Basisdaten Indien

Fläche: knapp 3,3 Mio. km² (siebtgrößter Flächenstaat der Erde)
Einwohnerzahl: ca. 1,31 Mrd.
Bevölkerungsdichte: ca. 407 Einwohner pro km²
Sprachen: Amtsprachen sind Hindi und Englisch. In der Verfassung werden 22 Sprachen anerkannt, die auf regionaler Ebene teils als Amtsprachen dienen. Gesprochen werden ca. 1600 Sprachen und Dialekte
Hauptstadt: Neu-Dehli
Staatsform: Parlamentarische Demokratie (gem. der Verfassung von 1950) bestehend aus: 29 Bundesstaaten, 6 Unionsterritorien und der Hauptstadt Neu-Dehli, die einen eigenen Status besitzt
Politische Führung: Narendra Modi, Premierminister von Indien I Ram Nath Kovind, Präsident
Unabhängigkeit: 15. August 1947

Urbanisierung: 2018 lebten  34 Prozent der indischen Bevölkerung in Städten, mit einer jährlichen Zuwachsrate von 2.37 Prozent. (Quelle: CIA Factbook 2015 est.)

Wirtschaft

Seit 1991 ist Indien im Aufbruch. Die wirtschaftlichen Wachstumsraten von jährlich bis zu neun Prozent, werden bei Fortdauer Indien bereits 2020 in den Rang der nach den USA und China drittgrößten Volkswirtschaft erheben. Die indischen Ingenieure und IT-Spezialisten, Teil einer gebildeten, aufstiegswilligen, urbanen Mittelschicht, die nur ein Drittel der Bevölkerung ausmacht, aber schnell wächst, erwirtschaftet gut 60 Prozent des indischen Bruttosozialprodukts. Mittlerweile gibt es laut des US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ 54 indische Milliardäre, vier der zehn reichsten Menschen der Welt sind Inder. Nach Schätzungen wird Indien schon im Jahr 2034 China an Gesamtzahl und Anteil junger Erwerbsfähiger übertrumpfen.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Laut Weltbank haben heute 44% der Einwohner Indiens weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Abseits der urbanen Wohlstandszentren leben nach wie vor etwa 70% der indischen Bevölkerung teils unter archaischen Bedingungen auf dem Land. Auch Kinderarbeit wird hauptsächlich auf dem Land geleistet, da das Einkommen vieler Bauernfamilien nicht zum Überleben ausreicht. Hoch verschuldete Bauern müssen oft ihr Ackerland verkaufen und außerdem auch ihre Dienstleistungen an die Grundherren verpfänden (Schuldknechtschaft). Auch in den Slums der Städte leben die Armen unter meist menschenunwürdigen Bedingungen. Indien hat mit 35% noch immer weltweit die meisten Analphabeten.

Das Kastensystem der Hindus erschwert die soziale Durchlässigkeit. Überkommene Traditionen diskriminieren und bedrohen Frauen in ihrer Existenz, ein gravierender Frauenmangel (1000:933)ist die Folge. Konflikte zwischen den Religionsgemeinschaften entladen sich immer wieder in Gewaltaktionen und gefährden die innerstaatliche Einheit. Ein schwerfälliger, oft korrupter Beamtenapparat behindert die Wirksamkeit staatlicher und privater Initiativen. Unzureichende Beratung in Fragen der reproduktiven Gesundheit hat zur Folge, dass die Zahl der HIV-Infizierten rapide steigt (derzeit 3,73 Fälle pro 1.000 Einwohner).

Religionen

Indien bietet eine außerordentlich reichhaltige Religionslandschaft. Obwohl der Buddhismus über Jahrhunderte die bevorzugte Religion war, starb der Hinduismus nie aus und konnte seine Stellung als dominierende Religion langfristig behaupten. Im Mittelalter brachten indische Händler und Seefahrer den Hinduismus bis nach Indonesien und Malaysia. Die Religionen verteilen sich wie folgt: 80,5 % Hindus, 13,4 % Moslems (hauptsächlich Sunniten), 2,3 % Christen, 1,9 % Sikhs, 0,8 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,6 % andere (z. B. Adivasi, Bahai, Parsen).

 

Weblinks:

Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes

CIA The World Factbook India

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