Gemeinschaft wurden positiv getestet. Zu den Studenten, Dozenten, Mitarbeitern und Angehörigen gehören:

Doktor der Theologie(D. Th.) 12 Studierende, Master der Theologie (M.Th.) 5 Studierende, Bachelor of Divinity 2 Studierende, Lehrkräfte 1 Person, 4 Mitarbeiter der Verwaltung, 10 Angehörige.

Es ist sehr schmerzhaft, dass auch 8 Kinder im Alter von 4-18 Jahren positiv getestet wurden.

Ein D.Th.-Student und die Ehefrau eines anderen M.Th.-Studenten mussten sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden, was durch den Rektor, Prof. Rev. Dr. Chilkuri Vasantha Rao ermöglicht wurde. Alle betroffenen Mitglieder wurden durch entsprechende Vorkehrungen für ihre Isolation im BB-Block, Zimmer in der Ranson Hall (Gästehaus des UTC) und einige in häuslicher Isolation versorgt. Für die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln wurde ausreichend gesorgt.

Wir bitten um Ihr inständiges Gebet in dieser Zeit der großen Not, dass Gott die betroffenen Mitglieder vollständig heilen möge.

Wir beten, dass Sie alle in Sicherheit sind und hoffen, dass sich die derzeitige Situation bald in Hoffnung für uns alle verwandelt. Wir freuen uns auf Ihre betende Unterstützung bei der Leitung des UTC, während wir versuchen diese herausfordernden Zeiten zu überwinden. Möge Gott uns allen beistehen.

In Christus Ihr

Prof. Rev. Dr. Chilkuri Vasantha Rao                       Prof. Rev. Dr. Allan Samuel Palanna

Rektor                                                                                 Geschäftsführer

ELM Aktuell

Nach oben

Projekt

Nach oben

Nach oben

Ludwig- Harms-Haus

Nach oben

Fachhochschule

ELM Service