Zentralafrikanische Republik: Bildung ermutigt und fördert Wiederaufbau

„Wenn schon der Staat angesichts des bereits Jahrzehnte währenden Bürgerkriegs keine Stabilität geben kann, kann die Kirche Menschen ermutigen und zumindest ein Minimum an Halt bieten“, beschreibt Pastorin Rachel Doumbaye, Vize-Präsidentin der lutherischen Kirche in der Zentralafrikanischen Republik und Leiterin des Jugendzentrums in Bouar die aktuelle Rolle der Kirche in ihrem Land. Dazu dienen auch die Projekte, die trotz aller Einschränkungen durch die unruhige Lage fortgesetzt werden.

So bietet das Jugendzentrum in Bouar Schülerinnen und Schüler der benachbarten Schulen Raum, damit sie in Freistunden, Pausen und nach dem Unterricht Aufgaben vor- oder nacharbeiten können. In der Bibliothek gibt es Nachschlagewerke und Schulbücher.
Nachmittags wird Sport angeboten, mittwochs findet ein Bibelkreis statt. Darüber hinaus hat sich eine feste Theatergruppe gebildet, die sich alle zwei Wochen trifft und alle zwei Monate öffentliche Vorführungen gibt. Oft spiegeln sich darin Situationen aus dem Leben der Kinder und Jugendlichen wieder. Mit den wenigen vorhandenen Instrumenten wird Musikmachen gelernt  und einige Kinder können bereits im sonntäglichen Gottesdienst mitspielen.

In Baboua werden hauptamtliche Mitarbeitende der Kirche  in der Bibelschule und der Pastorenschule ausgebildet. Da  gut 90% der Frauen Analphabetinnen sind, möchte die Kirche diese Frauen besonders fördern und sie nicht nur wichtige hauswirtschaftliche Arbeiten lehren, sondern auch lesen und schreiben und sogar predigen und eine  Liturgie zu halten. In den Gemeinden können sie dann die Gemeindearbeit unterstützen und auch in Abwesenheit des Pastors die Aufgaben fortführen. „Die Frauen kommen völlig verändert aus der Bibelschule zurück – und geben ihr Wissen dann in den Orten weiter, in denen sie arbeiten. So zieht das weitere Kreise und kommt besonders Frauen zugute“, freut sich die Leiterin der Ausbildung, Pastorin Dr. Antoinette Yindjiara.

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