Tagung: Partner gegen Armut

Tagung mit Vertreter*innen aus den Partnerkirchen und Vertreter*innen des ELM in Johannesburg (Südafrika). 

 

Südafrika: Präsident Ramaphosa entschuldigt sich

Eskalierender Fremdenhass in Südafrika beunruhigte wochenlang das ELM und behinderte dabei auch Projekte unserer lutherischen Partner vor Ort. Der Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche im Südlichen Afrika (N-T), Horst Müller, zeigte sich tief besorgt über die Entwicklungen in seinem Land, die auch das Projekt zur Integration von Geflüchteten aus französischsprachigen afrikanischen Ländern in Südafrika zunehmend beeinträchtige.

Wir berichteten auch von wachsenden behördlichen Restriktionen gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten, die zu rechtlicher Unsicherheit hinsichtlich ihres Aufenthaltsrechts in Südafrika führen oder sie gar in die Illegalität treiben.       

„Nur einige wenige Politiker sind bereit, einzugestehen, dass die Übergriffe mit Fremdenfeindlichkeit zu tun haben könnten“, klagte Bischof Horst Müller damals. Es scheint, als wären viele wie gelähmt, fast hilflos der Situation gegenüber“, bilanzierte Bischof Müller unter anderem. „Südafrika braucht ein konkretes, entschiedenes Auftreten gegen Fremdenfeindlichkeit!“

Dem scheint Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa nun Rechnung zu tragen. Laut Meldung des Evangelischen Pressedienstes (epd), hat er sich bei seinem nigerianischen Amtskollegen Muhammadu Buhari für die fremdenfeindlichen Ausschreitungen vor einem Monat entschuldigt. „Seine Regierung verurteile jede Form von Intoleranz und Gewalt, sagte Ramaphosa […] anlässlich eines Staatbesuchs Buharis in Pretoria“, heißt es in der Meldung. In einer live im Fernsehen übertragenen Rede habe er zugleich die enge Verbundenheit beider Länder betont. So sei Nigeria einer der größten Handelspartner Südafrikas auf dem Kontinent.

Das ELM unterstützt im Auftrag der Landeskirche Hannovers seit 2017 seine Partnerkirche bei einem von Pastorin Rosalie Madika geleiteten Projekt. Selbst 2013 aus der Demokratischen Republik Kongo geflohen, berät und stärkt sie heute Geflüchtete und betreut sie seelsorgerisch.

Unterstützen auch Sie das Engagement für Geflüchtete in Südafrika durch Ihre Spende: ELM-Spendenkonto DE54 2575 0001 0000 9191 91, Onlinespenden, Video zur Arbeit und mehr Informationen: www.spenden-fuer-mission.de, Stichwort: „Flucht Pretoria“.

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im Verbund mit 23 Kirchen in 19 Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von TheologInnen, Entwicklungsfachkräften und jungen Erwachsenen im Freiwilligendienst zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.

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