Nach oben

Eine Verhaltensänderung ist sehr schwierig!

Am 8. Juli 2020 fand die erste Video-Konferenz mit den südafrikanischen Bischöfen aus den Partnerkirchen ELCSA, ELCSA (Cape), NELCSA und deren engsten Mitarbeiter*innen und Vertreter*innen des ELM statt. Weiterlesen...

Nach oben

Covid19 - Unterbrechung und Chance | Juli 2020

Corona Update aus Winterton | Juli 2020: Mein Name ist Elke Carrihill und ich bin Pastorin in einem kleinen Dorf namens Winterton am Fuße der majestätischen Drakensberge in Kwazulu-Natal, Südafrika. Mehr.

Nach oben

Mit Fantasie und Engagement gegen die Corona-Krise

Aktueller Bericht von Dr. Joe Lüdemann (Durban) vom 13. Juni 2020

Nach oben

Nach oben

Solidaritätsabgabe in der ELCSA Cape Church, 07.05.2020

Es gibt zahlreiche Ideen in unseren Partnerkirchen, in Corona-Zeiten christliche Nächstenliebe zu leben und praktische Solidarität mit den am stärksten von der Krise betroffenen Menschen zu zeigen. Ein Beispiel hat uns jetzt Gilbert Filter aus Südafrika, Bischof der ELCSA Cape Church, geschickt. So verzichten wie er viele seiner hauptamtlichen Kollegen freiwillig zunächst für 3 Monate auf 5 Prozent ihres Bruttogehalts, um das Geld in einen Fonds einzuzahlen. Dieser kommt den Menschen zugute, die durch die jetzige Krise ihr Einkommen verloren haben,  berichtet Bischof Filter.

Nach oben

Wir dürfen Masken herstellen! - Outreach-Foundation Hillbrow (Südafrika), 15.04.2020, 10:08 Uhr

Die soziale Arbeit in Hillbrow geht weiter. Schon lange gibt es ein Nähprojekt - nun werden diese Möglichkeiten nach entsprechenden Anträgen und Genehmigungen genutzt:

„Da wir über die Fähigkeiten und Einrichtungen zur Herstellung von Masken verfügen, um die Südafrikaner*innen im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zu unterstützen, hat uns die südafrikanische Regierung den Status eines wesentlichen Dienstes verliehen. Wir werden bald in der Lage sein, Masken für eine Schutzgebühr von 10,00 Rand (ca. 0,50 EUR) an die Öffentlichkeit zu liefern.“

Mehr dazu … (Link zur Webseite des Projekts)

 

Nach oben

Südafrika im Corona-Shut-Down - ELM-Regionalbeauftragter besorgt

Nach oben

Videobotschaft von ELM-Mitarbeiter Dr. Joe Lüdemann.



Nach oben

Corona im Südlichen Afrika, 24.03.2020, 19:05 Uhr

Aus Südafrika errechte uns dieser ausführliche Situationsbericht von Dr. Joe Lüdemann, ELM-Regionalvertreter für das Südliche Afrika (RESA).

Gottesdienst/Predigt am 22.03.2020 (isiZulu)  

Nach oben

Informationen aus Südafrika 19.03.2020, 16:32 Uhr

Die Situation im LUCSA-Kirchenbüro

Liebe Schwestern und Brüder,

Wir senden Euch mit den Worten des Oculi-Sonntagstextes Fastengrüße: „Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9, 62)

Es ist der Ruf und der Auftrag der Menschen Gottes, die Sicherheit des Tritts wiederzuerlangen und sich über das unebene Gelände zu erheben, auf dem sie pflügen - in dem Wissen, dass das unebene Gelände, das sie pflügen, morgen die Quelle ihrer Nahrung ist.

Die Realität des Corona-Virus versetzt die Welt in unsichere Zeiten, vor allem jene Regionen, die beginnen, Personen zu melden, die gerade an COVID-19 erkrankt sind. In solchen Situationen scheinen die Menschen von einem Moment auf den nächsten zu leben, wie es gerade kommt. Es gibt keine klar umrissenen Pläne oder Aktivitäten.

Das ist unsere Situation im LUCSA Kirchenbüro. Wir haben die für heute vorgesehene Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses vertagt und den LUCSA-Rat vom 1. bis 5. Juni 2020 auf den 1. bis 5. September 2020 verschoben.

Viele unserer programmatischen Aktivitäten wurden auf Eis gelegt, da die meisten SADC-Länder grenzüberschreitende Reisen einschränken. Den LUCSA-Mitarbeitern wurde geraten, an allen Fronten äußerste Vorsicht walten zu lassen und bei Bedarf von zu Hause aus zu arbeiten.

Dem oben geschilderten Szenario Rechnung tragend, informieren wir Sie hiermit, dass Sie die Kommunikation mit dem LUCSA Kirchenbüro gerade als etwas herausfordernd empfinden könnten. Unabhängig davon, von wo wir arbeiten werden, werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um zu informieren und Ihre Anfragen zu beantworten.

Wir werden das Mandat, das uns die Mitgliedskirchen erteilt haben, auch in Zeiten wie diesen erfüllen. Möge Gottes Gnade mit uns allen sein.

Grüße
Tswaedi DP.; Executive Director LUCSA

Text im englischen Original - English version

Nach oben

Gebetsimpuls aus Südafrika, 16.03.2020

„Herr, rette mich!“ - Diesen verzweifelten Schrei stößt Petrus nur wenige Sekunden später aus, nachdem er zunächst mutig aus dem Boot gestiegen war, voller Mut, begierig, der Autorität seines Herrn nachzufolgen (Matthäus 14,30).

Ich fühle mich im Moment ein bisschen wie Petrus: Sicherlich kann ich mit meinem Herrn an meiner Seite „auf dieser Corona-Welle reiten“, sicher kann ich mit Zuversicht und Vertrauen vorwärts gehen!

Aber dann sehe ich die Wellen - Land um Land, das den Notstand ausruft, Kirchen in Europa, die alle Gottesdienste aussetzen, und vor allem die Verdoppelung der Infektionen durch das Virus alle zwei bis drei Tage. „Herr, rette mich!“ - das ist der Schrei und das Gebet, das mir dann wieder ins Boot helfen kann. Denn der Herr tut genau das. Er sagt nicht zu Petrus: Ihr Kleingläubigen, leidet, weil ihr gezweifelt habt. Vielmehr streckt er liebevoll die Hand aus und hebt Petrus ins Boot. Er lehrt ihn nicht, mit Jesus auf dem Wasser zu gehen, sondern klettert mit ihm in das Boot.

Derzeit stehen wir vor einem Sturm, von dem niemand vorhersagen kann, wie lange er dauern wird und wie er enden wird. Niemand weiß es - nicht einmal die Experten.

Wir können, wie Petrus, mutig fragen: Herr, lass mich über diese Gewässer gehen, lass mich deine Macht erfahren - und ich bin sicher, dass einige gehen werden, und einige werden seine Macht erfahren.

Viele werden jedoch wie der ertrinkende Petrus sein - ich versinke! - oder wie der Rest der Jünger, die sich ängstlich an das umhergeworfene Boot klammern.

„Herr, rette uns!“ - Lassen Sie uns diese Worte beten - sei es mit Zuversicht oder in Panik.

Ich glaube, dass er die Hand ausstreckt, sich an uns festhält und mit uns in diese Zeit des Hin- und Hergerissen-Werdens steigt!

In Christus,
Horst Müller, Bischof, im Namen des Kirchenrates von NELCSA
(vgl. www.nelcsa.net

Nach oben

Informationen aus Südafrika

Die Outreach-Foundation in Hillbrow (Johannesburg/Südafrika) musste ihre Aktivitäten bis auf weiteres einstellen.

Infos zum Projekt - Webseite des Projekts

Nach oben

ELM-Jahresempfang 2020 - „Meine Tür tat ich dem Fremden auf“

Anlässlich des ELM-Jahresempfangs berichtete Elke Carrihill über ihre Kindheit im Apartheidsystem Südafrikas und einer Begegnung, die prägte, wie sie heute das Leben sieht.

„Als weißes, privilegiertes Kind wuchs ich in einem System auf, in dem die Türen für mich weit offen standen – doch für die meisten anderen waren diese  Türen verschlossen:

Die Tür zum Supermarkt - mir stand sie offen, meine Mitbürger*innen mussten durch die Seitentüren gehen. Es gab Eingänge für Weiße und für Schwarze.

Die Türen zur Bildung standen für mich ebenfalls weit offen – für meine schwarzen Mitbürger*innen waren dieselben Türen verschlossen. Ihre Bildung fand in den Townships statt, wo ich nie hinkam,  in überfüllten Schulen.

Ich wuchs in einem Haus auf, in dem ich ein- und ausgehen konnte, wie ich wollte  –  für Mavis, unsere Hausangestellte, gab es die Küchentür um ein- und auszugehen. Die anderen Türen öffnete sie   eigentlich nur um zu putzen und aufzuräumen.  In unserer Küche gab es Schränke für Geschirr, Besteck, Töpfe und Schüsseln. Und dann gab es eine Tür, wenn man die öffnete fand man dort ein paar ramponierte Teller und  angeschlagene Tassen, das war das Geschirr für Mavis – getrennt von unserem.

In einer solchen Welt habe ich gelebt. Und diese Welt hat mich geprägt: das Leben war getrennt, getrennt: nach Hautfarbe und durch offenen und verschlossene Türen. Einige davon waren sichtbar, andere unsichtbar.

Mavis war da um zu putzen, zu kochen und aufzuräumen. Viel mehr wusste ich nicht über ihr Leben. Nur dass sie schwarz war und ich weiß. Sie kannte unsere Welt, wenn auch nur als Beobachterin. Von ihrer Welt wusste ich nichts. Die Tür zu ihrem Leben war verschlossen. Als junges Mädchen wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen, diese Tür zu öffnen. Wieso auch? Mir ginge es ja gut in meiner Welt. Ihre Welt war mir  fremd.

Und dann macht manchmal das Leben die Türen auf – und wir müssen dann schauen, ob wir durch diese Türen gehen. Als ich 13 Jahre alt war, wurde mir so eine Tür geöffnet, die mein Leben für immer veränderte. Mein Leben, meine Welt änderte sich, genauso wie mein Blick auf „das Andere“.

Dabei habe ich nichts dafür getan, dass sich die Tür öffnete. Ich ging in Hermannsburg  (SA) auf eine deutsche Privatschule und als ich nach den Sommerferien ins Internat zurückkam, ging ich auf mein Zimmer und auf dem freien Bett saß meine neue Zimmerpartnerin. Phelisiwe – ein Zulu-Mädchen. Und obwohl ich aus einem sehr liberal denkenden Elternhaus kam war diese Begegnung erst einmal fremd. Ich kannte schwarze Menschen nur putzend und andere Hausarbeiten verrichtend. Und jetzt?

Im selben Zimmer schlafen, wie ein schwarzes Mädchen? Ein Bad und eine Dusche teilen? Am gleichen Tisch essen und Messer und Gabel teilen? Im gleichen Klassenzimmer sitzen?

Meine Welt wurde auf den Kopf gestellt. Es war als ob sich alle Türen gleichzeitig öffneten.  Zunächst habe ich viel beobachtet. Aber das Geschenk, das ich erhielt war, dass ich dieser Situation nicht ausweichen konnte – ich musste da durch! Eine Verwandlung, ein Prozess, der mir als 13jährigem Mädchen gar nicht so bewusst war.  

Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, merke ich, wie sehr diese Begegnung mein Leben und mich geprägt hat. Phelisiwe  wurde meine Freundin. Und wie 13jährige Mädels es nun mal tun, tauschten wir uns aus und teilten unser Leben. Liebe, Jungs, Mode, Schule, blöde Lehrer. Alles wurde abends vor dem Schlafengehen besprochen und geteilt. So öffnete sich eine Tür, nicht nur äußerlich, sondern es öffnete sich eine Tür ins Innere meines Lebens. Hinter der Hautfarbe gab es ein Gesicht – ein Mädchen wie mich.

Mit dreizehn geht man vielleicht unbefangener auf so eine Begegnung zu als mit 30, 40 oder 80 Jahren. Im Rückblick habe ich gelernt, wie wichtig diese Begegnung für mich war. Als 13jährige habe ich darüber nicht so viel nachgedacht aber jetzt merke ich wie stark sich mein Leben durch diese Begegnung verändert hat. Genau genommen blieb mein Leben mehr oder weniger gleich, was sich verändert hat ist, wie ich das Leben sehe und dieses Leben lebe.  Das hat sich verändert.

Ich habe gelernt, dass ich keine Angst haben muss vor dem anderen. Ich habe gelernt, dass ich gelassen auf den anderen zugehen kann, weil er/sie wie ich ein Mensch ist. Ich habe gelernt, dass sich viel tun kann, wenn Menschen sich begegnen. Wenn wir uns trauen, durch die verschlossenen Türen zu gehen, die  oftmals durch Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur verschlossen sind, dann verändert sich etwas! Wenn wir uns als Männer und Frauen, Kinder und Erwachsene, als Menschen begegnen dann wird das Fremde vertraut und manchmal wird auch das Vertraute fremd.

Ich glaube, die Begegnung mit Phelisiwe mit 13 Jahren hat die Weichen in meinem Leben neu gestellt. Und nicht nur in meinem Leben: auch im Leben meines Umfeldes, meiner Freunde, meiner Familie. Es hat sie alle positiv verändert.

Wir leben in Zeiten wo wir an allen Orten den Welt  Fremden begegnen. Ich denke an die vielen Migranten und  Flüchtlinge, hier und in Südafrika,  Menschen aus anderen Kulturen und Religionen, mit unterschiedlichen Hautfarben und unterschiedlichen Muttersprachen .

Globale Welt. Die Welt öffnet Grenzen. Unsere Herausforderung besteht darin, die inneren Türen zu öffnen. Damit – und das glaube ich fest – bauen wir Vorurteile und Ängste ab. Mithilfe der modernen Medien wird uns das nicht gelingen, dafür braucht es uns Menschen. Und wer könnte das besser als wir Menschen, die an Jesus Christus glauben, der von sich selbst sagt: „ Ich bin die Tür“. Jesus  hat immer wieder Türen geöffnet für Menschen in die Gesellschaft und in die Begegnung hinein.

Meine Tür tat ich dem Fremden auf.

Ich wünsche uns eine Welt, wo wir nicht nur die Tür zur Kirche, zum Land und zur Gesellschaft öffnen, sondern auch die Tür zu unserem Inneren. Zum Teilen von Freud und Leid, Familie und Freundschaft. Türen zum Mensch sein.“  

ELM Aktuell

Nach oben

Projekt

Nach oben

Nach oben

Ludwig- Harms-Haus

Nach oben

Fachhochschule

ELM Service