Guter Gott, Du bist uns Vater und Mutter,

danke für Dein Sorgen für uns.

Sei Du bei Familien in schwierigen Situationen.

Du forderst Gerechtigkeit für die Armen.

Hilf uns, die Not zu verändern.

Schenk den Menschen Hoffnung

und mach sie und ihre Kinder stark.

Gib den Familien Kraft und Mut

und viel Liebe füreinander.

Danke für die Heime in Indien und anderswo.

Schenk den Betreuern Liebe,

Geduld und Weisheit in ihrer Arbeit.

Schenke den Kindern Geborgenheit,

seien sie in der Familie oder im Heim.

Du bist bei uns, was auch kommen mag,

heute und jeden Tag.

In der Obhut Anderer

Der Sonntagnachmittag ist da. Wir sind in einem Kinderheim der Ev.-luth. Tamilkirche im Süden Indiens. Sie rücken wieder an, die Väter und Mutter, die ihre Kinder besuchen. Viele Mütter sitzen hinter ihrem Kind und schauen in den Haaren nach Läusen. Schon lange hat sich die Hygiene in den Heimen verbessert und die Läuse kommen nicht mehr so oft vor. Aber das Entlausen ist ein Zeichen von Nähe. Und Kind und Mutter genießen die Zeit. Außerdem wurde das Lieblingsessen mitgebracht und sie erzählen sich die neuesten Neuigkeiten.

Diese Zeit zwischen Kindern und Eltern ist sehr intim. Was veranlasst die Eltern, ihr Kind in eine Art Internat zu geben, obwohl beide Eltern noch leben? Was veranlasst sie, auch als Hindus, ihre Kinder in eine christliche Einrichtung zu geben?

Familie Kumar arbeitet auf den Feldern eines Großgrundbesitzers. Sie sind Bauern ohne eigenes Land. Ihr Einkommen ist sehr gering und sie sind den ganzen Tag außer Haus. „Im Kinderheim wird unsere Tochter gesund ernährt. Sie hat dort eine Hausaufgabenhilfe und wird von den Erzieherinnen unterstützt. Wenn es sein muss kommen auch Nachhilfelehrer. Wir können uns nicht so um die Ausbildung unserer Tochter kümmern. Und sie lernt Disziplin. Das ist wichtig für ihr Leben. Und seit einem Jahr ist sie auch in der Tanzgruppe und freut sich sehr darüber!“ Für viele Familien ist die Unterbringung ihrer Kinder in einem Internat nicht nur einfach. Die Kinder bekommen zwar Unterstützung in der Ernährung und Ausbildung und werden professionell betreut. Aber sie fehlen im Gefüge der Familie. Einfach ist es nicht, sein Kind in die Obhut Anderer zu geben. Aber was ist die Alternative?

Text und Fürbitte von Ute Penzel aus dem aktuellen Mitbeten 3-17, für die Woche 12. bis 18. November. Das komplette Mitbeten finden Sie hier …

 

 

ELM Aktuell

Projekt

Lobe den Herrn - Sanierung des Kapellenfensters der FIT

Fachhoch- schule

Fachhochschule für interkulturelle Theologie

Ludwig- Harms-Haus

Ludwig-Harms-Haus in Hermannsburg

ELM Service