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Updates aus Partnerkirchen zur Corona-Pandemie

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Äthiopien - EECMY
Brasilien - IECLB & COMIN (29.05.)
Indien - UTC
Indien - GSELC
Indien - SALC
Indien - UELCI (Update 11.05.) & TELC (24.3.) und 4.4., Gnanapoo Illam (Porayar), Pandur
Malawi - ELCM (Update 29.5.)
Peru - IL-P & Cristo Rey
Russische Föderation/Sibirien - ELKUSFO sowie Bunter Planet & Istok
Südafrika - ELCSA Cape Church
Südafrika - LUCSA
Südafrika - NELCSA, LCOF Hillbrow (Update 15.4.)
Südafrika - ELM-RESA (Joe Lüdemann)
Zentralafrikanische Repu blik - EELRCA

Bericht über die angelaufenen Projekte und Spendenaufruf (25.05.2020)

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Durban (Südafrika): Mit Fantasie und Engagement gegen die Corona-Krise

Desinfektionsspray am Kircheneingang, ungewöhnlich wenige Trauergäste bei Beerdigungen und Predigten, die über WhatsApp-Gruppen oder auf YouTube verbreitet werden – auch in Südafrika schränkt COVID-19 das kirchliche Leben erheblich ein. Mit Fantasie und Engagement stemmen sich die Gemeinden gegen den geistlichen Notstand, auch wenn die wirtschaftliche Situation immer schwieriger wird. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, wie Dr. Joe Lüdemann, ELM-Regionalrepräsentant für das Südliche Afrika, aus Durban zu berichten weiß. Mehr...

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„…nicht alles, was möglich ist, ist wünschenswert!“ - Erfahrungen aus dem Homeoffice, 12.06.2020

Eigentlich wäre Dr. Gudrun Löwner jetzt bei ihren Studierenden im indischen Bangalore, wo sie am United Theological College lehrt – eigentlich. Doch Corona zwingt auch die Pastorin und Theologieprofessorin  ins Home Office, wo sie von Bochum aus versucht, ihrem Auftrag gerecht zu werden. Nicht ganz einfach, wie wir aus ihrem Bericht erfahren. Mehr...

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IECLB: Leere Kirchen als Zeugnis der Liebe und der Achtsamkeit dem Leben gegenüber, 29.05.2020

Brasilien ist ein Hotspot der COVID-19-Pandemie. In keinem anderen Land gab es in den letzten Tagen mehr Todesfälle durch und mehr Infektionen an SARS-CoV-2. Die Leitung der Ev. Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), Partnerkirche des ELM, schreibt in einer Stellungnahme vom 29. Mai 2020 an ihre Gemeinden:

„Am 17. März 2020, noch bevor die Behörden entsprechende Anordnungen erlassen hatten, haben wir die Gemeinden angewiesen, auf alle Präsenzaktivitäten zu verzichten. Damit haben wir einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass die Lage sich nicht noch schlimmer entwickelt. Unsere Gemeinderäume sind nicht zu Orten der Weiterverbreitung des Virus geworden. Unsere leeren Kirchen sind voll des Zeugnisses der Liebe und der Achtsamkeit dem Leben gegenüber.

In der aktuellen Situation empfehlen wir weiterhin, auf alle Aktivitäten zu verzichten, die Versammlungen von Menschen beinhalten. Wir wissen nicht, wie die weitere Ausbreitung der Pandemie verlaufen wird. Deshalb können wir heute noch kein Datum nennen, wann Präsenzaktivitäten wieder aufgenommen werden können. In Anbetracht der kontinentalen Ausmaße unseres Landes und der unterschiedlichen Bedingungen an den verschiedenen Orten, haben wir uns darauf verständigt, dass die Entscheidung darüber in den jeweiligen Synoden zu treffen ist. Die Synodalpfarrerinnen und –pfarrer werden mit den Geistlichen und ehrenamtlichen Leitungspersonen die Lage vor Ort einschätzen und sich an den rechtlichen Bestimmungen orientieren. Sie entscheiden, wann im Bereich ihrer Synode die Aktivitäten wieder aufgenommen werden.

Wir werden als Kirchenleitung weiterhin wöchentlich gemeinsam mit den Synodalpfarrerinnen und Synodalpfarrern die Lage analysieren und Wege suchen, um den Herausforderungen zu begegnen. Als Kirche halten wir fest an der Einheit und der gemeinsamen Verpflichtung. Aber künftig werden die Synoden die leitenden Personen in ihrem Bereich noch stärker in die Beratungen darüber einbeziehen, wie vor Ort jeweils zu handeln ist.“
(Übersetzung und Bearbeitung: Kurt Herrera)

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Malawi: Zwischen Ruf nach Normalität und steigenden Infektionen, 29.05.2020

Uns erreichte eine E-Mail von Bischof J. P. Bvumbwe, in der er uns einen Zwischenbericht zur Situation in Malawi gibt: „Guten Abend aus Malawi. Ich komme gerade von einem Treffen mit der Taskforce des Präsidenten zu Covid-19 am Freitag zurück. Das Treffen dauerte den ganzen Tag. Ich leitete eine Delegation des Interreligiösen Forums für Frieden, Gerechtigkeit und Dialog, zu dem wir reisten, um unsere Besorgnis darüber zum Ausdruck zu bringen, wie das Land mit Fragen des Covid-19 umgeht. Malawi registrierte in nur 24 Stunden über 100 neue Fälle aufgrund der unerwarteten Rückkehr von Malawiern, die sich in Südafrika aufhielten. Die Zahl der bestätigten Fälle ist nun von 102 am vergangenen Montag (25.05.) auf 173 am Ende des heutigen Tages (29.05.) sprunghaft angestiegen. Wir empfinden dies als sehr alarmierend. Die Abriegelung wurde durch die gerichtliche Verfügung gestoppt, und jetzt wird über alle von der Regierung eingeführten Sicherheitsmaßnahmen weitgehend verhandelt, da die Menschen sehen, wie Politiker, die für die bevorstehenden, vom Gericht angeordneten Präsidentschaftswahlen werben, Wahlkampf betreiben.“

Da Unternehmen, Schulen, Hochschulen und der Sportsektor eine Rückkehr zur Normalität und diesbezüglich sofortige Maßnahmen forderten, so der Bischof, sei dies eine sehr schwierige Situation für die Taskforce. Für diese Woche sei ein Folgetreffen der Taskforce geplant, zu dem er wieder eingeladen sei.  

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Das United Theological College trifft Maßnahmen gegen Corona, 11.05.2020

So wie das allgemeine kirchliche und gemeindliche Leben in unseren Partnerkirchen, sind auch die theologischen Ausbildungsstätten dort von der Corona-Pandemie betroffen. Am 11. Mai erreichte uns z.B. eine Grußadresse der Vereinigten Theologischen Hochschule im indischen Bangalore (United Theological College/UTC), in der sie auf die Situation des Lehrbetriebes angesichts der landesweiten Abriegelung hinweist und sich bei ihren Partnern für die unermüdliche Unterstützung des Lebens an der UTC und ihrer Mission und ihren Dienst bedankt.

In ihrem Schreiben berichtet die UTC, an der auch die vom ELM entsandte Professorin Dr. Gudrun Löwner lehrt, von notwendigen proaktiven Entscheidungen. So wurden bereits Mitte März alle College-Prüfungen verschoben und die Studierenden nach Hause geschickt. Studierende, die bereits alle Leistungsanforderungen und Prüfungen erfüllt hatten, erhielten in einem speziellen Verfahren ihre Diplome und wurden individuell in einer kurzen Zeremonie geehrt und dann gebeten das College umgehend zu verlassen.

Studierende, die ihre Prüfungen noch abschließen mussten, blieben zurück, und durften das College wegen der allgemeinen Abriegelung in dieser Zeit zunächst nicht verlassen, solange eine endgültige Entscheidung bezüglich ihrer Prüfungsverfahren ausstand. Um sie kümmerte sich das College ebenso wie auch um die  Doktoranden, die im Wohnheim wohnen und ihre Arbeit fortsetzen. Derzeit werden Vorkehrungen getroffen, damit sie mit Einschränkungen auf die Bibliotheksressourcen zugreifen können.

Betroffen von den Beschränkungen waren auch alle Gemeindeveranstaltungen, darunter das Abschiedsessen und der Abschiedsgottesdienst, die für Anfang April geplant waren. Sie wurden ausgesetzt wie auch die für den 4. April 2020 geplante Sitzung des Exekutivausschusses. Die Mitglieder des Exekutivausschusses aus den Reihen des Kollegiums trafen sich jedoch mit dem Präsidenten der UTC-Gesellschaft und machten einige wichtige Empfehlungen, die für den Betrieb des Kollegs im kommenden akademischen Jahr 2020-2021 wesentlich sind. 

Die Fakultät trifft sich in regelmäßigen Abständen, prüft die Situation und trifft wichtige Entscheidungen auf der Grundlage der geltenden Regierungsdirektiven. Es wurde beschlossen, dass das Kollegium am 1. August 2020 für das nächste akademische Jahr wieder geöffnet wird - wobei die ersten 15 Tage mit einer Quarantänezeit für die Gemeinschaft verbunden sein könnten. Gemäß einer Direktive des Senats des Serampore College, des Dachverbandes der theologischen Hochschulen in Indien, würden Online-Klassen wie geplant ab Juni beginnen. Die Büros haben am 6. Mai mit einem Minimum an Personal ihre Arbeit aufgenommen, die zu gegebener Zeit gemäß den Richtlinien der Regierung entsprechend angepasst werden kann. 

Lesen Sie den originalen Wortlaut des Berichts hier…

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Solidaritätsabgabe in der ELCSA Cape Church, 07.05.2020

Es gibt zahlreiche Ideen in unseren Partnerkirchen, in Corona-Zeiten christliche Nächstenliebe zu leben und praktische Solidarität mit den am stärksten von der Krise betroffenen Menschen zu zeigen. Ein Beispiel hat uns jetzt Gilbert Filter aus Südafrika, Bischof der ELCSA Cape Church, geschickt. So verzichten wie er viele seiner hauptamtlichen Kollegen freiwillig zunächst für 3 Monate auf 5 Prozent ihres Bruttogehalts, um das Geld in einen Fonds einzuzahlen. Dieser kommt den Menschen zugute, die durch die jetzige Krise ihr Einkommen verloren haben,  berichtet Bischof Filter.

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IECLB: Suspendierung von Gottesdiensten und Gemeindegruppen bis 31. Mai verlängert, 08.05.2020

Die Kirchenleitung unserer brasilianischen Partnerkirche verlängert die am 17. März beschlossenen Beschränkungen des kirchlichen Lebens aufgrund steigender Covid-19-Infektionszahlen zum zweiten Mal – nun bis zum 31. Mai. Das geht aus einer Stellungnahme vom 8. Mai hervor, die im wesentlichen eine Stellungnahme der Präsidentschaft der IECLB und der Synodalpfarrerinnen und -pfarrer vom 24. April fortschreibt. Hier lesen Sie den Wortlaut auf Portugiesisch und Deutsch.

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„Womit wollen wir unsere Welt füllen, wenn es an der Zeit ist, sie wieder aufzubauen?“

Brief des UELCI-Generalsekretärs Joshua Petrus an die Partner angesichts der Corona-Pandemie, 28.04.2020

„Lassen Sie uns das Versprechen geben, die Regierungsinitiativen zur Bekämpfung des Virus zu unterstützen und uns daran zu beteiligen. Bleiben Sie zu Hause und halten Sie körperlichen Abstand, nutzen Sie die Zeit, um für die Opfer von COVID-19 und all die engagierten Mitarbeiter zu beten. Bleiben Sie auf sozialer Distanz und folgen Sie dem engeren Kontakt zu Ihren Lieben und Wohltätern und zu denen, die Angst vor dem Virus haben, indem Sie sie anrufen und mit ihnen sprechen, sie ermutigen und mit ihnen beten“, mit diesen Worten wandte sich der Generalsekretär der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen  in  Indien (UELCI), Pfarrer Joshua Petrus, Ende April in einem Brief an befreundete Organisationen und Partner im In- und Ausland.

Darin weist er auf die Zusammenarbeit der lutherischen Kirchen in Indien mit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in mehreren Wohlfahrts- und Programmen zur Bewusstseinbildung hin. So unternehme man auch Schritte zur Unterstützung der Wanderarbeiter*innen, der Tagelöhner*innen und der Armen in ihrem Kampf ums Überleben.

„Während wir den Bischöfen und Kirchenführern für ihre Unterstützung danken, appelliert die UELCI auch an alle Kirchen, ihren engagierten Dienst am leidenden Volk mit dem mitfühlenden Herzen fortzusetzen. Beten wir zu unserem allmächtigen Gott, dass er uns hilft, die finanziellen Engpässe zu überwinden, mit denen die Kirchen aufgrund des Lockdowns konfrontiert sind, der sie daran hindert, die Monatsgehälter an die kirchlichen Mitarbeiter auszuzahlen“, so Petrus weiter.

Die UELCI rufe alle Mitgliedskirchen dazu auf, den Sonntag nach dem Lockdown als „Erntedank-Sonntag der Befreiung vom COVID-19“ zu betrachten. Es werde ein Tag sein, an dem für all diejenigen gebetet werde, „die uns helfen – Angehörige von Gesundheitsberufen, Polizei und Sicherheitskräften, Sanitärfachleute usw.“, so Petrus. Er drückte seine Trauer und Scham über den Tod der Ärzte aus, die im Dienst an den Pandemie-Opfern verstorben seien, denen man aber eine respektvolle Beerdigung verweigert habe. „Die Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Indien verurteilen solche unmenschlichen Gewaltakte, die uns das Herz brechen“, unterstrich der UELCI-Generalsekretär und rief zum Umdenken im Umgang mit der Pandemie auf. „Diese Vorfälle an mehreren Orten deuten auf die Angst hin, die sich derzeit stärker verbreitet als die Bedrohung durch das Virus selbst. Die Kirchen, die Pfarrerinnen und Pfarrer haben die Aufgabe, ein Bewusstsein zu schaffen, um die Angst aus den Köpfen der Menschen zu vertreiben.“ Und Petrus stellte fest, dass jeder weitere Tag offensichtlich werde, dass dies eine einmalige Gelegenheit sei, den Geist und die Moral der eigenen Lebensweise zu hinterfragen: „Womit wollen wir unsere Welt füllen, wenn es an der Zeit ist sie wieder aufzubauen?“

Lesen hier den gesamten Wortlaut des Briefes im Original…

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Masken für andere: Wie sich brasilianische Gemeinden engagieren, 27.04.2020

Am Gitter der Apostelgemeinde in Joinville/SC hängen Alltagsmasken, wasserdicht in Plastikhüllen. Ein Schild lädt ein: „Benötigen Sie eine Maske? Nehmen Sie sich eine mit. Ein Geschenk der Apostelgemeinde.“ Freiwillige aus der Gemeinde haben die Masken genäht, die Gemeinde hat die Materialien zur Verfügung gestellt.

Die Gemeinde in der Stadt Lajeado/RS hat das Projekt „Masken mit Liebe“ begonnen. Firmen und Gemeindeglieder stellen das Material zur Verfügung, 40 Freiwillige nähen zuhause die Masken. Sie werden zusammen mit einem Zettel am Zaun der Kirche angeboten, auf dem steht: „Der Glaube ruht nicht und nimmt keinen Urlaub. Wir stellen Masken her, um damit die Liebe Gottes zu bezeugen. Denn die Kirche ist von Gott berufen, sich für soziale Veränderung einzusetzen. Mehr als 40 Freiwillige nehmen an diesem Projekt teil. Nehmen Sie eine Maske für sich selbst und beten Sie für die Menschen, setzen Sie sich für eine bessere Welt ein und wissen Sie, dass Sie nicht allein sind.“

Darüber hinaus werden Masken für Altenheime und andere wohltätige Einrichtungen genäht, die diesen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Das sind nur zwei von vielen Beispielen von Gemeinden der IECLB, die sich in der aktuellen Krise für andere Menschen engagieren.

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Lutherische Christ*innen in Peru: Mission trotz Corona, 22.04.2020

Auch in Zeiten von Corona nehmen die lutherischen Christ*innen in Peru ihren Auftrag zu Mission in Evangelisation und Diakonie ernst und organisieren dazu ihre Arbeit nicht zuletzt mit digitalen Angeboten um, wie sie unserem Referenten für Ökumenische Zusammenarbeit mit Brasilien und Peru Kurt Herrera per E-Mail mitgeteilt haben. Das gilt für unsere Lutherische Partnerkirche in Peru ebenso wie für die aus der Arbeit des ELM entstandene und bis heute mit uns verbundene Lutherische Gemeinde Cristo Rey. Lesen sie die von Kurt Herrera übersetzten Antworten auf ein Schreiben von ELM-Referent Kurt Herrera und auf ein Rundschreiben des ELM an die Partnerkirchen vom 22. April.

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Situation in Malawi nach Gesprächen mit Partner*innen vor Ort, 23.04.2020

Von 2 bekannten Infektionen Ende März ist die Zahl der Infizierten in Malawi Ende April auf 19 angestiegen, 2 Menschen sind infolge einer Erkrankung verstorben. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Zahl der unregistriert Infizierten wesentlich höher liegt. Insgesamt 4 Testzentren gibt es in den größeren Städten Lilongwe, Blantyre und Mzuzu.

Ab Montag war in Malawi eine 3-wöchige Ausgangssperre verhängt worden, diese Entscheidung der Regierung wurde allerdings umgehend juristisch angefochten und von einem Gericht ausgesetzt. Es gibt keine parteiübergreifende Linie im Umgang mit der Covid-19-Pandemie. Vielmehr werden die notwendigen gesundheitspolitischen Diskussionen vom Wahlkampf der anstehenden Wiederholung der Präsidentschaftswahlen vereinnahmt.

Entsprechend wird die Ausgangssperre nicht wirklich durchgesetzt, das Leben auf den Straßen und Märkten geht wie gewohnt weiter. Das Risiko einer Ansteckung wird überwiegend auf aus dem Ausland Einreisende verengt. COVID-19 gilt als Problem der Grenzgebiete und Städte, dabei findet nach wie vor Reiseverkehr im Inland und mutmaßlich auch Handelsverkehr mit Nachbarländern statt. Arbeiter, Tagelöhner und Händler bangen um ihren Lohn und halten das Risiko von Hunger leiden für bedrohlicher als die Pandemie. Die Kirche versucht, das Angebot regelmäßiger warmer Mahlzeiten (Ernährungszentren) für Kinder aus armen Familien aufrechtzuerhalten. Auch hier droht existenzielle Not, sollten die Maßnahmen etwa die Lebensmittelbeschaffung und Verteilung erschweren.

Gottesdienste finden nach wie vor statt. Die ELCM teilt die Gemeindeglieder auf unterschiedliche Gebäude und Zeiten auf, damit nicht mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Einige Gemeindemitglieder entschließen sich jedoch alternativ zu eigenen kleinen Hausgottesdiensten im Familienkreis. Die traditionelle Karfreitags-Prozession hat in verkleinerter Runde im Freien ebenfalls stattgefunden. 

Tobias Schäfer-Sell, ELM-Referent Ökumenische Zusammenarbeit Malawi

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Wir dürfen Masken herstellen! - Outreach-Foundation Hillbrow (Südafrika), 15.04.2020, 10:08 Uhr

Die soziale Arbeit in Hillbrow geht weiter. Schon lange gibt es ein Nähprojekt - nun werden diese Möglichkeiten nach entsprechenden Anträgen und Genehmigungen genutzt:

„Da wir über die Fähigkeiten und Einrichtungen zur Herstellung von Masken verfügen, um die Südafrikaner*innen im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zu unterstützen, hat uns die südafrikanische Regierung den Status eines wesentlichen Dienstes verliehen. Wir werden bald in der Lage sein, Masken für eine Schutzgebühr von 10,00 Rand (ca. 0,50 EUR) an die Öffentlichkeit zu liefern.“

Mehr dazu … (Link zur Webseite des Projekts)

 

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Auszug aus Ostergruß des IELCB-Präsidiums, 6.04.2020

Aus Brasilien erreichen uns auch hoffnungsvolle Zeilen, die neben der Schwere der gegenwärtigen Situation auch die neuen Chancen zeigen:

„Die COVID-19-Pandemie hat Brasilien erreicht. Zunächst langsam aber nun in einem beschleunigten Prozess ... Als wäre die Pandemie, die für Brasilien sowohl sozial als auch wirtschaftlich eine Tragödie zu werden droht, noch nicht genug, müssen wir uns zudem mit dem unwissenschaftlichen Verständnis von Teilen der Regierung befassen, das aus Sicht der Epidemiolog*innen sehr gefährlich ist. Glücklicherweise folgen die meisten Organisationen den Richtlinien der Gesundheitsbehörden.

Die IECLB befindet sich nun in der dritten Woche ihrer Quarantäne. Das war eine wichtige Entscheidung, die gemeinsam von dem Präsidium und den 18 Synodalpfarrerinnen und -pfarrern, getroffen wurde. Voraussichtlich werden wir die Quarantäne noch länger aufrechterhalten. Während der Zeit der Quarantäne halten Präsidium und Synodalpfarrer*innen wöchentliche Online-Konferenzen.

Wir sind uns bewusst, dass die Entscheidung, keine persönlichen Treffen mehr zuzulassen, wie z. B. Sitzungen, Gottesdienste, Veranstaltungen oder Versammlungen, Konsequenzen haben wird, unter anderem in wirtschaftlicher Hinsicht. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass die wichtigste Sache in diesem Moment ist, Leben zu retten, die Gefahr einer Ansteckung zu verringern und den Behörden mehr Zeit zu geben, sich auf die Versorgung von kranken Menschen vorzubereiten.

Die neue Realität lehrt uns, andere Formate von Dialog und Sitzungen zu praktizieren: digital, virtuell oder mit Hilfe von Audio-Videos. Wir lernen viel und entdecken, dass es in diesem Bereich viele Möglichkeiten gibt. Die meisten der über 800 Pfarrer*innen, die in 1800 Gemeinden arbeiten, bemühen sich, mit ihren Mitgliedern in Kontakt zu bleiben durch Chats, Telefonate, WhatsApp und andere Kommunikationsmittel. Ihre Feiern, Gebete, Lieder und Fürbitten haben die Netzwerke geflutet. Viele Menschen wurden so erreicht, auch über die IECLB hinaus. Wir werden viel darüber nachdenken müssen, was das für das Leben der Kirche nach der Pandemie bedeuten wird.

Wir sind beides: in Sorge, aber auch zuversichtlich. Wir sind gewiss, dass Christus mit uns ist, an jedem Tag bis ans Ende der Zeit (Matthäus 28, 20) und dass wir alles durch Christus tun können, der uns stärkt (Philipper 4, 13). Wir leben durch die Gnade Gottes und so wird die Last leichter, obwohl sie schwer ist. Vor allem haben wir in Christus die neue Realität erfahren, die Ostern bringt:  das Leben wird siegen.

Das Wichtigste ist jetzt, dass wir weiterhin füreinander beten. Wenn dieser „Überfall“ einmal vorbei ist, werden wir uns wieder neu organisieren, für viele persönliche Begegnungen.

Wir danken Gott für eure Partnerschaft. Wir danken euch für eure Unterstützung und eure Gebete. Ihr sollt wissen, dass auch wir für euch alle beten. Darauf könnt Ihr euch verlassen!“

Osterbotschaft des Präsidiums der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB)

Download gesamter Text im englischen Original

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Brasilien, indigene Völker und COVID-19 – 9.4.2020

Die COVID-19-Pandemie wird verheerende Auswirkungen auf die schon am meisten verletzliche und diskriminierte Bevölkerung haben. Indigene Führungskräfte verurteilen die Ernährungsunsicherheit und bitten um die notwendigen Maßnahmen, damit dieser Situation begegnet wird. …

Mit viel sozialem Engagement wurde die Kampagne „Not-Grundeinkommen, jetzt“ („Renda básica emergencial, já“) durchgeführt. Auch wir von FLD-Comin-Capa* haben diese Kampagne unterstützt und Unterschriften gesammelt. Wir fordern die Regierung auf, Brasilianer*innen mit einem Familieneinkommen von weniger als drei Mindestlöhnen (Mindestlohn = ca. 187 Euro) sechs Monate lang mit einem Betrag von monatlich 300,00 Reais (ungefähr 54 Euro) zu unterstützen. Das betrifft 77 Mio. Menschen. ...

„Diakonie klagt die Unvernunft und mangelnde Liebe von fundamentalistischen politischen und religiösen Führungskräften an, die sich in dieser hochriskanten Situation für Ignoranz und Opportunismus anstatt für öffentliche Politik und unerlässliche Maßnahmen entscheiden.“

Lasst uns prophetische Diakonie im Alltag leben und erfahren.

Pfarrerin Renate Gierus, FLD-Comin-Capa (*COMIN ist der Indigenenmissionsrat der IECLB, CAPA ist das Zentrum für Förderung der agroökologischen Produktion, FLD ist die Lutherische Diakoniestiftung. COMIN und CAPA sind institutionell in die FLD integriert worden)

Download gesamter Text

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Gespräch über soziale Medien zu Mädchenheim in Porayar (Indien), 8.4.2020, 18:30 Uhr

Prof. Dr. Katharinal Punithavath, Leiterin des TELC Mädchenheimes Gnanapoo Illam in Porayar, kurz Punitha: „Ja, liebe Ute. Ich freue mich, von dir zu hören. Bleib gesegnet und pass auf dich auf, meine Liebe. Um die Gruppe zu verkleinern, wurden gemäß der Anweisung der Regierung Kinder nach Hause geschickt. Nur ein kleines Team von Kindern und ein kleines Team von Mitarbeitenden sind hier. Erhaltung der sozialen Distanz …

… In unserem bestehenden alten Gebäude auf dem Gelände könnten wir bei finanzieller Unterstützung mit kurzfristigen medizinischen Kursen beginnen. Für die Durchführung von Tageskursen wird es keine Probleme geben. Denn das ist der größte Bedarf der Stunde. Es ist nicht zwingend erforderlich. Allein durch die schlimmste Situation, die sich hier abspielt, bleibt mir dieser Gedanke im Gedächtnis haften. Der Stadtteil Markt von Porayar und das umliegende Dorf Kattuchery stehen unter Quarantäne. Beten Sie. Gott wird uns helfen. Ich möchte in dieser Situation etwas tun. Einfach beten und sich um die Unterbringung und die Familie kümmern. Ich hoffe, Sie haben alle Ihre Meetings abgesagt. Kümmern Sie sich dort um Sie und Ihre Familienangehörigen. Liebevoll Punitha.“

Nachfrage: „… Kannst du mir etwas näher erklären, was du mit Kurzzeitangeboten im medizinischen Sektor meinst?“

Punitha: „Jetzt planen alle Länder überall, die Anzahl der Krankenhäuser zu erhöhen. Es gibt Forderungen im medizinischen Bereich. In einer solchen Situation können wir einen Labortechnik-Kurs, einen Apotheken-Kurs, einen Kurs für Krankenpflege-Assistenz … für sechs Monate bis zu einjährigen Kursen beginnen. Unsere eigenen Mädchen und Tranquebar-Internatsschülerinnen, aus Mayiladuthurai und andere Heimkinder werden davon profitieren. In den kommenden Jahren wird dies ein sehr großer Dienst für die Gesellschaft sein. Ute, wir werden diese Dinge auch im Gebet bewahren. Es gibt viele Zweige der medizinischen Ausbildung. Wir können solche Kurse auf unserem Campus selbst wählen. 
Mit Gebet und Grüßen Punitha.“

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E-Mail von Daniel Jeyaraj, Bischof der TELC, 4.4.2020

„Ich bin gerade zurück vom Koordinationstreffen, einberufen vom Landrat in Tiruchirapallis. Neben mir nahmen Bischöfe der Church of South India (CSI) sowie der katholischen Kirche teil. Die Regierung hat uns gebeten, die Richtlinien strikt einzuhalten. 

Die katholische Kirche hat ihre Hochschule St. Joseph’s geöffnet und die CSI übernimmt die Essensverteilung über die Bischof Heber Hochschule an Menschen in ernster Notlage. Das war sehr ermutigend zu sehen, wie schnell und effektiv sie alle sich selbst organisiert haben und das Thema ernsthaft angegangen sind. Neben Essen, helfen sie mit Masken, Desinfektionsmittel, Seife etc. Ich habe ja schon erwähnt, dass wir nicht nur für „unsere“ Leute sorgen sollten, sondern uns auch um die Menschen „draußen“, in unseren kleinen Kreisen, kümmern sollten; inkl. Nicht-Christ*innen.“

Nach einem Spendenaufruf in der Kirche laufen erste Maßnahmen an – wenn auch nicht überall reibungslos. Das Geld dafür kommt von einfachen Menschen aus den Gemeinden, mit der Hoffnung, dass ihre Kirche, die TELC, das Geld nach bestem Wissen und Gewissen einsetzt. Der Bischof setzt sich dafür ein, die Nothilfe transparent zu verteilen – natürlich mit den notwendigen Schutzmaßnahmen.

„... Besser, wir schaffen eine Atmosphäre, in der bereitwillig und wohlwollend die Art, wie wir Nothilfe organisieren und durchführen, unterstützt wird. Es sind die armen Gemeindemitglieder, die auf unseren Aufruf reagiert haben. Viele von Ihnen sagen, dass sie ihren Beitrag leisten möchten, wenn die Überweisungsmodalitäten besser geworden sind, nach der Ausgangssperre und wir sollen nicht denken, dass sie nicht unterstützen wollen.

Denn: „Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.“ (2. Kor 9,7)

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Projekt Bunter Planet und Istok, Sibirien, 2.04.2020

Zum Projekt Bunter Planet in Schelechow:
Wie ich schon schrieb, sind die Kinder und jungen Erwachsenen sind Hause und machen fleißig ihre Quilling-Aufgaben. Sie werden von uns per Telefon beraten und begleitet. Das funktioniert ganz gut. 
Alle sind sehr motiviert und bereiten ihre Arbeiten für die nächste Ausstellung in der Stadt vor. Aber die Gemeinschaft miteinander fehlt ihnen allen. Unser Club ist für sie ein Ort, wo sie immer willkommen sind, wo sie als ganz normale Menschen (was sie sind!!!) wahrgenommen werden, wo sie miteinander feiern, sich freuen oder trauern dürfen.

Kolja zum Beispiel ist ein kräftiger junger Mann. Sehr begabt, praktisch, im Sport. Er wohnt mit seiner Mutter in ihrem eigenen Haus. Er hat natürlich viel zu tun. Er muss und will seiner Mutter am Haus und Hof helfen und muss nicht den ganzen Tag in seinem Zimmer bleiben. Er versteht und sieht, dass er für andere Menschen sehr wichtig ist und ihnen helfen darf. Er wird hoffe ich die Zeit der Quarantäne gut verkraften.

Vitja, ein kleiner junger Mann mit Down-Syndrom, wohnt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung. Er kann seiner Mutter nicht viel helfen. Wenn seine Mutter arbeitet, ist er allein zu Hause. Seine Mutter macht sehr viel für ihn. Sie ist für ihn immer da, hilft ihm in seinen Aufgaben. Aber er bleibt für diese Zeit zu Hause eingesperrt. Vitja ist die Person, die immer sehr gern kommt und, wenn das Treffen schon zu Ende ist, nicht gehen will. Das ist auch typisch für alle Kinder. Jedes Treffen ist bei uns immer ein Fest. Man findet immer einen Grund zum Feiern: Geburtstag, Geburtstag eines Elternteils, Geburtstag einer Großmutter, einer Cousine – Hauptsache man verbringt miteinander noch eine Stunde und muss nicht nach Hause gehen und alleine sein!

In der Wohngruppe in Istok ist die Situation viel schwieriger und ernster. Die jungen Männer mit Behinderungen können einfach nicht nach Hause. 
Dima zum Beispiel ist sehr aktiv. Er hilft gern auf dem Bauernhof, leidet aber an Epilepsie. Er wohnte mit seiner Mutter, aber die Familie ist so arm, dass seine Mutter zwei Arbeitsstellen als Putzfrau annehmen musste. Ihn allein zu Hause zu lassen, wäre für ihn lebensgefährlich. Also er bleibt auf jeden Fall in der Wohngruppe.

Artem dagegen hätte gut nach Hause gehen können, wenn er ein Zuhause hätte. Seine Mutter ist sehr alt und wohnt mit ihrem zweiten Sohn, der im Rollstuhl sitzt und ein Suchtproblem hat, zusammen. Aus diesem Grund bleibt Artem auch in Istok, wo er besser aufgehoben ist.

Durch unsere Unterstützung geht es ihnen schon ein bisschen besser. Die Kuh hat endlich gekalbt, so dass es bald wieder genug Milch geben wird. 
Die Kreisverwaltung fragte zunächst, ob sie etwas brauchen, in der Annahme, dass sie eine staatliche Einrichtung sind. Da die Wohngruppe in Istok aber nicht staatlich getragen ist, hieß es dann: „Tut uns leid, wir können für sie nichts tun“. Zumindest kann man davon ausgehen, dass die staatlichen Heime versorgt werden.

Unser Staat hat eine Internet-Plattform „Staatliche Dienste“ (Gosuslugi). Vor einigen Tagen habe ich von dort eine Mail bekommen: In der Situation mit Corona-Virus werden freiwillige Helfer gesucht und eingeladen mitzumachen. Jeder im Alter zwischen 18 und 50, ohne Fieber und Erkältungssymptome, der Zeit hat, ist eingeladen, freiwillig zu helfen. Wer bereit, ist sein Auto zur Verfügung zu stellen, kann zum Beispiel ältere Menschen mit Lebensmittel versorgen. Die nur Zeit und ein Handy haben, können mit  einsamen Menschen einfach sprechen ... Ich finde diese Initiative toll.

So viel über uns. Liebe Grüße aus Schelechow und bleibt bitte alle gesund!
Anastassia Razinkowa, ELKUSFO, Region Irkutsk 

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Grüße aus Wladiwostok, 1.04.2020

Konstantin Pawlenko aus dem Kirchenvorstand in Wladiwostok schreibt, dass ihm der Kontakt zu Partnern im Ausland sehr wichtig ist: „Die COVID-19-Pandemie trifft alle Menschen weltweit und unser Handwerkszeug, gemeinsames Gebet und Gemeinschaft spielen eine große Rolle bei der Überwindung dieser Krise. Es ist für mich sehr wichtig, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben; gemeinsam können wir viel schaffen!“

Auch in Wladiwostok gilt die Ausgangssperre vom 28.03.2020 bis zum 05.04.2020. In der Gemeinde wurden zwei Chats eingerichtet, in denen zum Beispiel die Predigttexte für den kommenden Sonntag sowie die Ansprachen von Geistlichen der Evangelischen Kirche in Russland, inklusive der Ansprache von Erzbischof Dietrich Brauer, veröffentlicht werden. 

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UELCI kümmert sich um unmittelbare Bedürfnisse, 30.03.2020

Grüße und Gebete aus der UELCI!

Ich schätze Ihre Fürsorge und Freundlichkeit gegenüber Ihren Missionspartnern sehr. Während Sie selbst und Ihr Land so hart von der Pandemie betroffen sind, bin ich so beeindruckt, Ihre christliche Liebe und Ihr Engagement gegenüber Ihren Partnern zu sehen.  Ich bin überwältigt, die wahre christliche Liebe und das Engagement unserer Partner in diesen Tagen zu sehen und zu erfahren.

Sie haben recht, die Ausgangssperre hat viele Auswirkungen auf unser tägliches Leben, insbesondere auf das Leben der Armen und Bedürftigen und dieses Mal in der Pandemie schließt sie auch das Leben der Pastor*innen, der Mitarbeitenden in Kirchen und die Studierenden in den Theologischen Hochschulen ein.  Das kleine Einkommen, das durch Kollekten erzielt wird, steht jetzt auf dem Spiel.  Die Mitgliedskirchen werden bereits ab diesem Monat Probleme haben, Ihre Mitarbeiter zu entlohnen. Das weiß ich genau, als Schatzmeister unserer Arcot-lutherischen Kirche und als Generalsekretär der UELCI, der in dieser Zeit der Panik, der Angst und der Isolation in ständigem Kontakt mit den Mitgliedskirchen steht. 

Es ist eine seltsame Situation. Da dies eine Pandemie ist, die die ganze Welt einbezieht und weil Indien in die entscheidende Phase der 3. Stufe eintritt, sind wir etwas hilflos bei der Planung einer Nothilfe.  Wir von UELCI versuchen jedoch, die Situation einzuschätzen.

Wir stehen in Kontakt mit unseren Mitgliedskirchen, um über die Situation vor Ort in ihren jeweiligen Missionsgebieten informieren zu können. Die von den Mitgliedskirchen vorgenommene rasche Bedarfsermittlung vermittelt ein klares Bild von den armen Menschen, die ihre tägliche Nahrung dringend benötigen, da die Regierung eine Ausgangssperre verhängt hat, die sie daran hindert, eine Arbeit anzunehmen. 

Darüber hinaus sind die Menschen, die in den Slums und ländlichen Gebieten leben, am stärksten betroffen, da sie keinen Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene haben, Dinge der persönlichen Hygiene, die absolut wichtig sind. Die Regierung rät den Menschen ständig, sich die Hände mit Desinfektionsmitteln usw. zu waschen, leider haben diese Menschen keinen Zugang zu solchen Mitteln.

Die Menschen, die keine Unterkünfte haben, haben keinen Zugang zu den öffentlichen Plätzen. Sie erhalten keine Informationen über die Pandemie sowie die Pläne der Regierung, da sie auch keinen Zugang zu öffentlichen Informationssystemen haben. Dies hat viele Obdachlose in eine Paniksituation geführt und sie sind psychisch beeinträchtigt.

Lebensmittel und Non-Food-Artikel, WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) und Psychosoziale Unterstützung sind die unmittelbaren Bedürfnisse der Menschen in dieser Situation.
Wir als UELCI versuchen, uns um einige der unmittelbaren Bedürfnisse zu kümmern:

  • mindestens einmal täglich Essen für Obdachlose auf der Straße (1000 Personen für die nächsten 20 Tage)
  • haltbare Lebensmittel (Reis, Dhal, Öl, Kurkuma, Chilipulver und Salz) für 2000 Kirchenmitarbeiter, die nur von Einnahmen der Kirche leben. Da die Gottesdienste ausgesetzt sind, bekommen sie keine Einnahmen aus Kollekten.
  • Durch eine großzügige Spende der örtlichen Kirchenmitglieder hat der Koordinator des HIV- und Aids-Referats Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken gesammelt. Diese wurden gestern (25.03.2020) an die Anti-Retroviral-Therapie-Zentren (ART) in Chennai übergeben, die ART-Medikamente an die HIV- und Aids-Infizierten und -betroffenen Menschen liefern, die sehr anfällig für COVID-19 sind. 
  • wir schlagen vor, die ungenutzten Räume der Missionskrankenhäuser zu öffnen, um die Obdachlosen zu versorgen und ihnen mindestens zweimal täglich Nahrung zur Verfügung zu stellen.
  • UELCI-Mitarbeitern, sollten Hochgeschwindigkeits-Internet-Dongle für den nächsten Monat erhalten, um sofortige Konnektivität zu erhalten und sie zu verbessern, um von zu Hause aus zu arbeiten.

Schließlich hatte ich gestern ein Gespräch mit unseren Kollegen in unserer Kirche, bei dem wir über die Sprache und die Wahl der Sätze diskutierten, die im Zusammenhang mit COVID-19 verwendet werden. Zum Beispiel ist die Forderung nach sozialer Ausgrenzung oder öffentlicher Distanzierung im Kontext von COVID-19 zwar verständlich, aber im Zusammenhang mit Indien mit den Kastenpraktiken, impliziert dies eine andere Bedeutung und wir befürchten, dass die Gefahr besteht, dass wir diese soziale Ausgrenzung in der Welt nach Corona gutheißen werden. Wir haben bereits begonnen, das Problem in unserem Kontext zu erkennen: die Bediensteten und Hausangestellten sind in dieser Situation nicht in unseren Häusern erlaubt aber sie werden immer noch aus der Ferne für niedere Arbeiten und durch Hintertüren beschäftigt. Dies bringt sicherlich die harten Realitäten der Kastenpraktiken im indischen Kontext zurück. Das Stigma und die psychosozialen Auswirkungen des Status einer Ausgestoßenen fügen dem gegenwärtigen Szenario ein Trauma hinzu. Daher befürchte ich, dass ein Land wie Indien nicht nur gegen die Corona-Virus-Pandemie, sondern gleichzeitig auch gegen eine wirtschaftliche und soziale Pandemie kämpfen muss.

Nochmals vielen Dank für Ihre Solidarität, die in Zeiten der Not zum Ausdruck gebracht wurde, lassen Sie die ELM wissen, dass Sie alle in unseren täglichen Gebeten in Erinnerung bleiben.

Mit Gebeten und besten Wünschen,
Rev. A. Joshuva Peter, United Evangelical Lutheran Churches in India & LWF National Comittee India

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Grüße aus der SALC (Indien), 30.3.2020, 15:27 Uhr

Ich grüße Sie von der Lutherischen Süd-Andhra-Kirche  im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus.

Es ist ziemlich erschütternd, den Verlust von Menschenleben weltweit durch die Pandemie COVID-19 zu sehen. Verlieren wir jedoch nicht die Hoffnung und gehen wir im Glauben voran. Als der Leib Christi lasst uns beten und der Bevölkerung auf jede erdenkliche Art und Weise helfen.

In Indien sind wir seit einigen Tagen in Ausgangssperre, und alle Gottesdienste werden abgesagt. Aber unsere Regierung hat uns erlaubt, mit 5 Mitgliedern der Kirche Gottesdienst zu feiern. Deshalb haben wir den letzten Sonntagsgottesdienst per Live-Stream übertragen und werden ihn bis auf weiteres fortführen bis andere Anweisungen der Regierung vorliegen.

Lasst uns weiterhin für die ganze Welt Fürbitte halten.

In Seinem Dienst,
Rt. Rev. E. Vijaya Bhaskar, Bishop South Andhra Lutheran Church (SALC)

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Grüße von ELM-Mitarbeiterin, 27.03.2020, 20:02 Uhr

Ich grüße Euch ganz persönlich und möchte Euch ganz persönlich in den Arm nehmen in diesen schweren Zeiten. Leider kann ich das physisch nicht, sondern nur symbolisch aus der Distanz. Seit sechs Tagen bin ich in Bochum unter Hausquarantäne. Das ELM in Hermannsburg hat mich aus ihrer Sorgepflicht für seine Mitarbeiter*innen zurückgerufen und mit dem letzten Linienflug via Amsterdam bin ich via Düsseldorf nach Bochum gekommen.

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Südafrika im Corona-Shut-Down - ELM-Regionalbeauftragter besorgt

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Videobotschaft von ELM-Mitarbeiter Dr. Joe Lüdemann.



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Grüße aus Sibirien - bis 26.03.2020

25.03.2020 Ekaterina Stetsenko, Ussurirsk, Region Ferner Osten

… Ich bin sehr berührt, dass man uns im fernen Deutschland kennt und an uns denkt. Unsere Region hat diese ernste Prüfung Gott sei Dank noch nicht erreicht. Aber die notwendigen Maßnahmen werden ergriffen: Öffentliche Veranstaltungen sind verboten, ebenso wie z. B. Sportwettkämpfe. Museen, Theater, Kinos, Nachtclubs sind geschlossen; Bildungseinrichtungen werden auf Fernunterricht umgestellt.

Heute versammelte der Bürgermeister unserer Gemeinde die Leiter*innen der religiösen Organisationen und bat sie, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern.

Unsere Gemeinde in der Stadt Ussurijsk in der Primorski-Region ist klein.  Wir halten weiter Gottesdienste und haben einen Gemeinde-Chatroom auf Instagram, wo ich alle nützlichen und interessanten Informationen für unsere Gemeinde veröffentliche. Wir haben keinen Pastor und sind darum Bradn Buerkle sehr dankbar für seine Predigten und Impulse, die wir regelmäßig nutzen.

Mir gefiel die Idee, zu einer bestimmten Zeit eine Andacht oder ein Gebet zu lesen, wir werden es unbedingt in der Gemeinde machen.

Mit Wünschen von Frieden, alles Gute und Gottes Segen
Ekaterina Stetsenko

 

26.03.2020 Victor Subkow, Sekretär und Übersetzer im Kirchenbüro ELKUSFO, Omsk

… Die nächste Woche, also vom 28.3.-5.4.2020, hat Präsident Putin als arbeitsfrei erklärt mit 100% Gehalt für alle Arbeitnehmer*innen. Wir müssen also alle zu Hause bleiben und Veranstaltungen und Termine aussetzen. Wir nehmen an, das wird auch streng kontrolliert. Die Regierung droht mit hohen Geldstrafen und sogar mit Gefängnis denen, die diese Vorschriften nicht halten. Ab jetzt sind alle Unterhaltungsangebote (Cafés, Kinos, Theater etc.) geschlossen, wie auch alle anderen öffentlichen Stellen.

Wie wir verstehen, gilt das auch uns als Kirche. Wir empfehlen allen unseren Gemeinden ihre Gottesdienste auszusetzen. Wie diese Woche bei uns aussehen wird, berichte ich Euch später. Wir hoffen sehr, dass diese Maßnahmen helfen, die Erkrankungswelle aufzuhalten …

 

26.03.2020, Anastassia Razinkowa, ELKUSFO, Region Irkutsk

… glücklicherweise haben wir noch keine so kritische Situation wie in Europa. Aber alles kann passieren. Nächste Woche werden wir alle zu Hause bleiben. Gott helfe, dass all diese Maßnahmen greifen und der Virus uns nicht erreicht. Bis jetzt gibt es in unserer Region keine Infizierten; in Moskau aber bereits viele ...

Natürlich haben wir darüber nachgedacht, was wir tun werden, wenn alle in strenge Quarantäne gehen. Gott sei Dank haben wir Internet! Schulen und Universitäten in Russland stellen auf Fernunterricht um - auch die Kirche kann diese Möglichkeiten nutzen.

Soja Heinze und ich haben bereits eine Chatgruppe eingerichtet, um uns mit unseren Mitarbeitenden auszutauschen. Für das Projekt „Bunter Planet“ bereiten wir Materialien vor und sie werden zu Hause damit arbeiten. Wenn erforderlich, werden wir sie online beraten.

Mit den Pfadfinder*innen haben wir unseren eigenen Chat. Gerade machen wir mit ihnen einen Online-Quest (NB: eine Art Such-/Frage-Antwort-Spiel): alle drei Tage kommen neue  Aufgaben hinzu. Für erledigte Aufgaben bekommt man Punkte. Wer am meisten hat, gewinnt. Das Spiel geht bis zum 9. Mai.

Die Gemeinde in Schelechow hat auch einen Chat, und wir veröffentlichen dort Predigten, Videos, interessante Gedanken und Lieder.

Das einzige Problem ist Istok. Dort gibt es kein Internet und keine Verbindung. Noch fahre ich aber dort regelmäßig hin. Ich bringe ihnen Lebensmittel mit. Ihre Kuh dort gibt keine Milch mehr, die Kinder haben sich aber an die tägliche Portion Milch gewöhnt. Also müssen wir sie kaufen. Solange es die Möglichkeit besteht, werde ich dorthin fahren. 

Wir hoffen, dass unsere Freizeiten im Sommer stattfinden können, und jetzt ist ein sehr guter Zeitpunkt, um uns hinzusetzen und sie vorzubereiten.

Wir beten für euch und für die ganze Welt, dass Gott uns vor dieser Krankheit schützt.

Herzliche Grüße an alle
Nastja 

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Corona im Südlichen Afrika, 24.03.2020, 19:05 Uhr

Aus Südafrika errechte uns dieser ausführliche Situationsbericht von Dr. Joe Lüdemann, ELM-Regionalvertreter für das Südliche Afrika (RESA).

Gottesdienst/Predigt am 22.03.2020 (isiZulu)  

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Grüße des Bischofs der Ev.-luth. Tamilkirche (TELC), 24.03.2020, 15:12 Uhr

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
Ich grüße Sie im Namen unseres heilenden Gottes.

Ihrer Post entnehme ich, welche Bedingungen bei Ihnen aufgrund des COVID-19-Ausbruchs herrschen. Das ist sehr hilfreich für uns und die TELC versichert in Solidarität, Ihnen in dieser Zeit der Prüfung beizustehen und an Sie zu denken. In unseren wildesten Phantasien hätte sich keiner von uns ausmalen können, was gerade bei und um uns geschieht. Insbesondere um Sie, unsere Partner in Mission, bin ich besorgt, ihre Sicherheit und die Auswirkungen des Ausbrechens der Pandemie auf unser Leben in den kommenden Monaten und Jahren. Ich habe die TELC-Gemeinden persönlich angefragt speziell unsere Partner in Mission im Gebet zu unterstützen und  dem kommen sie gerne nach.

Wir sitzen alle im selben Boot, insofern unser Land auf die dritte Stufe zusteuert: Die indische Regierung hat an diesem Sonntag strenge Beschränkungen erlassen, einschließlich der Ausgangssperre, die noch weiter verlängert werden kann. Für ein Land mit 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern und einem suboptimalen Gesundheitssystem ist das Szenario sehr beängstigend und in Indien unvorstellbar. Wir haben unsere Gemeinden ermutigt, an die weniger privilegierten Menschen um sie herum zu denken und sie während der Tage der Ausgangssperre mit allen nur möglichen Mitteln zu unterstützen.

Wir brauchen großen Mut, um uns dieser einmaligen Krise zu stellen, wir tun das mit der Unterstützung unseres Herrn, des Allmächtigen. Wir beten für Ihre Sicherheit und die Ihrer Gemeinde und bitten Sie, auch an uns zu denken. Ich hoffe aufrichtig, dass wir diesen Moment bald überwinden und unsere Arbeit im geistlichen Amt wieder aufnehmen werden.

Möge Gott uns stärken und leiten.

Mit den besten Grüßen
Rt. Rev. D. Daniel Jeyaraj, Bischof/Präsident – Ev.-luth. Tamilkirche (TELC)

Text im englischen Original - English version

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Situation in Bezug auf COVID-19 in Malawi, 24.03.2020, 13:39

Unsere Partner Bischof J P Bvumbwe, Mabel Madinga, Generalsekretärin, beide ELCM,  und Dickens Mtonga, ELDS Direktor schreiben uns übereinstimmend:

Offiziell gibt es in Malawi bis jetzt niemanden, der positive auf Corona getestet ist. Aber es gibt einige Verdachtsfälle, die an den Grenzen und Flughäfen in Quarantäne sind. Die Bedrohung ist sehr real und wir sind nicht sicher, ob wir als Land bereits jetzt für Corona gerüstet sind. Sie wissen, wie wir in der malawischen Gesellschaft unseren Alltag leben: wir sind sehr auf Gemeinschaft ausgerichtet, sehr hilfsbereit und einladend. Unsere Grenzen sind noch offen und wir hören von einigen Menschen, die aus betroffenen Ländern kommen, dass sie immer noch einreisen können, was unser Land immer noch sehr verwundbar für den Virus macht.

Die Regierung hat angeordnet, dass Schulen schließen müssen und Zusammenkünfte die Zahl von 100 Personen nicht übersteigen dürfen, das schließt Gottesdienste ein. Sie können sich vorstellen, wie hart es wird, diese Maßnahmen umzusetzen, einschließlich der Wahrung sozialer Distanz in unseren Städten und Dörfern.

Wir beraten bereits darüber, wie Gottesdienste im Fall eines Regierungsverbots stattfinden können. Zurzeit wissen wir nicht, wie wir darauf reagieren sollen, aber wir beten und hoffen, dass der Herr, unser Gott, uns einen Weg aufzeigen wird in dieser schwierigen Zeit.

Menschen leben in Angst und wir können nur beten, dass der Herr, unser Gott, uns leitet wenn wir Antworten auf die schwierige Situation finden müssen, zumal es sehr sicher ist, dass das Schlimmste noch kommt. 

Wir müssen weiter im Gebet zusammenstehen und uns weiter ermutigen. Wir sind solidarisch miteinander und müssen das weiter sein.

Seien Sie so gut und überbringen Sie unsere besten Wünsche für eine schnelle Überwindung dieser globalen Epidemie.  Gerade im Moment, sind wir besorgter um euch, Brüder und Schwestern in Deutschland, als um uns.

Wir beten, wie nie zuvor, während wir versuchen die Präventionsmaßnahmen einzuhalten: Möge der Herr unser Gott, Schöpfer und Erhalter des Lebens, uns vor diesem tödlichen Virus schützen!

Text in Englisch - English version

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Grüße aus der Zentralafrikanischen Republik, 24.03.2020, 13:03 Uhr

Empfangen Sie meine brüderlichen Grüße im schönen Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus!

Wie Sie wissen, hat die aktuelle Corona-Pandemie kein Land der Welt verschont. Sowohl die Zentralafrikanische Republik als auch Ihre jeweiligen Länder sind bereits von dieser Krankheit betroffen. Zurzeit gibt es in dem Land 4 Fälle von Menschen, die mit dem COVID-19-Virus infiziert sind. Unter den Opfern haben wir einen italienischen Priester und 3 Zentralafrikaner. All diese Menschen kamen aus dem Ausland. Der Priester kam aus Italien und die drei Zentralafrikaner aus Frankreich. Laut dem Gesundheitsminister werden alle unsere Fälle importiert. Im Moment gibt es noch keinen Fall einer lokalen Übertragung des Virus. Das heißt, auf nationaler Ebene keine Übertragung des Virus von einem Zentralafrika auf ein anderes. Und bisher wurden keine Todesfälle verzeichnet.

Angesichts dieser Geißel lebt die zentralafrikanische Bevölkerung in großer Angst. Dies hat die Regierung dazu veranlasst, eine umfangreiche Massenaufklärungskampagne über die Medien zu starten. Die Priorität liegt auf der Prävention. Der Präsident der Republik und der Gesundheitsminister haben eine Reihe von Beschlüssen gefasst, die darauf abzielen, alle Zusammenkünfte von Menschen zu verbieten, die Schließung von Trinkeinrichtungen und Stadien, ein Verbot der Begrüßung mit der Hand, die Verpflichtung, in einem Abstand von einem Meter zu stehen, um miteinander zu sprechen, das regelmäßige Waschen der Hände mit Seife, das Husten in ein Taschentuch und dessen sofortiges Wegwerfen usw.

Heute wird der Präsident der Republik ein Treffen mit Katholiken, Protestanten und Muslimen über die mögliche Schließung von Kirchen und Moscheen abhalten. Wir wissen nicht, ob nach diesem Treffen die Feierlichkeiten unserer Gottesdienste vorübergehend ausgesetzt werden.

Darüber hinaus werden die Landgrenzen von den Nachbarn der Zentralafrikanischen Republik, insbesondere Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo und dem Tschad, geschlossen. Diese Schließung hat schwerwiegende Folgen für das Wirtschaftsleben des Landes, das in Bezug auf den Handel zu 99,5% von den Nachbarländern abhängig ist. Öffentliche Verkehrsmittel sind verboten.

Angesichts dieser Herausforderungen bitten wir unsere Gläubigen, die Anweisungen der Regierung zu befolgen, aber vor allem, ihren Glauben zu bewahren und im Gebet für das Corona-Virus zu bleiben, das die Welt verwüstet.

In Christus!
Pfarrer Dr. Samuel Ndanga-Toue, Präsident der EELRCA

Text im französischen Original - Version française 

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Schließung Jungenheim Pandur (Indien), 24.03.2020, 7:16 Uhr

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich freue mich, dass Jonas (NB: deutscher ELM-Freiwilliger) sicher angekommen ist.

Wie Sie vielleicht überall in Tamil Nadu wissen, verschlechtert sich die Situation wegen des Virus.  Keine Bildungseinrichtungen, Colleges, Universitäten und Unternehmen sind in Betrieb, auch Busse, Autos, Taxis und Züge werden bis zum 31. März angehalten, auch die Kirchen, Moscheen, Tempel etc. sind geschlossen. Von unseren Heim sind alle in ihre Heimatorte gegangen, außer Martin (NB: der Hausmeister) und mir.  Auch wir bleiben nur aufgrund des Arbeitsdrucks, den die Regierung uns auferlegt, zurück.

Herzliche Grüße,
Raja Manohara Carunia, Manager TELC Boys Home, Pandur 

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Anruf aus der GSELC (Indien), 23.03.2020, 16:16 Uhr

Der Vizepräsident der GSELC, Rev. N. Daniel, hat uns in einem Telefonat mitgeteilt, dass in ganz Indien eine Ausgangssperre bis zum 31.3.2020 verhängt wurde. Die Kinder aus dem Heimen Vinayakapuram und Sarapaka wurden nach Hause geschickt. Alle Heime und Schulen werden sehr genau kontrolliert, ob die Bestimmungen der Regierung umgesetzt werden. Auch auf den Dörfern sieht man keine Menschen mehr in der Öffentlichkeit, alle sind in ihren Häusern und Hütten. Rev. Daniel geht davon aus, dass es eine weitere Ausgangssperre geben wird. Gottesdienste finden derzeit nicht statt und alle Gemeindeglieder sind angehalten, in ihren Familien zu beten.

Die GSELC-Mitglieder denken an ihre Freunde in Deutschland und beten für uns. 

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Theologische Ausbildung Indien: Examen verschoben

Der Senate of Serampore als Dachverband der Theologischen Hochschulen in Indien hat für die 19 angeschlossenen Colleges und Institutionen eine Verschiebung aller Examen festgelegt. Das betrifft auch die vier mit dem ELM verbundenen Hochschulen – das Andhra Christian Theological College in Hyderabad, das United Theological College in Bangalore, das Tamil Theological Seminary in Madurai sowie das Gurukul Lutheran Theological College and Research Institute in Chennai.
Die Examen, die eigentlich vom 24.3.-20.4.2020 stattfinden sollten, sind vorerst auf den 1.6. bis 20.6.2020 verschoben. 

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Grüße und Gebete aus Porayar (Indien), 23.03.2020

Ich grüße Sie im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Vielen Dank, dass Sie Ihre Fürsorge durch Gedanken und Gebete wegen des Corona-Virus mit uns teilen. Es ist sehr traurig, wenn man bedenkt, dass die ganze Welt unerträgliche Probleme durchmacht.

Gemäß der Verordnung des Schulbildungsbeauftragen von Chennai wurden alle staatlichen Schulen, staatlich geförderten Schulen und Privatschulen vom 17.03.2020 bis zum 31.03.2020 geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus vorzubeugen. Für die Sicherheit der Kinder der 10.,11. und 12. Klasse sind die Internate geöffnet, damit sie ihre staatliche Prüfung schreiben können. Die Prüfung der 10. Klassen wird auf den 15. April 2020 verschoben. Waisenkinder und hilfsbedürftige Kinder bleiben im Heim.  Es wurden Aufklärungsprogramme durchgeführt und Anweisungen an die Kinder gegeben, die zu Hause zu befolgen sind, sowie an die Kinder, die in den Heimen bleiben. Unsere Kinder erhalten besondere Betreuung und Aufmerksamkeit.

In Indien, insbesondere in Tamil Nadu, ergreift die Regierung ernsthafte Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus unter Kontrolle zu bringen. Wir kooperieren mit unserer Regierung, indem wir ihre Anweisungen befolgten, um aus dieser gesundheitlichen Krise herauszukommen. Möge der Herr mit uns und mit allen Nationen der Welt sein und uns vor dem tödlichen Corona-Virus schützen. Unsere Grüße und Gebete sind mit Ihnen, Ihrer Familie und den Mitarbeitern der ELM.

Mit Grüßen und Gebeten
Dr. I. Katharinal Punithavathy, Ph.D., Manager TELC Home for Children

Text im englischen Original - English version

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„Kirche sein“ in Zeiten von COVID-19, Botschaft aus Äthiopien 23.03.2020, 10:07 Uhr

Botschaft des Präsidenten der äthiopischen evangelischen Kirche Mekane Yesus (EECMY)

Am Freitag, den 13. März  2020, wurde bekannt gegeben, dass der erste Corona-Fall in Äthiopien diagnostiziert wurde. Bis zu diesem Tag haben wir nur über die Medien beobachtet, mit welchen Schwierigkeiten andere Länder zu kämpfen haben. Aber seitdem wurden auch wir Teil der weltweiten Gemeinschaft, die Krieg gegen dieses ansteckende Virus führt. Die Pandemie hat unser Land erreicht. Das beschäftigt und beunruhigt uns und die Mitglieder unserer Kirche und Gemeinden.

In Zeiten wie diesen sollte unser erster Impuls sein, uns als Christen Gott im Gebet zuzuwenden und für unser Land und die ganze Welt zu fasten. Die EECMY hat bereits ein einmonatiges landesweites Gebet und Fasten angekündigt, es soll vom 9. März bis zum 8. April gehen. Das sollte fortgeführt werden mit noch größerer Beteiligung und Hingabe aber wir empfehlen, dass es jetzt von zu Hause aus stattfinden soll oder in kleinen Gruppen und nicht in großen Zusammenkünften.

Als Kirche sieht die Äthiopische Evangelische Kirche Mekane Yesus (EECMY) ihre Verantwortung, alle zu ermutigen, nach den Richtlinien zu handeln, die von den äthiopischen Gesundheitsbehörden herausgegeben wurden und den Empfehlungen zum Schutz von uns allen zu folgen.

Das sollten wir in die Tat umsetzen:

  • Soziale Distanz wahren – halten Sie einen Abstand von 1-2 Metern zu anderen Personen ein
  • Treffen nur in kleineren Gruppen von 15-20 Personen – vermeiden Sie größere Zusammenkünfte
  • Unsere Hände oft waschen und hohe Hygiene-Standards einhalten

Zusätzlich fordern wir unsere Mitglieder auf bei der Begrüßung, beim Gebet, in Bibelkreisen und häuslichen Gottesdiensten, physischen Kontakt zu vermeiden und sich in kleineren Gruppen zu treffen. Schließlich fordern wir Sie auf, für alle Ein- und Austretenden bei sich zu Hause und auf dem Kirchengelände ausreichend Wasser und Seife verfügbar zu haben.

Als Christen ist es wichtig, ein vorbildliches Leben zu führen, so können wir auch in Zeiten von Corona Kirche sein. Indem wir einander lieben und unserem Nachbarn dienen, indem wir es vermeiden, die Krankheit weiter zu verbreiten und es zu unserem größten Anliegen machen, dass es unseren Mitbürgern gut geht.

Bei all dem wollen wir auch unsere Solidarität mit der weltweiten Kirche zeigen und als Brüder und Schwestern in Christus füreinander beten, besonders für die am meisten betroffenen Länder.

Römer 12, 12 sagt: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“ Damit ermutigen wir euch alle, an der Hoffnung auf den Herrn Jesus festzuhalten und geduldig und beharrlich im Gebet zu sein, während wir weiter Kirche, geeint in Christus, sind.

In Christus
Pastor Yonas Yigezu Dibisa, EECMY-Präsident

Text im englischen Original - English version

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Informationen aus der UELCI, Indien 20.03.2020, 7:30 Uhr

Liebe Partnerkirchen und Partner*innen in Gottes Mission,

wir sind sehr beunruhigt über die Situation wegen des Ausbruchs der Pandemie COVID-19, die überall die Welt beherrscht.

In Indien sind Schulen und Hochschulen bis 31. März 2020 geschlossen. Der öffentliche Verkehr (inklusive der Bahnverbindungen) ist reduziert. In manchen Bundesstaaten haben die lokalen Regierungen die Ausgangssperre verhängt, die Menschen sind aufgefordert, sich nicht zu treffen – auch nicht zum Gottesdienst. Viele unserer Kirchen haben das Fasten und die Sonntagsgottesdienste und -Zusammenkünfte ausgesetzt. Wir hören mehr und mehr davon, dass auch in der ökumenischen Gemeinschaft Gottesdienste abgesagt werden. Menschen können die Kirche noch besuchen, nachdem sie ihre Hände mit den vorgeschriebenen Desinfektionsmitteln gereinigt haben; und es wird von ihnen erwartet, dass sie in Isolation beten. Und selbst davon wird inzwischen abgeraten. Die tägliche Ausgabe von Mahlzeiten an arme Kinder in den Schulen ist eingestellt worden. Das beeinträchtigt die armen Kinder sehr.

Als ein dicht besiedeltes Land mit einem Minimum an hygienischer Versorgung wird dieser Ausbruch der Pandemie zu ernsthaften Problemen im Land führen. Vor allem die Armen und Schwachen leiden wie immer am meisten. Viele haben ihren täglichen Lebensunterhalt verloren.

Wir sind in Kontakt mit den Mitgliedskirchen, um auf dem Laufenden zu bleiben, was diese Pandemie angeht. Einige Mitgliedskirchen haben die Gottesdienste, öffentliche Zusammenkünfte ausgesetzt und die Schließung der Geschäftsstellen verkündet, bis die Situation sich bessert.

Ebenso wie die Regierung den öffentlichen Verkehr eingeschränkt und strikt angewiesen hat, ins Homeoffice zu gehen, hat die UELCI alle Fach-Programme ausgesetzt, trotzdem kommen alle Mitarbeiter*innen auf dem und um das Universitätsgelände bis heute ins Büro. Weil die Situation sich verschlechtert, wird das Sekretariat der UELCI den Forderungen der Regierung Rechnung tragen und die Geschäftsstelle von heute (20.03.2020) bis 31.03.2020 schließen. Trotzdem sind wir online erreichbar.

Parallel dazu haben wir beschlossen, mit einer Gebetskette für COVID-19 weiterzumachen. Wir haben einen Gebetsplan für unsere Mitarbeitenden erstellt, mit dem wir heute begonnen haben. Wir planen jede und jeder, eine Stunde mit Gott im Gebet zu verbringen. Wir haben einen großen Glauben in unseren Herrn Jesus Christus, der uns und unseren Lieben Schutz und Heilung bringen kann in dieser Zeit von Angst und Krankheit. Wenn wir von gesundheitlichen Problemen, schlechten Nachrichten oder Beziehungskrisen überschwemmt werden, ist die Welt Gottes unser einziger Schutz und unsere Zuflucht, so sehen wir auf Gott  und beten um Hilfe für die Heilung der Länder dieser Welt.  

„Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm.“ Jeremia 17, 14

Lasst uns einander im Gebet tragen!

Rev. A. Joshuva Peter; Executive Secretary
United Evangelical Lutheran Churches in India & LWF National Comittee India

Text im englischen Original - English version

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Informationen aus Südafrika 19.03.2020, 16:32 Uhr

Die Situation im LUCSA-Kirchenbüro

Liebe Schwestern und Brüder,

Wir senden Euch mit den Worten des Oculi-Sonntagstextes Fastengrüße: „Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9, 62)

Es ist der Ruf und der Auftrag der Menschen Gottes, die Sicherheit des Tritts wiederzuerlangen und sich über das unebene Gelände zu erheben, auf dem sie pflügen - in dem Wissen, dass das unebene Gelände, das sie pflügen, morgen die Quelle ihrer Nahrung ist.

Die Realität des Corona-Virus versetzt die Welt in unsichere Zeiten, vor allem jene Regionen, die beginnen, Personen zu melden, die gerade an COVID-19 erkrankt sind. In solchen Situationen scheinen die Menschen von einem Moment auf den nächsten zu leben, wie es gerade kommt. Es gibt keine klar umrissenen Pläne oder Aktivitäten.

Das ist unsere Situation im LUCSA Kirchenbüro. Wir haben die für heute vorgesehene Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses vertagt und den LUCSA-Rat vom 1. bis 5. Juni 2020 auf den 1. bis 5. September 2020 verschoben.

Viele unserer programmatischen Aktivitäten wurden auf Eis gelegt, da die meisten SADC-Länder grenzüberschreitende Reisen einschränken. Den LUCSA-Mitarbeitern wurde geraten, an allen Fronten äußerste Vorsicht walten zu lassen und bei Bedarf von zu Hause aus zu arbeiten.

Dem oben geschilderten Szenario Rechnung tragend, informieren wir Sie hiermit, dass Sie die Kommunikation mit dem LUCSA Kirchenbüro gerade als etwas herausfordernd empfinden könnten. Unabhängig davon, von wo wir arbeiten werden, werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um zu informieren und Ihre Anfragen zu beantworten.

Wir werden das Mandat, das uns die Mitgliedskirchen erteilt haben, auch in Zeiten wie diesen erfüllen. Möge Gottes Gnade mit uns allen sein.

Grüße
Tswaedi DP.; Executive Director LUCSA

Text im englischen Original - English version

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Informationen aus Deutschland 19.03.2020

Brief des Direktors des ELM an die Partnerkirchen   

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Informationen aus Brasilien 18.03.2020, 17:46 Uhr

Präsidentschaft; Schreiben Nr. 280034/20
Porto Alegre, 17. März 2020

„Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ (Römer 5,5)

Die Fälle von Infektionen mit dem COVID-19 (Neues Corona-Virus) nehmen täglich zu. Deshalb müssen wir die von der Präsidentschaft der IECLB am 4. März 2020 herausgegebenen Richtlinien ergänzen. Damals wurde die Aussetzung der Gemeindeaktivitäten bereits in Betracht gezogen. Angesichts der Verschärfung der Situation empfehlen die Präsidentschaft und die Synodenpfarrerinnen und -pfarrer der IECLB die sofortige und unbefristete Aussetzung aller gemeindlichen Aktivitäten, die persönliche Treffen von Menschen jeden Alters beinhalten. Diese Richtlinien gelten auch für Orte, an denen es bisher keine Fälle oder Berichte über Fälle des Neuen Corona-Virus gibt. Je nach der Entwicklung der Pandemie wird diese Aussetzung überprüft und werden neue Richtlinien herausgegeben.

Diese Maßnahme ergänzt die verschiedenen nationalen und globalen Bemühungen, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Es ist eine Zeit der Unsicherheit, der Vorsicht und der Sorgfalt. Das Aussetzen von Aktivitäten ist keine Übertreibung, sondern eine Haltung der Verantwortung gegenüber dem Leben. Die Verbreitung des Virus erfolgt durch Nähe und Körperkontakt. Wir setzen die Präsenzaktivitäten aus, um katastrophale und tragische Folgen zu vermeiden. Vorbeugend zu handeln ist die Aufgabe aller Menschen, Gemeinschaften und Führungskräfte. Wir bekräftigen, dass die Richtlinien und Dekrete jeder Regierungsstelle in dieser Hinsicht befolgt werden müssen.

Die Aussetzung von Präsenzaktivitäten bedeutet nicht die Absage aller Gemeindeaktivitäten. Die Arbeit und die seelsorgliche Betreuung hören nicht auf, sondern nehmen andere Formen an. Wir erinnern daran, dass alle Getauften berufen sind, füreinander zu sorgen. Das Volk Gottes muss den Glauben und die Verbindung mit den Schwestern und Brüdern auch weiterhin auf andere Weise leben, z. B.:

  • Gebet: Lassen Sie uns unsere Herzen, Gedanken und Stimmen im täglichen Gebet vereinen. Wir schlagen vor, dass sich die Mitglieder der IECLB im täglichen Gebet um 7 Uhr morgens und 19 Uhr abends zusammenschließen. Das Gebet kann überall gebetet werden, und durch das Gebet werden wir die Einheit im Leib Christi spüren.
  • Treffen in der Familie und Hausgottesdienste: Die Menschen können in ihren Häusern die Bibel lesen und beten. Die Synoden und das Generalsekretariat der IECLB werden für diese Anlässe Materialien zur Verfügung stellen (www.luteranos.com.br).
  • Gottesdienst ohne Anwesenheit der Öffentlichkeit: Jede Woche wird die Homepage der IECLB wenigstens einen auf Video aufgezeichneten Gottesdienst zur Verfügung stellen. Diese Seite verfügt bereits über Bibelstudien und Gottesdienste, die bei anderen Gelegenheiten durchgeführt wurden. Je nach Möglichkeit können die Geistlichen Gottesdienste oder Ansprachen aufzeichnen und über soziale Netzwerke übermitteln.
  • Besuchsdienst: Grundsätzlich soll es keinen Besuchsdienst geben, außer in Fällen extremer Notwendigkeit. Bis dahin können wir Menschen durch einen Anruf oder über Nachrichten auf andere Weise "besuchen".
  • Bestattungen: Bei Bestattungsfeiern müssen alle Menschen Körperkontakt vermeiden. Wir empfehlen, die Feiern kürzer und, wo möglich, im Freien abzuhalten. In allen Fällen sind die Maßnahmen der räumlichen Distanz und der Hygiene zu ergreifen (keine Verteilung von Gesangbüchern und anderen gedruckten Texten). Im Falle eines Todes durch das Coronavirus sind die Richtlinien der Gesundheitsbehörde zu befolgen.
  • Offene Kirchen: Prüfen Sie die Möglichkeit, Kirchen und Gottesdienstorte für Personen offen zu halten, die für sich einen Ort zum Beten und Meditieren suchen. Befinden sich mehrere Personen im Raum, muss ein Mindestabstand zwischen ihnen eingehalten und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.

Fürsorge für das Leben und diakonisches Handeln gehören zum Wesen der Kirche. Im Laufe der Geschichte hat die Kirche Jesu Christi ihre Treue zum Evangelium bewiesen, indem sie in Zeiten des Leidens solidarisch gehandelt hat. Wieder einmal ruft Gott uns auf, einer schwierigen Situation mit Glauben, Dienstbereitschaft, Mut und Hoffnung zu begegnen.

„Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!“ (Psalm 38,22-23)

Pastorin Sílvia Beatrice Genz (Kirchenpräsidentin der IECLB) u. a. 

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Gebetsimpuls aus Südafrika, 16.03.2020

„Herr, rette mich!“ - Diesen verzweifelten Schrei stößt Petrus nur wenige Sekunden später aus, nachdem er zunächst mutig aus dem Boot gestiegen war, voller Mut, begierig, der Autorität seines Herrn nachzufolgen (Matthäus 14,30).

Ich fühle mich im Moment ein bisschen wie Petrus: Sicherlich kann ich mit meinem Herrn an meiner Seite „auf dieser Corona-Welle reiten“, sicher kann ich mit Zuversicht und Vertrauen vorwärts gehen!

Aber dann sehe ich die Wellen - Land um Land, das den Notstand ausruft, Kirchen in Europa, die alle Gottesdienste aussetzen, und vor allem die Verdoppelung der Infektionen durch das Virus alle zwei bis drei Tage. „Herr, rette mich!“ - das ist der Schrei und das Gebet, das mir dann wieder ins Boot helfen kann. Denn der Herr tut genau das. Er sagt nicht zu Petrus: Ihr Kleingläubigen, leidet, weil ihr gezweifelt habt. Vielmehr streckt er liebevoll die Hand aus und hebt Petrus ins Boot. Er lehrt ihn nicht, mit Jesus auf dem Wasser zu gehen, sondern klettert mit ihm in das Boot.

Derzeit stehen wir vor einem Sturm, von dem niemand vorhersagen kann, wie lange er dauern wird und wie er enden wird. Niemand weiß es - nicht einmal die Experten.

Wir können, wie Petrus, mutig fragen: Herr, lass mich über diese Gewässer gehen, lass mich deine Macht erfahren - und ich bin sicher, dass einige gehen werden, und einige werden seine Macht erfahren.

Viele werden jedoch wie der ertrinkende Petrus sein - ich versinke! - oder wie der Rest der Jünger, die sich ängstlich an das umhergeworfene Boot klammern.

„Herr, rette uns!“ - Lassen Sie uns diese Worte beten - sei es mit Zuversicht oder in Panik.

Ich glaube, dass er die Hand ausstreckt, sich an uns festhält und mit uns in diese Zeit des Hin- und Hergerissen-Werdens steigt!

In Christus,
Horst Müller, Bischof, im Namen des Kirchenrates von NELCSA
(vgl. www.nelcsa.net

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Informationen aus Südafrika

Die Outreach-Foundation in Hillbrow (Johannesburg/Südafrika) musste ihre Aktivitäten bis auf weiteres einstellen.

Infos zum Projekt - Webseite des Projekts

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Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat in Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt entschieden, dass alle im Ausland befindlichen Freiwilligen nach Deutschland zurückkehren. Das gilt es gerade zu organisieren.  

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