Äthiopien: Allein mit Kind

Wenn Hoffnungen zerstört werden und junge Männer sich der Verantwortung entziehen

"Viele junge Frauen machen sich auf in die Städte - in der Hoffnung auf einen guten Job. Leider gelingt das nur den wenigsten. Denn ohne Familie müssen sie erst einmal eine Unterkunft suchen und ziehen dann oft mit jungen Männern zusammen. Viele von ihnen verdingen sich als Tagelöhnerinnen auf Baustellen oder als Hausangestellte. Auch auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz werden einige Opfer von sexuellem Missbrauch oder Vergewaltigung. Wird die Frau dann unter solchen Umständen schwanger, übernehmen nur wenige dieser Männer Verantwortung", berichtet Ebise Ashana, Genderbeauftragte der Mekane-Yesus-Kirche.

Ein Beispiel: Xajjie Fufa lebt mit ihren drei Kindern in einem kleinem Haus mit nur einem Raum. Wenn sie einen Arbeitsauftrag ergattern kann - Wäsche waschen oder Essen vorbereiten - muss sie das jüngste Kind versorgt wissen. Darum passt der große Bruder auf. In der Zeit kann der 13-Jährige natürlich nicht zur Schule gehen. Ein schlimmer Teufelskreis der Armut - denn ohne ausreichende Schulbildung wird er kaum Chancen haben, später seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Auf eine weitere Gefahr der Armut deutet der Kohleofen im Türrahmen auf dem Bild oben. Wenn der eine Raum zugleich Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche ist, bleibt der Ofen nachts im Haus stehen. Vielfach kommt es zu Unfällen durch Kohlenmonoxid, das aus der glimmenden Asche aufsteigt und Menschen im Schlaf erstickt. 

In Burayu sollen zunächst 40 Frauen durch Vermittlung von Wissen und konkrete Unterstützung oder Beratung zu ihren Rechten neue Chancen erhalten, ihre Lebensumstände zu verbessern.

Bitte tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, Chancen zu eröffnen.

 

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