Nach oben

Während der Zeit der Sommer-Schulferien finden im ELM keine Andachten statt

Wir freuen uns, wenn Sie ab dem 2. September wieder mit unseren Impulsen Zeit mit der Bibel und /oder unseren Gedanken verbringen

Nach oben

Unser schöner Regenbogen - ein Impuls für den 21. Juli 2021

„Und Gott sprach zu Noah: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ (1. Mose 9,13)

Meine Gedanken gehen in diesen Tagen immer wieder nach Südafrika. Wie geht es meinen Freunden, meinen ehemaligen Kolleg*innen? Werden die Menschen guten Willens es schaffen, dieses Land wieder einmal aufzubauen? Gibt es Hoffnung? In meine Fragen mischen sich die Bilder der Flutkatastrophen in Deutschland, der plötzliche und zu frühe Tod meiner Kollegin Ulrike Burmester. Wo ist Gottes Treue zu uns Menschen?

Mitten in meine Gedanken erreicht mich ein Gedicht meiner Kollegin Elke Carrihill, das mich tief berührt und in das Durcheinander meiner Gedanken Ordnung bringt und mich wieder hoffen lässt. Nicht nur für Südafrika. Auch für die anderen Situationen:

Für Dich: Unser schöner Regenbogen

Südafrika - unser Regenbogen ist verdeckt worden;
bedeckt von einer dunklen Wolke aus Staub und Rauch!
Denn jetzt können wir dich nicht mehr sehen.
Deine schönen Farben sind kaum sichtbar
hinter den verschiedenen Schattierungen von Dunkelheit.

Aber sei gewiss, dass hinter den Schattierungen der Dunkelheit
die Farben noch da sind.
Hinter dem Rauch und den Trümmern sind WIR da:
Ein Volk von UBUNTU.
Ein Volk von: Ich bin, weil du bist.
Ein Volk, das die Hand ausstreckt und sich um seinen Nächsten kümmert.
Ein Volk, das zusammenhält, wenn Bedrängnis uns heimsucht.
Ein Volk, das seine Hände voller Mitgefühl und Freundlichkeit ausstreckt.
Ein Volk, das zusammen lacht und sich in der Trauer gegenseitig hält.
Ein Volk, das eine schöne Zukunft für alle will!

Im Moment mögen wir hinter dieser dunklen Wolke versteckt sein.
ABER wir sind immer noch hier.
Ja, bedeckt mit Staub und Asche.
Ja, stehend inmitten von Trümmern und einer zerrütteten Existenz.
ABER WIR SIND IMMER NOCH HIER!

Und wenn der Staub und die Asche sich gelegt haben
werden wir aufstehen und wir werden aufräumen und wir werden wiederherstellen.
Wir werden dich polieren, damit du wieder glänzen kannst.
Wir werden die Reste von Staub wegwischen, die dich noch bedecken.
Wir werden mit ganzem Herzen und voller Überzeugung an die Arbeit gehen
um die zerbrochenen Stellen an deinen zerschundenen Konturen heilen.
Wir werden uns erheben mit unseren Herzen aus UBUNTU.
Und wir werden mutig und friedlich zusammenarbeiten,
Hand in Hand

FÜR DICH: UNSER SCHÖNER REGENBOGEN.
(Ein Impuls von Thomas Wojciechowski, Leiter der Abteilung Globale Gemeinde im ELM) 

Nach oben

Unter Gottes Schutz - ein Impuls für den 20. Juli 2021

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 2 der spricht zu dem HERRN: / Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. 3 Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. 4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken, / und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, 5 dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, 6 vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt. 7 Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. 8 Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Frevlern vergolten wird. 9 Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. 10 Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. 11 Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12 dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. 13 Über Löwen und Ottern wirst du gehen und junge Löwen und Drachen niedertreten.
14»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. 15 Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; / ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. 16 Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«
 (Psalm 91)

Die Verse 11 und 12 dieses Psalms sind wohl einer der am meisten ausgesuchten Taufsprüche in den letzten Jahren. Sie drücken etwas von der Sehnsucht des Menschen aus, seine Kinder behütet zu wissen. Vor allen Gefahren behütet, die wir jetzt noch gar nicht sehen können. Egal wann oder wie sie kommen können.

Der ganze Psalm ist von dieser Sehnsucht nach Schutz und Geborgenheit geprägt. Und manchmal frage ich mich, wie oft heute wohl viele Menschen überall auf der Welt solche oder ähnliche Worte beten. Sehnsucht nach Gottes Schutz. Schutz für die Kinder, vor Hunger, vor Gewalt, vor einem frühen Tod, vor einer Krankheit, vor Trennung der Eltern, vor… .

So viele Gefahren lauern im Leben.

Die Sehnsucht des Psalmbeters lebt von einer Hoffnung. Von der Hoffnung, dass seine Liebe Gott nicht kalt lässt, dass Gott denkt und fühlt: „Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen“.

Wieviel weiter geht das Zeichen und Handeln Jesu, der denen nachgeht, die ihn nicht lieben, die sich von ihm abgewendet haben, die ihn geiseln und töten, die ihn schlicht vergessen haben.

Nur so kann ich glauben und mit den Worten aus Venezuela beten:

Gottes zärtliche Berührung
stärke unseren Glauben,
mache uns bereit zu lieben,
schärfe unsere Sinne und lehre uns,
mit dem Herzen zu sehen;
sie lasse uns wie Kinder glauben,
damit die Botschaft des Evangeliums
in uns neu zum Leben gebracht werden kann.

Amen
(Nach einer Liturgie aus Venezuela)
(Ein Impuls von Michael Thiel, Direktor des ELM) 

Nach oben

"... werdet wie die Kinder, ..." (Mt 18,3) - ein Impuls für den 19. Juli 2021

Am vergangenen Sonntag sah ich ihn wieder, diesen niedlichen kleinen Sonnenschein, aufgeweckt und munter, mein jüngstes Patenkind, noch kein Jahr alt, wie er vor dem Beginn des Gottesdienstes, halb kriechend – halb krabbelnd , den Kirchraum erkundete.

Nach dem Gottesdienst standen die meisten Gottesdienstbesucher noch beieinander, lauschten den Klängen des Posaunenchores, der jeden Sonntag vor und nach dem Gottesdienst draußen einige Choräle spielt, Kinder spielten Ball auf dem Parkplatz.

Am dichtesten umringt aber war Frau R. mit ihrem kleinen Sohn, dem Sonnenschein, auf dem Arm. Vornehmlich handelte es sich dabei um ältere Damen, die entzückt das proppere Kerlchen anschauten, ihm freundlich zusprachen und ab und zu seine feisten Ärmchen und Beinchen knuddelten.

Und der Sonnenschein? In sichtbarer Geborgenheit auf Mutters Arm, schaute offen und freundlich lächelnd  in die ihn umringenden Gesichter, ohne Scheu oder Zurückhaltung, ja, direkt zugewandt. Zum Highlight wurde es, wenn eine Hand oder ein Finger ihn berührte. Dann wandelte sich sein Lächeln zu einem herzhaften Lachen, wobei seine ersten vier weißen Zähnchen blitzten.

Heute, Tage später, bin ich noch immer ganz erfüllt von der „Predigt“, die mir mein Patenkind am vergangenen Sonntag gehalten hat:
Ich darf mich sicher und geborgen wissen bei meinem himmlischen Vater.
Ich kann meinen Nächsten offen und zuversichtlich begegnen, gepaart mit Freundlichkeit und Herzlichkeit.
Viele Menschen haben ein Bedürfnis nach Nähe und Gemeinschaft, es könnte ihnen gut tun, wenn ich mich ihnen nicht entziehe. Wo gibt es jemanden, dem meine Nähe gut täte, der ein offenes Ohr braucht und vielleicht auch einmal eine liebevolle Berührung?
Ich habe mit meinen Gaben die Möglichkeit, behilflich zu sein, andere Menschen zu beglücken und Freude zu bereiten.
Ich darf mich über die Zuwendung anderer Menschen und am Glück des Augenblickes freuen.

Ich bin eingeladen, immer wieder umzukehren von meinem Streben nach Macht, Ansehen, Reichtum, und zu werden wie ein Kind. Nicht kindisch, aber meinem Leben Inhalt und Gestalt geben aus tiefer Geborgenheit und im Vertrauen auf meinen himmlischen Vater. All dem schenkt Jesus  dann die großartige Verheißung des Himmelreiches.
Für mich das Entscheidende überhaupt.
(Ein Impuls von Horst Hinken, Referent Ausstellungen & Veranstaltungen im ELM)

Nach oben

Alles hat seine Zeit - ein Impuls für den 16. Juli 2021

Es gibt Tage, da ist nur Stille, die das Geschehen kommentiert. Vielstimmig verhallen Gedanken wortlos dann im weiten Rund, das Publikum schweigt.

„Alles hat seine bestimmte Zeit … Weinen hat seine Zeit, … Klagen hat seine Zeit, … Schweigen hat seine Zeit und Reden hat seine Zeit“ (aus Prediger 3)

Manchmal überschlagen sich die Ereignisse. Sie kommen unvorbereitet, ohne Vorwarnung, ohne, dass man sich darauf hätte vorbereiten können. Gottes Wege sind unergründlich, heißt´s.

Dann aber bleiben oft nur unbeantwortete Fragen. Es scheint, als verweigerten sich die Antworten. Als verweigerte Gott die Antworten.

Was bleibt dann? Innehalten, sich erinnern, träumen, zürnen, verzweifeln, weinen?

Wie war das mit dem Apfelbäumchen, das Luther angeblich pflanzen würde, wenn morgen die Welt unterginge? Welch ein Gottvertrauen daraus spricht und der Glaube, dass das Ende nicht das Ende ist.

Alles hat seine Zeit. Wohl auch die Zeit für Antworten! Und die Zeit, ein Apfelbäumchen zu pflanzen. Darauf hoffe ich – auch in den Tagen, da nur Stille ist.
(ein Impuls von Dirk Freudenthal)

Nach oben

Du sollst ein Segen sein - ein Impuls für den 15. Juli 2021

Neulich habe ich mich gefreut. Ein Kollege und Freund hat seine Nachricht an mich beendet mit „SEGEN“ – mehr nicht! Und das tat mir gut! Dieses eine Wort, so voller Kraft, die ich nicht selber haben muss bzw. haben kann. SEGEN – was steckt da nicht alles drin?

Im Ersten Testament wird vom SEGEN gleich zu Beginn allen Lebens gesprochen. Der erste Schöpfungsbericht erzählt, dass Gott Mann und Frau zu seinem Bilde schuf und sie segnete (Gen 1,28). Das ist der erste, die gesamte Schöpfung umfassende SEGEN. Er ist wie ein positives Vorzeichen, das es dem Menschen ermöglicht, seinem Auftrag gerecht zu werden. SEGEN ist allerdings kein Glücksbringer, mit dem alles wieder in Ordnung kommt. Menschen können leider auch Segen in Fluch verwandeln.

"Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein", sagt Gott zu Abraham, und damit beginnt die großartige Geschichte zwischen Gott und seinem Volk Israel. Was bedeutet es also, gesegnet zu sein?

Indem Gott segnet, begleiten heilende, stärkende und ermutigende Kräfte mein Leben durch Höhen und Tiefen. Gesegnet kann ich ein SEGEN für andere sein. SEGEN hat viele Gesichter: Lebensglück, Gelingen in allem Tun (Ps 1,3), erfülltes Leben, Erfolg, Glück, Zufriedenheit, Ruhe und Sicherheit, all das ist SEGEN!

SEGEN schenkt ein Leben in SHALOM, was so viel wie "Frieden, Heil, Wohl, Ganzsein" bedeutet. Biblisch meint es ein Leben im inneren Frieden mit sich selbst, mit anderen und mit Gott.

Ich schreibe nun auch am Ende meiner Nachrichten gerne „SEGEN“ oder zur Abwechslung auch „SHALOM“ und bin mir sicher, dass es (s)eine wundersame Wirkung hat ;-)

Der HERR schenke Dir
jeden Tag ein fröhliches Herz,
in Lächeln auf Deinen Lippen,
in Lachen, das andere mitreißt und frei macht,
und die Gabe, Dich selbst nicht zu ernst zu nehmen
und auch über Dich selbst lachen zu können.

In dunklen Stunden sende er Dir einen Stern,
der Dich leitet;
in Traurigkeit einen Menschen, der Dich tröstet.
Er schenke Dir genügend Ruhe und Schlaf.
Herausforderungen sollen auch nicht fehlen,
zündende Ideen und funkelnde Überraschungen
gebe er Dir als Zutaten.

Mit seinem SEGEN sei er Dir alle Zeit nahe,
umgebe Dich mit seinem Beistand,
auf dass Du wachsen und reifen kannst
und Deinen Weg findest.

So bewahre Dich der HERR,
Dein Gott, der Dich ins Leben rief
und will, dass Du lebst und glücklich bist.
(Aus Irland)

(Ein Impuls von Waldemar Rausch, Referent Globale Nachhaltigkeit, Ökumenische Zusammenarbeit Russische Föderation im ELM)

Nach oben

Nicht was, sondern warum - ein Impuls für den 14. Juli 2021

Vor einigen Wochen war ich in einem evangelischen Nonnenkloster zu einer Fortbildung. Ich war mit einer ganz konkreten Frage dorthin gefahren und kam etwas zu spät an. Etwas erschöpft, genervt und besorgt, wie ich jetzt wohl empfangen werden würde. Am Empfang traf ich auf eine Nonne und meine innere Unruhe fiel in ein schwarzes Loch. In einer Art mentalen Aikido-Rolle fing sie meine negative Energie, lenkte sie um und gab sie mir verwandelt zurück: Freundlich, besonnen und herzlich. Etwas verwirrt fand ich mich in derselben Situation wieder, mit einem ausgetauschten Mindset.
Diese Atmosphäre zugewandter Gelassenheit  begleitete mich die nächsten Tage. Dabei war mir der Kontrast seht deutlich, zwischen den Frauen, die diese Stimmung durch ihr Sein erzeugten und der Fortbildungsgruppe, die das zwar genoss, aber eigentlich, jeder für sich, auf einer viel höheren und kurzatmigeren inneren Betriebstemperatur drehte. Wir waren zu Gast. Auf dem Gelände und in dieser inneren Verfasstheit.
Die Frage, mit der ich dorthin gefahren war, hatte ich schon beim Betreten des Gebäudes vergessen. Sie ist mir bis heute nicht wieder eingefallen. Stattdessen frage ich mich: „Kann ich das auch haben?“ Trotz Kinder, Job, Ehrenamt, Haushalt, etc.?
Einen Ansatz dazu habe ich mitgenommen: Es geht nicht darum, was ich tue oder wie ich es tue. Es geht darum, warum ich es tue. Wenn das geklärt ist, findet alles andere seinen Platz. Dazu will ich mir jetzt öfter Zeit nehmen: Still werden, horchen, aufnahmefähig sein. Und positiv zugewandt erwarten, was mir entgegentritt.
(Ein Impuls von Michaer Charbonnier, Referent Jugendarbeit & Globales Lernen im ELM)

Dazu hier ein Lied, das ich in dem Kloster bei einer Andacht gehört habe:

Nach oben

Ungerecht - ein Impuls für den 13. Juli 2021

„Viele sagen von mir: Er hat keine Hilfe bei Gott. Aber du, Herr, bist der Schild für mich, du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor.“ (Psalm 3,3-4)

Die Losung für den heutigen Tag ist dem Psalm 3 entnommen, der in der Lutherbibel 2017 mit „Morgenlied in böser Zeit“ überschrieben ist. Als ich in der Vorbereitung für diese Andacht die Losungen gelesen habe, musste ich sofort an Ulrike und ihre Familie denken. Am 3. und 4. Juni haben wir uns als Mitarbeitende von ihr verabschiedet und ihr für den Ruhestand vor allem viel Gesundheit gewünscht. Nun, nach ca. einen Monat wissen wir, dass es anders gekommen ist. Den Ruhestand, der mit vielen Erwartungen an eine Zeit ohne Erwerbstätigkeit, dafür aber mit um so mehr Zeit für Familie und Hobbies gefüllt war, wird es so nicht geben.

Im Gespräch mit Kolleg*innen fiel öfter der Gedanke, warum das ausgerechnet Ulrike ausgerechnet jetzt passieren musste, und es ganz andere gäbe, die ein ganz anderes Leben führen, sich dabei aber bester Gesundheit erfreuen. Schnell kommt einem da das Wort UNGERECHT in den Sinn.

Die meisten von uns können nur mutmaßen, wie es der Familie geht. Zweifelsohne nehmen sie diese Zeit, trotz Corona-Lockerungen, Sommer und Sonne als „böse Zeit“ wahr. Und es würde die Lage noch mal verschlimmern, wenn sie wüssten, dass sich nun auch noch Leute lustig machen und sagen würden: „Schau, Du glaubst zwar an Gott, aber der hat Dir nun auch nicht geholfen!“ Ja, hat denn die Familie keine Hilfe bei Gott? Auf jeden Fall ist das, was passiert ist, eine der Gelegenheiten, um an Gott und seiner Barmherzigkeit zu zweifeln!

Der Psalmist scheint zu wissen, was böse Zeiten sind. In der Verfolgung – also einer sehr realen Bedrohung – spricht er das Gebet, aus dem die Losung entnommen ist. Ich finde es erstaunlich, dass es gerade in den Psalmen so viele Lieder gibt, die das Motiv der schweren Zeiten aufnehmen und es sich eigentlich durch die ganze Bibel zieht, dass eine Beziehung mit Gott Probleme im Leben nicht in Luft auflöst.

Der Psalmist scheint aber ebenfalls zu wissen, dass Gott trotz dieser Probleme da ist. Er ist sich sicher, dass es eine andere Realität gibt als „Gott oder Probleme“ – eine Realität, die von „Gott in den oder trotz der Probleme“ geprägt ist.

Lasst uns auch heute an Ulrike und ihre Familie im Gebet denken und dafür beten, dass auch sie Trost im Psalm 3 finden:

Morgenlied in böser Zeit

Ach, HERR, wie sind meiner Feinde so viel und erheben sich so viele wider mich!
Viele sagen von mir: Er hat keine Hilfe bei Gott. Sela.
Aber du, HERR, bist der Schild für mich, du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor.
Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN, so erhört er mich von seinem heiligen Berge.
Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.
Ich fürchte mich nicht vor vielen Tausenden, die sich ringsum wider mich legen.
Auf, HERR, und hilf mir, mein Gott! / Denn du schlägst alle meine Feinde auf die Backe und zerschmetterst der Frevler Zähne.
Bei dem HERRN findet man Hilfe. Dein Segen komme über dein Volk!
AMEN
(Ein Impuls von Niels von Türk, Referent Internationale Partnerschaften)

Nach oben

Selig sind die Friedfertigen - ein Impuls für den 12. Juli 2021

Losung:
"Abram sprach zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder." (1. Mose 13, 8)

Lehrtext:
"Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor." (Römer 12, 10)

Nur Zank und Streit,
denn jeder will gewinnen.

Nur Zank und Streit auf Lebenszeit,
wir kämpfen wie von Sinnen.

Ich komm´ zu kurz, wenn ich nachgeb´,
und seh´, wie gut mein Nachbar lebt.

Das ist wohl das Gesetz dieser Welt: Wenn ich nicht für mich sorge, dann tut es auch kein anderer. Und wenn jeder für sich sorgt, ist schließlich für alle gesorgt.
Wie die Geschichte von Abram und Lot wohl weitergegangen wäre, wenn nicht einer nachgegeben hätte? Ist, wer nachgibt, wirklich der Klügere oder am Ende eben doch der Dumme?
Hier scheint Abram voll auf Gott zu vertrauen: Er lässt seinen Neffen wählen, in welcher Gegend er seine Herden weidet. Und der wählt natürlich die besseren Weidegründe – warum auch nicht? Damit war doch zu rechnen, Abram! Wie konntest du wirtschaftlich so unklug handeln?
Aber Moment! Das primäre Ziel Abrams war ja gar nicht Gewinnmaximierung, sondern Frieden. Der Konflikt sollte beendet werden, die ständigen Schlägereien zwischen den Hirten und die schlechte Stimmung unter „Brüdern“. Das hat er erreicht. Meine Hochachtung!
Und dann hat er sich auf längere Sicht sogar auch noch wirtschaftlich richtig entschieden – bzw. Lot hat sich falsch entschieden: Für die saftigen Weiden von Sodom und Gomorra. Wir sehen schon den Feuerregen, aber das war für niemanden vorhersehbar, für Lot nicht und auch nicht für Abram. Und die Geschichte wird nach meinem Eindruck nicht erzählt, um Lot eins auszuwischen, sondern um Abram als Menschen zu beschreiben, der Gottes Wegen vertraut.

Ich muss bei diesem Handeln an die Bergpredigt Jesu denken: Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Und: Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
(Ein Impuls von Detlef Kohrs, Geschäftsführer im ELM)

Nach oben

Einspruch, Euer Ehren - ein Impuls für den 9. Juli 2021

"Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit; gegen all das ist das Gesetz nicht."  (Gal. 5,22-24)

Da ist es wieder - manchmal beschleicht beim Lesen der Bibel ein ungutes Gefühl. Die Früchte des Geistes werden hier benannt und sie sind, in meinen Augen, merkwürdig weichgespült und blutleer. Genauso weichgespült emfinde ich häufig Predigten: sowohl im Inhalt als auch im Tonfall "Friede, Langmut, Freundlichkeit". Ich frage mich: wo bleibt da der Überschwang, die Kraft, die Kernigkeit, der Widerspruchsgeist, die Fantasie, die Rebellion?

Kann es damit zusammenhängen, dass die Werke des Fleisches allesamt verteufelt werden?

"Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid, maßloses Trinken und Essen und Ähnliches mehr. Ich sage euch voraus, wie ich es früher vorausgesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben." (Gal. 5, 20-22)

Die Dichotomie Leib-Geist ist häufig beschworen worden, besser wird sie dadurch nicht. Was ist so schlimm daran, dass wir Körper haben? Dass wir Spass daran haben gut zu essen und zu trinken, Sex zu haben, laut zu lachen, wütend zu sein, Kaffee zu trinken und auch mal Alkohol. Selbst mit einem Rausch wird Gott uns schon nicht verdammen. 

Mir ist schon klar, dass es in der ziterten Bibelstelle um das Unmaß und die Übertreibung geht aber bezeichnenderweise laufen die Früchte des Geistes offenbar nicht Gefahr, ins Unmaß abzugleiten. Was ist denn zu Beispiel mit Arbeitssucht, Hochmut, Philisterhaftigkeit, Elitarismus? Wird man damit das Reich Gottes erben?

Für mich gehört zu einem gelingenden und Gott gefälligen Leben die Einheit von Körper und Seele, von Leib und Geist und ich bete, dass das auch im Sinne Gottes ist.

Amen
(Ein Impuls von Anette Makus, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising im ELM)     

Nach oben

Aufstehen musst Du selbst - ein Impuls für den 8. Juli 2021

Gott hat deinem Geist Flügel verliehen,
mit denen du aufsteigen kannst
ins weite Firmament der Liebe und der Freiheit.

Und du jammervolles Geschöpf
stutzt diese Flügel mit eigener Hand
und lässt zu, dass deine Seele
wie ein Insekt am Boden dahinkriecht. (Khalil Gibran)

Der libanesisch-amerikanische Poet und Philosoph Khalil Gibran, geboren am 6. Januar 1883 im Libanon, starb bereits 1931 in New York. Seine Texte zeugen von seinem Willen zum Dialog zwischen der westlichen und der arabischen Welt. Als Christ vermittelte er zwischen den Religionen des Islam und des Christentums. Dieses Gedicht oben erscheint mir so erfrischend „jung“, dass ich gar nicht glauben kann, dass es bereits vor dem Zweiten Weltkrieg geschrieben wurde. Es zeugt von so viel Weite! Mit heftigen Worten kritisiert er die Person, die selbst Hand an sich legt, sich selbst die Flügel stutzt. Eine Kritik gegen die Selbstzensur und gegen die Selbstverstümmelung in emotional dichten Worten.

Mir fällt dazu der Text aus dem Lukasevangelium ein:

11 Und seht, dort war eine Frau, die litt seit 18 Jahren an einem Geist, der sie schwach machte. Sie saß zusammengekrümmt und konnte den Kopf überhaupt nicht heben.

12 Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: »Frau, du bist erlöst von deiner Schwäche!«

13 Und er legte ihr die Hände auf und die Frau richtete sich sofort gerade auf und pries Gott.
(Lukasevangelium 13,11-13)

Die Geschichte der gekrümmten Frau habe ich einmal in dem Zusammenhang gehört, dass Jesus die Frau zwar befreit von ihrer Schwäche, aber aufstehen muss sie schon selbst. Diesen Schritt muss sie selbst gehen. Bildlich gesprochen macht Jesus ihr eine Tür auf, aber aufstehen, sich aufrichten und hindurchgehen, zur eigenen Stärke und Antriebskraft, den eigenen Wünschen und Sehnsüchten stehen, das muss sie selbst.

Für mich DAS Lehrstück für Empowerment, dafür Verantwortung für sich zu übernehmen, ob Frau oder Mann.

Ja, Gott verleiht deinem und meinem Geist Flügel, um aufzusteigen, ins Firmament der Freiheit und der Liebe.

Amen.
(Ein Impuls von Gabriele De Bona, Referentin Gender International, Ökumenische Zusammenarbeit Äthiopien im ELM)

Nach oben

Schon immer verwoben - ein Impuls für den 7. Juli 2021

Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.“ (Apostelgeschichte 17,27)

„Der Teufel kann schnell Macht über dich haben. Also sieh dich vor.“ „Jede Sünde entfernt dich weiter von Gott.“ Vielleicht sind dir solche oder ähnliche Aussagen unbekannt. Dann gratuliere ich dir. Mir sind sie aus meiner frühen christlichen Biographie vertraut. Sie galten als freundlich gedachte Warnschilder, dass ich auf dem rechten Weg bleibe. Liebevoll gemeint haben sie in mir Angst produziert. Ich musste mich bemühen Gottes würdig zu sein.
Die Rede Paulus an die Athener gehört zu den Worten, neben anderen Worten und Begegnungen, die ein Umdenken und eine neue Haltung in mir ausgelöst haben: ich lebe in Gott. Und zwar nicht, weil ich mich dazu entschieden habe, sondern weil dies zu Gottes Schöpfungsplan mit mir gehört. Dieses legt Paulus den Athener dar. Sie waren schon immer mit Gott verbunden. Dafür öffnet er ihnen die Augen.
Ich lebe in Gott. Ich bin mit ihm verwoben. Diese Verbindung will er nicht auflösen. Und ich kann sie nicht auflösen, weil ich nicht die Macht habe gegen Gottes Schöpfungsplan anzukämpfen. Was für eine befreiende Botschaft! Ich muss mich nicht vor dem Teufel vorsehen! Gibt es ihn überhaupt oder ist er nicht eher eine Erfindung der Kirche und religiöser Fanatiker, die mit Angst ihre Macht über Menschen sichern wollen?
Ich will dem Bedrohlichen in meinem Leben immer weniger Macht geben. Stattdessen einem Gott vertrauen, in dem ich schon immer gelebt habe und dem ich meine Existenz verdanke. Es kann gar nicht sein, dass er nicht das Gute für mich will. Denn er ist nicht nur nicht fern von mir, sondern er ist mir nah. Lebensnah. Und ein lebensnaher Gott will, dass ich in aller Freiheit und ohne Angst lebe.
(Ein Impuls von Thomas Wojciechowski, Leiter der Abteilung Globale Gemeinde im ELM)

Nach oben

Die Hilfe des Herrn geht ihre eigenen Wege - ein Impuls für den 6. Juli 2021

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121, 1-2)

Dieser kurze Abschnitt aus dem Psalter kam mir in den Sinn als ich die folgende kleine Geschichte eines unbekannten Verfassers las. Sie ist überschrieben:

„Nein, danke!“
Ein gläubiger Mensch rettet sich während einer riesigen Überschwemmung auf das Dach seines Hauses. Die Fluten steigen und steigen. Eine Rettungsmannschaft kommt in einem Boot vorbei und bietet ihm an, ihn mitzunehmen. „Nein, danke“, sagt er, „Gott wird mich retten.“
Die Nacht bricht an, und das Wasser steigt weiter. Der Mann klettert auf den Schornstein. Wieder kommt ein Boot vorbei, und die Helfer rufen, er solle einsteigen. „Nein, danke“, erwidert der Mann nur. „Gott wird mich retten.“
Schließlich kommt ein Hubschrauber. Die Besatzung sieht ihn im Scheinwerferlicht auf dem Schornstein sitzen, das Wasser bis zum Kinn. „Nehmen sie die Strickleiter!“, ruft einer der Männer. „Nein, danke“, antwortet der Mann, „Gott wird mich retten.“ 
Das Wasser steigt weiter, und der Mann ertrinkt. Als er in den Himmel kommt, beschwert er sich bei Gott: „Mein Leben lang habe ich treu an dich geglaubt. Warum hast du mich nicht gerettet?“
Gott sieht ihn erstaunt an: „Ich habe dir zwei Boote und einen Hubschrauber geschickt. Worauf hast du gewartet?“
(aus „Mein MutMachBuch“ der Diakonie in Niedersachsen)

Ich wünsche uns allen immer wieder ein Herz voller Vertrauen und wache Sinne für jegliche Durchhilfe unseres liebenden Herrn.
(Ein Impuls von Horst Hinken, Referent Ausstellungen & Veranstaltungen im ELM)

Nach oben

Gott lässt sich bei seinem Namen rufen - Ein Impuls für den 5. Juli 2021

Ich weiß noch genau, wie es in der Schule war. Wir waren drei Jungen, die Michael hießen. Immer wenn einer von uns aufgerufen wurde, zuckten die anderen auch zusammen. Wer war gemeint? Ich? Zum Glück ging es nicht immer um mich. Geblieben ist manchmal die Unsicherheit: Wer ist gemeint?

Daran muss ich denken, wenn jemand „Oh Gott“ ruft und eigentlich gar nicht Gott meint, sondern nur erschrocken ist. Wie oft wird Gott am Tag angesprochen, ist aber gar nicht gemeint. Wie oft hört er seinen Namen – aber niemand möchte etwas von ihm.

Ist das mit dem Gebot gemeint: "Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht." (2. Mose 20,7)

Dieses Gebot hat es in die Reihe der 10 Gebote geschafft. Den Grundregeln für ein gelingendes Zusammenleben von Gott und Mensch und der Menschen miteinander. Immer wieder habe ich mich gefragt: Geht es hier um das sinnlose Aussprechen von Gottes Namen? Ja, das könnte auch gemeint sein. Immerhin gilt der Name Gottes im Judentum als so heilig, dass er gar nicht ausgesprochen wird. Da spüre ich einen großen Respekt und eine tiefe Verehrung für den Schöpfer. Aber an dieser Stelle in den Geboten schwingt noch etwas Anderes mit. Wir sollen nicht mit dem Namen Gottes verfluchen oder beschwören. Wir sollen ihn nicht in einen Zusammenhang mit Worten bringen, die Menschen schaden wollen. Der Name Gottes ist keine Geheimwaffe, deren Macht missbraucht werden soll, um Leben zu strafen, zu vernichten oder uns selbst einen Vorteil zu verschaffen. Sein Name steht im Gegenteil dafür, dass er Leben schenken und ermöglichen will. Leben in Fülle, wie es in der Begegnung mit Jesus erfahren worden ist (Johannes 10,10).

Gott will seinen Namen und seine Macht nicht in die Hände von Menschen geben. ER ist der Herr und sonst niemand. Aber er lässt sich bei seinem Namen rufen und hört unsere Bitten und Klagen. Er handelt, wie es ihm gefällt – mit mehr Weitsicht und Weisheit als ich sie habe.

Daran erinnert mich die Losung von heute. Auch daran, dass der Name Gottes uns mit vielen Menschen auf der Welt verbindet, die wie ich von diesem Gott Begleitung und Segen für ihr Leben erbitten und erfahren. Ein kostbarer Name, der sich meiner Verfügung entzieht, indem er sich selbst schenkt.

Dein Name, Gott, ist heilig.
Er ist die Tür zu Deiner Güte,
die uns begleitet durch den Tag.
Er ist die Hoffnung, die uns trägt,
er ist die Seele, bei der ich meine Lasten ablegen kann.
Deinen Name rufen wir an,
wenn wir füreinander einstehen und bitten
um Frieden in Äthiopien und der Republik Zentralafrika,
um Nahrung für die hungernden Menschen auf der Welt,
um Kraft gegen die Ungerechtigkeit aufzustehen,
die uns zu Feinden der anderen Menschen werden lässt.
Lass uns Geschwister sein,
in Deinem Namen,
Herr.

Amen
(Ein Impuls von Michael Thiel, Direktor des ELM)

Nach oben

Frieden2GO - Geistlicher Impuls für den 2. Juli 2021

"Meinen Frieden gebe ich Euch" (Johannes 14,27)

Der obengenannte Bibelvers fiel mir spontan ein, als ich, zusammen mit lieben Kolleg*innen, an einer Führung auf dem Friedensort2Go-Weg in Hermannsburg teilgenommen und eine bestimme Skulptur gesehen habe. Welche das ist, verrate ich nicht. Meinen Frieden gebe ich Euch, was für eine tolle Zusage. Es gibt so viel Unfrieden in dieser Welt. So viele Menschen müssen in Kriegsgebieten leben, es gibt viel Hass und Ungerechtigkeit unter uns Menschen oder auch Streit mit Freunden oder in Familien. Die Welt wäre um so vieles schöner und reicher, wenn alle in Frieden miteinander leben könnten und den Frieden des Herrn auch annehmen würden. Meinen persönlichen Frieden finde ich in der Natur, hauptsächlich wenn ich in Hessen durch die Felder und Wiesen gehe oder wenn ich im Tiefental durch die Heide laufe.

Vielleicht sind Sie ja neugierig geworden, um welche Skulptur es sich handelt. Dann lade ich Sie herzlich ein, einmal unseren Friedensort2Go-Weg abzulaufen und wenn Sie diese bestimmte Skulptur sehen, fällt Ihnen vielleicht auch mein Bibelvers ein. Ich finde es ganz toll, dass es in Hermannsburg jetzt den Friedensort2Go gibt. Man kann den Weg alleine erkunden oder in Gemeinschaft, es ist eine große Bereicherung für unseren Heideort. Einige der Aufgabenstellungen haben wir ausprobiert und ich war sehr überrascht, wie man sich dabei fühlt und was es mit einem macht. Es lohnt sich, es einmal selber auszuprobieren.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen und friedlichen Sommer!
(Ein Impuls von Kornelia Pufal, Teamassistentin Globale Gemeinde im ELM)

Nach oben

Nur für heute - ein Impuls für den 1. Juli 2021

Leben: Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben – ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

Sorgfalt: Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern … nur mich selbst.

Glück: Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin … nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.

Realismus: Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

Lesen: Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

Handeln: Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen – und ich werde es niemandem erzählen.

Überwinden: Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

Planen: Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

Mut: Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, und mich an allem freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.

Vertrauen: Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten –, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

(Diese "10 Gebote der Gelassenheit" werden Papst Johannes XXIII zugeschrieben - ein wiederentdecktes Fundstück von Anette Makus, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising im ELM).

ELM Aktuell

Nach oben

Projekt

Nach oben

Nach oben

Ludwig- Harms-Haus

Nach oben

Fachhochschule

ELM Service